Regeln, Grenzen, Strafe (Teil 2)

17. Mai 2021

Kinder brauchen Regeln und Grenzen. Sie erfahren so ein Gefühl der sozialen Zugehörigkeit und können ihre Rolle in der Familie oder auch einer anderen Gruppe finden. Es gehört dazu, dass Kinder ihre Grenzen austesten oder überschreiten! Grenzerfahrungen und Grenzüberschreitungen gehören zu einer normalen Entwicklung.

Diese Grenzüberschreitungen sind eine Herausforderung für uns Eltern. Die Kinder wollen uns damit nicht «eins auswischen» oder uns gar bösartig ärgern. Sie drücken damit viel mehr ihr Bedürfnis nach Sicherheit  und Geborgenheit aus.  

Es ist wichtig für Kinder, dass wir als Eltern auf Grenzüberschreitungen angemessen reagieren und handeln.

Kinder lernen so, wann etwas erlaubt ist und wann nicht. Sie lernen ebenfalls für ihr Handeln Verantwortung zu übernehmen.

Folgende Tipps können Ihnen dabei helfen:

  • Leben Sie den Kindern Regeln und gewünschtes/richtiges Verhalten vor. Kinder lernen durch Nachahmung.
  • Erklären Sie ihrem Kind, wie die «Welt» funktioniert. Sie helfen ihm damit, sich darin zurecht zu finden.
  • Geben Sie klare, knappe und verständliche Anweisungen, wenn sie etwas möchten. Verzichten Sie in diesem Moment auf Erklärungen.
  • Geben Sie ihrem Kind eine Wahlmöglichkeit, z. B wenn Sie wollen, dass ihr Kind den Schlafanzug anzieht, soll das Kind wählen können, ob es ihn vor oder nach dem Zähne putzen anziehen möchte.
  • Eine Grenzüberschreitung hat Folgen, welche konsequent, aber liebevoll umgesetzt werden müssen. Trödelt das Kind zum Beispiel zum wiederholten Male beim Zähne putzen am Abend, erklären Sie ihm die entsprechende Konsequenz; die Zeit reicht leider nur noch für eine Seite der Gute-Nachtgeschichte. Das heisst, die Konsequenz hat mit der «Grenzüberschreitung» zu tun.
  • Geben Sie ihrem Kind immer eine Chance, sein Verhalten zu korrigieren.
  • Freuen Sie sich über «gelungenes» Verhalten und sagen Sie es ihrem Kind auch.
  • Kritisieren Sie das Verhalten des Kindes, nicht aber das Kind! Es ist genau richtig, wie es ist!

Bei Fragen sind wir von der Mütter- und Väterberatung gerne für Sie da.


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