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Beitrag auf TOP ONLINE: «Jugendliche Kiffer brauchen Hilfe, keine Bussen»

By | 2018-07-03T16:32:18+00:00 Dienstag, 3. Juli 2018|

Erschienen am 28. Juni 2018 auf TOP ONLINE:

«Jugendliche Kiffer brauchen Hilfe, keine Bussen»

Ein 16-Jähriger aus Winterthur wird zum landesweiten Präzedenzfall: Dürfen Jugendliche – gleich wie Erwachsene auch – kleine Mengen Cannabis zum Eigenkonsum besitzen? Darüber entscheidet das Bundesgericht. Suchtexperten pochen auf eine Liberalisierung.

29.06.2018 / 11:52 / von: sfa

Ein 16-jähriger Winterthurer hatte genau 1,4 Gramm Cannabis bei sich, als die Polizei ihn erwischte – das reicht knapp für drei Joints. Der Cannabis-Konsum ist in der Schweiz zwar verboten – wer bis zu 10 Gramm Cannabis für den Eigenkonsum mit sich führt, bleibt aber ausdrücklich straffrei.

Fragt sich nur: Gilt diese Regel auch für Jugendliche? Das Zürcher Obergericht findet: Ja. Es hat den Jugendlichen aus Winterthur freigesprochen. Die Jugendanwaltschaft ist allerdings nicht einverstanden und zieht den Fall ans Bundesgericht weiter.

Suchtexperten beurteilen den Fall gegenüber RADIO TOP:

Regine Rust, Leiterin der Suchtfachstelle St.Gallen, würde es begrüssen, wenn der junge Mann freigesprochen wird: «Strafen alleine haben nur eine kurze Wirkdauer. Im ersten Moment sind die Jugendlichen zwar erschrocken. Aber eine Busse ist schnell bezahlt – das ist kaum nachhaltig.»

Nachhaltiger wäre es, wenn Jugendliche gemeinsam mit ihren Eltern eine obligatorische Suchtberatung besuchen müssen, wenn sie mit Cannabis erwischt werden, findet Regine Rust. Cannabis-Konsum soll Konsequenzen haben – aber diese Konsequenzen sollen keine Strafen sein, sondern Unterstützung.

Kiffen dürfe aber auch nicht verharmlost werden. Ein 16-Jähriger, der kifft, sei eben doch etwas anderes als ein 20-Jähriger, findet Marc Eberhart, Suchtberater bei der Perspektive Thurgau: «Ein 16-Jähriger befindet sich vielleicht gerade auf der Lehrstellensuche, das ist eine fragile Phase. Und auch körperlich und hormonell finden in diesem Alter viele Veränderungen statt – das beeinflusst die Wirkung von Cannabis.»

Deshalb müsse der Jugendschutz verbessert werden, fordern Suchtberater. Das funktioniert aber nicht über Bussen oder Einträge im Jugendstrafregister, sondern über Aufklärungskampagnen und Suchtberatungen.

Wann das Bundesgericht über den Präzedenzfall des Winterthurer Jugendlichen entscheidet, ist noch nicht bekannt.

«Dreimal täglich – wenn Alkohol zum Medikament wird»

By | 2018-07-05T08:08:51+00:00 Donnerstag, 5. Juli 2018|

Was haben Kantischülerinnen, ein Optiker, eine katholische Nonne und ein deutsches Rentnerpaar gemeinsam? Sie haben am 24. Mai 2018 den Stand zum Nationalen Aktionstag Alkoholprobleme am Maitlibrunnen in der Frauenfelder Altstadt besucht.

Je eine Vertreterin der Institutionen Schloss Herdern, Blaues Kreuz und Perspektive Thurgau haben am Stand über das Thema Alkohol informiert, ihre Angebote vorgestellt und Informations- und Werbematerial mitgegeben.

Auch am Bahnhof wurden Flyer zum Thema verteilt und im Coop-Centrum Schlosspark konnten alkoholfreie Traubensäfte aus der Region degustiert werden.

