Bald geht’s in den Kindergarten

13. Juli 2022

Mitte August ist es wieder soweit, für viele Kinder steht der Eintritt in den Kindergarten an. Viele Kinder können es kaum erwarten, dahin zu gehen. Es gibt aber auch Kinder, die sich kaum äussern und sehr zurückhaltend sind. Auf die Frage «Freust du dich uf dä Chindsgi?» zucken sie oft nur mit den Schultern und geben kaum eine Antwort.

Es scheint, dass diese Kinder, trotz Besuchsmorgen im Kindergarten unsicher sind und nicht wissen, was sie erwartet. Diese Situation scheint vergleichbar mit Erwachsenen, die eine neue Stelle antreten und auf viel Neues und Unbekanntes stossen werden und sich im Vorfeld auch Gedanken machen, wie es wohl werden wird!

Um dieser Unsicherheit entgegenzuwirken, müssen positive «Bilder» rund um den Kindergarten erschaffen werden.

Wie kann ich mein Kind unterstützen?

  • Gehen Sie mit ihrem Kind den Weg zum Kindergarten ab und schauen Sie, wie lange man etwa braucht.
    Erklären Sie Ihrem Kind, dass Sie es zu Beginn begleiten, oder dass noch weitere Kinder den Weg laufen werden.
  • Nehmen Sie Bezug auf den Besuch im Kindergarten. An was Sie sich noch erinnern können, wie die Spielecke, der Garderobenbereich oder der Aussenbereich usw. ausgesehen hat.
    Erinnert sich ihr Kind auch an etwas, was ihm gefallen hat?
  • Beziehen Sie sich auf die Dinge, die ihr Kind erwähnt, wie z. B Spielsachen, die Kindergartenlehrperson, die Spielgeräte im Garten usw. So bleiben Sie im Austausch mit ihrem Kind.
  • Wenn es ihr Kind beschäftigt, wiederholen Sie ihm nochmals, wie der Ablauf ist mit Ankommen, Thema in der Runde besprechen, freies Spielen etc.
  • Überlegen Sie gemeinsam, was man dann als Znüni einpacken und mitnehmen kann.
  • Besorgen Sie zusammen mit ihrem Kind ein «neues» Znüniböxli und eine «neue» Trinkflasche. Natürlich gehört auch ein kleiner Rucksack oder eine Umhängetasche dazu.
  • Zeigen Sie ihrem Kind an einer Uhr mit grossen Zeigern, wann der Kindergarten beginnt und wann es sich auf den Weg machen muss. Ihr Kind kann so sehen wie sich der Zeiger «auf den Weg macht». Es kann immer wieder schauen, wo der Zeiger steht
  • Achten Sie aber darauf, dass das Thema auch einmal ruhen darf und man sich mit anderen Dingen wie zum Beispiel den «Sommer» beschäftigt.

Lassen Sie ihr Kind spüren, dass Sie es gut begleiten auf diesem neuen, grossen Schritt.

Information
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