Milchprodukte im Säuglings- und Kleinkindalter

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Milchprodukte im Säuglings- und Kleinkindalter

Der Umgang mit Milchprodukten ist ein sehr häufiges Thema im Beratungsalltag der Mütter- und Väterberatung. Ab wann darf das Kind Kuhmilch trinken und Milchprodukte zu sich nehmen? Welche Mengen benötigt das Kind für ein gesundes Wachstum? Gibt es Grenzwerte nach oben? Dieser Beitrag soll einige Fragen zu diesem Thema klären.

Naturjoghurt kann ab dem 7. Lebensmonat in kleinen Mengen (wenige Kaffeelöffel voll) gefüttert werden. Wenn dieses gut vertragen wird, kann wenig Kuhmilch zum Anrühren des Getreidebreis verwendet werden.

Kuhmilch als Getränk  wird erst nach dem ersten Lebensjahr empfohlen. Ebenso Frischkäse, Quark und Käse. Diese Produkte sind wegen ihrem erhöhten Proteinanteil und teilweise wegen ihrem Salzgehalt im ersten Lebensjahr nicht geeignet.

Ab dem 13. Lebensmonat empfiehlt die schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) 3 Portionen Milchprodukte pro Tag.

Eine Portion entspricht 100 ml Milch, 100g Naturjoghurt, 15g Hart- oder 30g Weichkäse.

Wenn in diesem Alter noch gestillt wird, verringert sich die empfohlene Menge um eine bis zwei Portionen Milchprodukte.

Im Alter von zwei bis drei Jahren werden 3-4 Portionen täglich empfohlen.

In diesem Fall kann die Calciumzufuhr durch calciumreiches, stilles Mineralwasser ergänzt werden. Hierzu eignen sich zum Beispiel Adelbodner, Eptinger und Valser Naturelle.

Quark enthält im Vergleich zum Naturjoghurt deutlich mehr Eiweiss und sollte daher in den ersten Lebensjahren spärlich angeboten werden.

Fruchtjoghurts enthalten meist sehr viel Zucker und wenig Früchte. Sie werden besser als Süssigkeiten betrachtet. Ein Naturjoghurt, mit frischen Früchten gemischt, eignet sich hingegen sehr gut als Frühstück oder Zwischenmahlzeit.

Fettreduzierte Produkte wie Magermilch sind für Kleinkinder ungeeignet.

Andere Milchsorten wie zum Beispiel Ziegen-, Mandel-, Reis-, Hafer- und Sojamilchen sind im ersten Lebensjahr ebenfalls ungeeignet und sollten auch danach höchstens in kleinen Mengen angeboten werden.

Information

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Die Mütter-und Väterberaterinnen helfen Ihnen gerne weiter. Wir beraten Sie telefonisch, per E-Mail oder an einer Beratungsstelle in ihrer Nähe.

 

By | 2018-04-25T06:59:11+00:00 Mittwoch, 25. April 2018|