Informationen

Haben Sie Fragen zur Suchtberatung der Perspektive Thurgau? Wir freuen uns darüber, wenn Sie uns diese stellen.

Rufen Sie von Montag bis Freitag unter 071 626 02 02 an oder nutzen Sie unsere E-Mail-Beratung.
Telefonzeiten: 08:30 und 12:00 Uhr und 13:30 bis 17:00 Uhr

Suchtberatung bieten wir im Kanton Thurgau an sechs Standorten an.

1. Münsterlinger Tagung Suchttherapie

By | 2018-07-03T08:18:37+00:00 Donnerstag, 28. Juni 2018|

Die Suchtberatung der Perspektive Thurgau war am 15. Juni 2018 von der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen eingeladen, mit einem Stand auf ihr Angebot aufmerksam zu machen. Es ergaben sich einige spannende Austauschgespräche im Rahmen dieser Veranstaltung.

Eine gute Möglichkeit, um sich mit anderen in der Suchtarbeit Tätigen vernetzen zu können. Ganz nach dem Motto der Tagung «Interprofessionelle Kompetenzen in der Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen», anhand dessen aufgezeigt wurde, dass nur ein Miteinander die häufig komplexe Arbeit mit unserem Klientel zum Erfolg führt.

Wir freuen uns auf eine hoffentlich stattfindende Fortsetzung der Tagungen in Münsterlingen und gratulieren ganz herzlich zur inspirierenden Premierenveranstaltung.

Dirk Rohweder, Bereichsleiter Suchtberatung

Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme 2018

By | 2018-05-08T17:15:41+00:00 Dienstag, 8. Mai 2018|

«Dreimal täglich – wenn Alkohol zum Medikament wird», diese Aussage animiert drei Organisationen am Nationalen Aktionstag Alkoholprobleme am 24.05.2018 in Frauenfeld zur Zusammenarbeit. Wie es sich mit 0.8 Promille im Blut anfühlt kann persönlich getestet werden.

Am Donnerstag, 24. Mai 2018 findet schweizweit der Nationale Aktionstag Alkoholprobleme statt. Das diesjährige Motto: «Dreimal täglich – wenn Alkohol zum Medikament wird» hat drei Thurgauer Institutionen, welche sich mit der Suchtthematik beschäftigen bewegt, eine gemeinsame Aktion durchzuführen. Dieses Zusammenwirken spiegelt die Wichtigkeit der Alkoholthematik wider.

Auf Initiative des Schloss Herdern treten das Blaue Kreuz und die Perspektive Thurgau am Donnerstag, 24. Mai 2018 in Frauenfeld zusammen mit Marktständen und einer Flyerkampagne in Aktion. Die drei Fachorganisationen informieren vor Ort darüber, dass Menschen mit bestimmten Erkrankungen ein erhöhtes Risiko für Alkoholprobleme haben. In der Zeit von 12:00 – 14:00 Uhr treten Fachpersonen aus der Beratung und Arbeit mit suchtmittelabhängigen Personen mit der Bevölkerung am Maitlibrunnen, im Coop Schlosspark und dem Bahnhof Frauenfeld in Kontakt.

Am Maitlibrunnen sind Rauschbrillen im Einsatz, welche eine Alkoholrauschsimulation bewirken. Auf anschauliche Weise werden einem in nüchternem Zustand Risiken und Gefahren verdeutlicht, wie sich Alkoholkonsum auf den Körper auswirkt. Eine Erfahrung mit nachhaltigem Eindruck. Im Coop Schlosspark wird zur Traubensaft Degustation eingeladen und das gemeinsame Gespräch gesucht. Am Bahnhof werden die Passanten über das Verteilen von Broschüren und Traubenzucker auf die Problematik aufmerksam gemacht.

