Der Frühling ist da und lockt Kleine und Grosse ins Freie. Doch beim Durchstreifen der Natur sollte man auch bedenken, dass von Frühling bis Herbst Hochsaison der Zecken ist. Zecken – umgangssprachlich auch «Holzböcke» genannt – sind winzige Lebewesen, die sich vom Blut von Menschen und Tieren ernährenSie leben auf niedrigen Pflanzen, wie Sträuchern, hohen Wiesen oder im Unterholz im Wald.. Von dort streifen sie sich auf vorübergehende Menschen und Tiere ab, oder lassen sich auf sie fallen.

Je nach Region in der Schweiz, ist ein Grossteil der Zecken Träger von Krankheitserregern. Bei einem Zeckenstich besteht das Risiko einer Krankheitsübertragung. Da der Stich der Zecken nicht spürbar ist, werden sie oft lange nicht bemerkt. Die häufigsten durch Zecken übertragenen Erkrankungen sind «Lyme-Borreliose» und «Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)». Erste Erkrankungszeichen nach einem Stich können innerhalb einiger Tage bis drei Wochen auftreten.

Der beste Schutz vor einer Erkrankung ist, den Zeckenstich zu vermeiden

Ein paar Tipps dazu
  • Im Wald, in Waldnähe und im hohen Gras lange, geschlossene Kleidung und Schuhe tragen. Socken über die Hosen stülpen
  • Nach dem Aufenthalt in der Natur, Körper nach Zecken absuchen.
  • Kleider wechseln und ausschütteln.

Bevorzugte Stellen sind:
Behaarter Kopf, hinter den Ohren, Achselhöhlen, Bauchnabel, Leisten, Innenseite der Oberschenkel, Kniekehlen.

Was tun bei einem Zeckenstich:

  1. Die Zecke sollte so bald wie möglich entfernt werden.
  2. Zecke mit flacher Pinzette möglichst nahe an der Haut fassen, mit stetigem Zug gerade herausziehen (s. Wichtig).
  3. Desinfektion der Einstichstelle
  4. Datum des Stiches und Ort des Einstiches notieren. Einstichstelle beobachten (für ca. 3 Wochen)

Wichtig

  • Von Massnahmen wie beispielsweise Beträufeln der Zecke mit Öl/ Alkohol/ Nagellack oder Entfernung durch Drehbewegung, wird dringend abgeraten. Sie können das Risiko einer Krankheitsübertragung erhöhen.
  • In der Haut bleibende Zeckenteile, sind kein Problem. Sie werden vom Körper abgestossen.
  • Wird Borreliose frühzeitig erkannt, kann sie mit Antibiotika behandelt werden. Für die FSME gibt es keine spezifische Behandlung. Es besteht die Möglichkeit einer Schutzimpfung (Im Allgemeinen ab 6 Jahren empfohlen).
  • Anti-Zeckensprays können die sensible Kinderhaut reizen und haben einen sehr starken Geruch. Sie sind möglichst nicht, oder nur sehr zurückhaltend auf die Kleider aufzutragen (frühestens ab 1 Jahr).

Kontaktieren Sie den Kinderarzt bei:

  • einer kreisrunden Rötung um die Einstichstelle, sich ausbreitender/wandernder Rötung. Sie sind typisch im frühen Stadium einer Borreliose.
  • grippeartigen Symptomen (Kopfschmerzen, Fieber, Müdigkeit, Gliederschmerzen). Das können erste Anzeichen einer Borreliose oder FSME sein.
  • Unsicherheit
  • Informations- und Beratungsbedarf bzgl. FSME-Impfung

Die Risikogebiete der Schweiz sowie weitere Informationen zu Zecken finden Sie z.B. unter https://zecken-stich.ch

Bei Fragen ist die Mütter- und Väterberatung gerne für Sie da.

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