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Sextortion – Erpressung im Internet

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Sextortion – Erpressung im Internet

Cyberkriminelle geben sich als vermeintliche neue Bekanntschaft aus, um an Geld oder andere Gefälligkeiten zu gelangen. Die häufig organisierte Täterschaft nimmt über soziale Netzwerke oder Datingplattformen Kontakt auf und zeigt vermeintliches Interesse am Opfer und fordert intime Bilder oder Videos. Einmal geschickt, kommt prompt die Erpressung: Wenn nicht gezahlt werde, lande das Material bei den Bekannten oder Arbeitgebern.

Der Ausdruck „Sextortion“ setzt sich zusammen aus dem Wort „Sex“ und dem englischen Wort für Erpressung „extortion“. Die Erpressung mit intimen Bildern ist auch in der Schweiz keine Seltenheit: 161 Meldungen erhielt fedpol im vergangenen Jahr von Opfern von Sextortion. Die Dunkelziffer dürfte bei diesem Delikt jedoch viel höher liegen, weil sich viele Opfer schämen, die Erpressung zu melden.

Das muss nicht sein: Sexuelle Nötigung und Erpressung im Internet sind Verbrechen. Die Täter werden verfolgt und bestraft. Besondere Vorsicht ist bei Jugendlichen und Kindern geboten: Denn nicht wenige Pädokriminelle spielen den Gleichaltrigen, um so an kinderpornografisches Material zu gelangen.

Die europäische Polizeibehörde Europol veröffentlicht neu einen Videofilm, der eindrücklich zeigt, wie die Täter in zwei unterschiedlichen Fällen zunächst Vertrauen aufbauen und schliesslich die Opfer mit ihren intimen Bildern schamlos erpressen und bedrohen.

Was tun bei Sextortion?

Machen Sie sich immer wieder bewusst: Leute sind möglicherweise nicht die, für die sie sich im Internet ausgeben. Wenn Sie Opfer von Sextortion werden, brechen Sie den Chat ab und teilen Sie nichts mehr. Und ganz wichtig, auch wenn die Täter versprechen, alles sei damit geregelt: Zahlen Sie kein Geld!

Suchen Sie stattdessen Hilfe. Speichern Sie die Textnachrichten und Screenshots, um damit der Polizei bei der Arbeit zu helfen. Erstatten Sie Anzeige bei der nächsten Kantons- oder Stadtpolizei.

Ausführlichere Informationen

Die komplette Medienmitteilung und weitere Informationen zum Sextortion finden Sie beim Bundesamt für Poliziei fedpol.

Medienmitteilung von fedpol lesen

Bildquelle: Ausschnitt aus Film Say No! – A campaign against online sexual coercion and extortion of children

 

By |2018-06-19T13:38:08+00:00Montag, 18. Juni 2018|