Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme 2018

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Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme 2018

«Dreimal täglich – wenn Alkohol zum Medikament wird», diese Aussage animiert drei Organisationen am Nationalen Aktionstag Alkoholprobleme am 24.05.2018 in Frauenfeld zur Zusammenarbeit. Wie es sich mit 0.8 Promille im Blut anfühlt kann persönlich getestet werden.

Am Donnerstag, 24. Mai 2018 findet schweizweit der Nationale Aktionstag Alkoholprobleme statt. Das diesjährige Motto: «Dreimal täglich – wenn Alkohol zum Medikament wird» hat drei Thurgauer Institutionen, welche sich mit der Suchtthematik beschäftigen bewegt, eine gemeinsame Aktion durchzuführen. Dieses Zusammenwirken spiegelt die Wichtigkeit der Alkoholthematik wider.

Auf Initiative des Schloss Herdern treten das Blaue Kreuz und die Perspektive Thurgau am Donnerstag, 24. Mai 2018 in Frauenfeld zusammen mit Marktständen und einer Flyerkampagne in Aktion. Die drei Fachorganisationen informieren vor Ort darüber, dass Menschen mit bestimmten Erkrankungen ein erhöhtes Risiko für Alkoholprobleme haben. In der Zeit von 12:00 – 14:00 Uhr treten Fachpersonen aus der Beratung und Arbeit mit suchtmittelabhängigen Personen mit der Bevölkerung am Maitlibrunnen, im Coop Schlosspark und dem Bahnhof Frauenfeld in Kontakt.

Am Maitlibrunnen sind Rauschbrillen im Einsatz, welche eine Alkoholrauschsimulation bewirken. Auf anschauliche Weise werden einem in nüchternem Zustand Risiken und Gefahren verdeutlicht, wie sich Alkoholkonsum auf den Körper auswirkt. Eine Erfahrung mit nachhaltigem Eindruck. Im Coop Schlosspark wird zur Traubensaft Degustation eingeladen und das gemeinsame Gespräch gesucht. Am Bahnhof werden die Passanten über das Verteilen von Broschüren und Traubenzucker auf die Problematik aufmerksam gemacht.

Die vielfältigen Angebote des Blauen Kreuzes können bei Abhängigkeit eine wichtige Unterstützung sein. Neben dem Hauptschwerpunkt der thematischen Fachberatung sowie den Gesprächsgruppen für Betroffene und Angehörige bieten sich mit alkoholfreien Treffpunkten in Weinfelden weitere Möglichkeiten an, wie der Ausstieg aus der Alkoholabhängigkeit gemeistert werden kann. Dabei ist das vernetzte Arbeiten mit weiteren fachspezifischen Institutionen und Partnern von existentieller Wichtigkeit.

In Schloss Herdern leben und arbeiten zwischen 80 und 100 Männer und Frauen. Die Institution besitzt eine vielseitige Tagesstruktur, so umfasst sie die Betriebe Industrie, Schreinerei, Gärtnerei, Landwirtschaft, Forst, Käserei, Genuss Handwerk, Schlossladen, Kreativatelier und Hauswirtschaft. In die Wohn-, Arbeits- oder Beschäftigungsstätte werden vor allem Menschen mit einer psychischen Behinderung, oft in Kombination mit einer Alkoholabhängigkeit aufgenommen.

Die Suchtberatung der Perspektive Thurgau bietet umfassende Beratungsdienstleistungen im Bereich «Sucht und Substanzmissbrauch» im Kanton Thurgau an. Beratungsgespräche unterstehen der Schweigepflicht und sind kostenfrei (Dienstleistungen zur Wiedererlangung des Führerausweises mit Kostenbeteiligung). Die Perspektive Thurgau wird durch den Kanton und die Thurgauer Gemeinden getragen.

 

By | 2018-05-08T17:15:41+00:00 Dienstag, 8. Mai 2018|