Die Delegiertenversammlung der Perspektive Thurgau hat dieses Jahr nicht wie gewohnt stattgefunden. Über die Geschäfte, darunter die Jahresrechnung 2019 und das Budget 2021, haben die Delegierten elektronisch abgestimmt. Trotz oder gerade wegen der Corona-Situation ist die Vernetzung unter den verschiedenen Akteuren von zentraler Bedeutung.

 Die Präsidentin Sabina Peter Köstli begrüsste dieses Jahr die Delegierten für einmal nicht persönlich zur 16. Delegiertenversammlung des Gemeindezweckverbandes für Gesundheitsförderung, Prävention, Beratung Thurgau. Die Versammlung am 25. Juni wäre wiederum ein heisser Abend geworden. Dies aufgrund der Temperaturen und nicht der Themen. Daher waren viele Delegierte bestimmt dankbar, aufgrund der aktuellen Corona-Massnahmen über die Geschäfte der Perspektive Thurgau zu einem selbstgewählten Zeitpunkt elektronisch abstimmen zu können.

Vernetzt über die Kantonsgrenzen

Im Jahresbericht 2019 schreibt Peter Köstli der Vernetzung einen grossen Anteil am Organisationserfolg zu. So arbeitet die Fachorganisation mit rund 150 Partnern und Gremien wie der Kommission Thurgau Gesundheit, der Steuergruppe Brennpunkte Gesundheit Thurgau, den Psychiatrischen Diensten Thurgau und der Steuergruppe Glücksspielprojekt Ostschweiz zusammen. Die jeweils anfangs Jahr stattfindenden Regionalkonferenzen nutzen die Delegierten aus den 80 Thurgauer Gemeinden dazu, ihre spezifischen Wünsche und Anliegen zum Dienstleistungsangebot der Perspektive Thurgau aus der Gemeinde einzubringen. Die neun Vorstandsmitglieder aus allen Bezirken tragen ebenfalls zur Vernetzung und einem guten Image bei.

Eine Herausforderung in dieser vernetzten Welt ist das Thema Datenschutz. Hier gilt es, die Balance zwischen dem Persönlichkeitsschutz der Klientschaft und den Ansprüchen von Dritten zu finden, schreibt der Geschäftsleiter Markus van Grinsven im Geschäftsbericht 2019. Zusammen mit dem kantonalen Datenschutzbeauftragten wurde ein Leitfaden erarbeitet, welcher der Perspektive Thurgau Orientierung in diesem komplexen Feld bietet.

Finanzen im Lot

Das kantonale Sparprojekt Haushaltsgleichgewicht (HG) 2020 war im vergangenen Jahr bereits spürbar. So wurden verschiedene Massnahmen getroffen und Prozesse optimiert. Dank dieser vorausschauenden Planung erzielte die Organisation im 2019 einen Gewinn von 152’895 Franken. Zudem hat sich das Sparprojekt auch auf das Budget 2020 finanziell stark ausgewirkt.

Abstimmung durch Delegiertenversammlung

Die Perspektive Thurgau wird paritätisch durch den Kanton Thurgau und die 80 Thurgauer Gemeinden finanziert. Insgesamt 102 Delegierte aus den Gemeinden stimmen jeweils über die Geschäfte der Fachorganisation ab. Erfreuliche 75% haben die elektronische Abstimmung dieses Jahr wahrgenommen und sämtliche Geschäfte, unter anderen die Jahresrechnung 2019, das Budget 2021 und die Mitgliederbeiträge nahezu einstimmig genehmigt.

Die aktuelle gesundheitliche Lage weltweit spornt die Mitarbeitenden der Perspektive Thurgau weiterhin an, einen Beitrag zur Gesundheit im Kanton Thurgau zu leisten. Mit dem Ziel, dass die Thurgauer Bevölkerung bewusster und selbstbestimmter mit ihren Fähigkeiten und Stärken umgeht.