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Unser Kind hört nicht auf uns – Was tun? Teil 1

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Unser Kind hört nicht auf uns – Was tun? Teil 1

Die Zeit zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr ist sowohl für das Kind als auch für die Eltern eine der herausforderndsten. Das «eigene Ich» und somit der Wille zur Autonomie erwacht. Das Kind spürt seine Bedürfnisse und stösst immer wieder an Grenzen. In dieser Phase sind die Eltern oft stark gefordert.

Warum tun Kinder manchmal nicht, was die Erwachsenen von ihnen verlangen?

Kleinkinder lieben es, Neues zu entdecken und zu untersuchen. Sie wollen zunehmend selber entscheiden können und setzen sich für ihren Willen ein. Oft wiederholen Kinder verbotene Dinge einfach, um zu sehen, was passiert. Reagieren die Eltern jedes Mal auf die gleiche Weise? Was kann das Kind damit auslösen? Häufig müssen sie dieselben Dinge mehrmals ausprobieren, bis sie wirklich realisieren, was sie damit bewirken. Manchmal sehen die Kinder darin auch eine Art Spiel. Sie machen verbotene Dinge allerdings nicht, um die Eltern zu ärgern. Viel mehr wollen sie unabhängiger werden und selbst entscheiden können. Kinder lieben die Aufmerksamkeit der Eltern und Bezugspersonen. Manche Kleinkinder suchen diese so stark, dass sie auch negative Arten der Aufmerksamkeit, wie Schimpfen und Ermahnungen, provozieren können.

Was brauchen Kleinkinder?

Kleinkinder wollen sich ausprobieren. Sie brauchen den Halt, die Sicherheit und die bedingungslose Akzeptanz ihrer Bezugspersonen. Um sich in der Welt orientieren zu können benötigen sie  Klarheit und Konsequenz.

Was können sie tun?

  • Richten Sie ihre Wohnung, soweit möglich, kindgerecht ein. (Zum Beispiel kostbare und gefährliche Gegenstände ausser Reichweite stellen, Konfliktsituationen reduzieren)
  • Beschäftigen Sie ihr Kind

Beschäftigte Kinder haben weniger Gelegenheit und weniger Anreiz, verbotene Dinge zu tun. Spielen Sie mit ihrem Kind und bieten Sie ihm unterschiedliche Gegenstände zum freien Spiel an. Dies können auch ganz einfache Alltagsgegenstände sein. Insbesondere Bewegung im Freien ermuntert zu neuen Taten.

Weitere Handlungsmöglichkeiten erfahren Sie im nächsten Beitrag. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sie dann erneut zu unserer Leserschaft zählen dürften.

Information

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Die Mütter-und Väterberaterinnen helfen Ihnen gerne weiter. Wir beraten Sie telefonisch, per E-Mail oder an einer Beratungsstelle in ihrer Nähe.

 

By |2018-05-17T09:55:55+00:00Mittwoch, 23. Mai 2018|