Telefon 071 626 02 02 (Zentrale) | Telefonzeiten Mo-Fr 8:30 bis 12:00 Uhr und 13:30 bis 17:00 Uhr|info@perspektive-tg.ch

Zu Hause ohne Halsband

/Zu Hause ohne Halsband

Zu Hause ohne Halsband

Kleine Kinder und Hunde haben gemeinsam, dass sie voll und ganz in der Gegenwart leben. Ihr Verhalten wird von der aktuellen Situation, ihren Gefühlen und Bedürfnissen gelenkt. Sie gehen auf im Spiel miteinander. Ein Hund kann dem Kind bester Spielkamerad, Freund und Tröster sein.

Damit das gelingt, müssen Eltern dem Hund klar machen, dass das Kind unter ihrem Schutz steht. Sie müssen eingreifen, wenn sich Hund oder Kind gegenüber dem anderen grob und rücksichtslos benimmt.

  • wenn Sie bereits eine sichere Bindung zu Ihrem Tier aufgebaut haben und es weiss, dass Sie Ihre Führungsrolle zuverlässig wahrnehmen.
  • wenn Ihr Hund schon als Welpe gut sozialisiert wurde und Kontakt zu Kindern gewohnt ist.
  • wenn Sie zumindest das Kinderzimmer schon vor der Geburt Ihres Kindes zum Tabuzimmer für den Hund machen (Und auch danach).
  • Wenn Sie dafür sorgen, dass sich der Alltag des Hundes nach der Geburt nicht völlig verändert.
  • Wenn Sie allenfalls einen Hundesitter organisieren, bis sich Ihr Alltag mit dem Baby eingespielt hat.
  • Lassen Sie Ihr Kind nie unbeaufsichtigt mit dem Hund alleine!
  • Es reicht, wenn Ihr Hund in den ersten Tagen noch keinen direkten Kontakt zum Baby hat, sondern es von der Zimmerschwelle aus beobachten und wittern kann.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind den Hund weder an seinem Schlaf- noch an seinem Futterplatz stört. (Er könnte aus dem Schlaf gerissen erschrecken und schnappen/er könnte sein Futter verteidigen)
  • Babys und Kleinkinder kriechen dem Hund hinterher, packen ihn am Fell, greifen ihm in Mund und Nase. Dies kann er als bedrohend oder störend empfinden. Beachten Sie das Verhalten des Hundes und trennen Sie Kind und Hund, wenn sie sehen, dass es einem der Beiden zu viel wird.
  • Um zu verhindern, dass Kinder den Hund am Halsband halten, daran ziehen und zerren, empfiehlt es sich, zu Hause dem Hund das Halsband abzumachen. Der Hund soll aus freien Stücken mitspielen und mit dem Kind mitgehen.
  • Entwurmen Sie Ihren Hund regelmässig!
  • Kleinkinder verstehen die Warnsignale des Hundes nicht. Sie müssen im Umgang mit ihm angeleitet und überwacht werden.
  • Achtung: Bei einem fremden Hund gelten für Ihr Kind andere Umgangsformen als beim eigenen.

Für weitere Fragen wenden Sie sich an eine Hundeschule in Ihrer Nähe oder an die SKG (Schweizerischer kynologische Gesellschaft).

Dieser Beitrag enthält inhaltliche Informationen aus dem Sonderdruck Nr. 3  «Kind und Hund- eine bereichernde Freundschaft» des Hundemagazin.
Herzlichen Dank der Autorin Sonja Doll Hadorn für das Einverständnis zur Veröffentlichung.

Unsere Tipps & Tricks können Sie auch abonnieren:

Information

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Die Mütter-und Väterberaterinnen helfen Ihnen gerne weiter. Wir beraten Sie telefonisch, per E-Mail oder an einer Beratungsstelle in ihrer Nähe.

 

By |2018-11-02T08:41:36+00:00Donnerstag, 1. November 2018|