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Unser Baby schreit – Was können wir tun?

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Unser Baby schreit – Was können wir tun?

Die ersten Monate nach der Geburt stellen für viele Eltern eine Herausforderung dar. Nachdem viele Neugeborene in den ersten Wochen praktisch nur trinken und schlafen, kann es sein, dass sie nun zunehmend unruhiger werden. Das Kind ist wacher, aufmerksamer und beginnt, seine Umgebung und deren Reize immer intensiver wahrzunehmen. Während dies einigen Kindern leichter fällt, werden andere regelrecht davon überflutet. Dem Säugling bleibt in dieser Situation nichts anderes übrig, als zu schreien, denn anders kann er sich nicht ausdrücken. Was können sie als Eltern tun, um diese schwierige Phase auszuhalten? Wie können sie dem Kind in dieser Situation helfen?

  • Der wohl wichtigste Punkt: Sie sind keine schlechten Eltern! Das Schreien ihres Säuglings bedeutet nicht, dass sie etwas falsch machen. Ihr Kind kann sich einfach noch nicht anders ausdrücken.
  • Versuchen sie möglichst ruhig zu bleiben. Auch wenn das in dieser Situation sehr schwierig erscheint: Ein sanftes Vorgehen, ohne Hektik, hilft dem Kind dabei, sich zu beruhigen.
  • Geben sie ihrem Kind so viel Nähe wie es braucht und sie ihm geben können. Die Angst, es in dieser sensiblen Phase zu verwöhnen ist völlig unbegründet.
  • Sorgen sie für eine reizarme Umgebung. Für einige Kinder kann bereits ein laufendes Radio zu viel sein. Ein heftiges Schaukeln oder ein ständiger Wechsel der Position kann eine Überreizung steigern. Die meisten Kinder beruhigen sich langfristig besser, wenn sie –  nahe am Körper – ruhig gehalten werden. Wählen sie eine Beruhigungsstrategie, bei der auch ihnen wohl ist, und behalten sie diese bei.
  • Ein regelmässiger Tagesablauf mit immer ähnlichen Abläufen vermittelt dem Kind Sicherheit.
  • Um Übermüdungen zu vermeiden macht es Sinn, die Kinder bei den ersten Müdigkeitszeichen in den Schlaf zu begleiten. Im frühen Säuglingsalter ist dies in der Regel nach ein bis eineinhalb Stunden der Fall.
  • Kritische Schreiphasen, wie sie vor allem abends vorkommen, können anfangs mit einem Spaziergang im Kinderwagen oder Tragetuch überbrückt werden.
  • Ein schreiendes Kind bedeutet auch, sich als Eltern gegenseitig zu entlasten. Nehmen sie Unterstützung aus ihrem Umfeld an damit sie sich etwas erholen und neue Kraft tanken können.
  • Wenn sie nicht mehr können: Legen sie das Kind an einen sicheren Ort, schliessen sie die Türe und Atmen sie tief durch. Gehen sie erst wieder zu ihrem Kind wenn sie sich dazu bereit fühlen.
  • Im Notfall können sie sich jederzeit beim Elternnotruf (Telefon 0848 35 45 55) oder auf der Notfallaufnahme im Kinderspital melden.
  • Ein kleiner Lichtblick: Nach wenigen Wochen ist der Spuk meist vorüber und ruhigere Zeiten kehren ein.

In unserer Broschüre «Gestuftes Beruhigen» finden sie eine Anleitung zum möglichen, schrittweisen Vorgehen beim Trösten.

Broschüre «Gestuftes Beruhigen» herunterladen
 

By |2018-03-08T08:33:09+00:00Mittwoch, 14. März 2018|