Die vielfältigen Angebote des Blauen Kreuzes können bei Abhängigkeit eine wichtige Unterstützung sein. Neben dem Hauptschwerpunkt der thematischen Fachberatung sowie den Gesprächsgruppen für Betroffene und Angehörige bieten sich mit alkoholfreien Treffpunkten in Weinfelden weitere Möglichkeiten an, wie der Ausstieg aus der Alkoholabhängigkeit gemeistert werden kann. Dabei ist das vernetzte Arbeiten mit weiteren fachspezifischen Institutionen und Partnern von existentieller Wichtigkeit.

In Schloss Herdern leben und arbeiten zwischen 80 und 100 Männer und Frauen. Die Institution besitzt eine vielseitige Tagesstruktur, so umfasst sie die Betriebe Industrie, Schreinerei, Gärtnerei, Landwirtschaft, Forst, Käserei, Genuss Handwerk, Schlossladen, Kreativatelier und Hauswirtschaft. In die Wohn-, Arbeits- oder Beschäftigungsstätte werden vor allem Menschen mit einer psychischen Behinderung, oft in Kombination mit einer Alkoholabhängigkeit aufgenommen.

Die Suchtberatung der Perspektive Thurgau bietet umfassende Beratungsdienstleistungen im Bereich «Sucht und Substanzmissbrauch» im Kanton Thurgau an. Beratungsgespräche unterstehen der Schweigepflicht und sind kostenfrei (Dienstleistungen zur Wiedererlangung des Führerausweises mit Kostenbeteiligung). Die Perspektive Thurgau wird durch den Kanton und die Thurgauer Gemeinden getragen.

Fast jeder fünfte Schweizer gibt an, alkoholisiert Auto zu fahren.

By | 2016-08-15T11:15:23+00:00 Montag, 15. August 2016|

Jährlich publiziert die Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu den Statusreport, die Statistik der Nichtberufsunfälle und des Sicherheitsniveaus in der Schweiz. Erstmals sind im Rahmen eines internationalen Projekts auch Vergleiche mit 17 europäischen Ländern möglich.

In vielen Bereichen schneidet die Schweiz gut ab. Verbesserungspotenzial gibt es jedoch beim Thema Alkohol im Strassenverkehr.

Schweizer Autofahrende verhalten sich grossmehrheitlich ähnlich wie ihre europäischen Nachbarn: So ist beispielsweise der Anteil derer, die im letzten Jahr am Steuer telefoniert haben, gleich gross wie in den andern Ländern Europas. Während die selbst deklarierte Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts etwas tiefer ausfällt, ist der Schweizer Anteil bei Geschwindigkeitsüberschreitungen ausserorts oder auf Autobahnen im europäischen Vergleich leicht höher.

Deutliche Abweichungen gibt es im Bereich Alkohol im Strassenverkehr. So haben 17 Prozent der befragten Autofahrer angegeben, mindestens einmal in den letzten 30 Tagen mit einem Blutalkoholspiegel über dem gesetzlichen Limit von 0,5 Promille im Strassenverkehr unterwegs gewesen zu sein. Im europäischen Vergleich ist das der dritthöchste Wert. Nur Belgien (18 %) und Frankreich (22 %) liegen höher – Durchschnitt in Europa: 12%.

Ausserdem zeigt die ESRA-Befragung, dass Massnahmen gegen Alkohol am Steuer, z. B. 0,0 Promille für alle Lenkenden, von Schweizern weit weniger unterstützt werden als im europäischen Durchschnitt.

Medienmitteilung bfu

Statusreport 2016

 

Substanzkonsum der Jugendlichen: Eltern können auch bei Teenagern Einfluss nehmen

By | 2018-01-23T08:38:40+00:00 Samstag, 9. Dezember 2017|

Eine neue systematische Literaturanalyse von Sucht Schweiz zeigt auf, dass Eltern einen entscheidenden Einfluss auf den Substanzkonsum ihrer 10- bis 18-jährigen Jugendlichen haben können. Zentrale Einflussfaktoren sind das Interesse der Eltern am Freizeitverhalten der Teenager, nachvollziehbare und durchgesetzte Regeln und das regelmässige, vertrauensvolle Gespräch.

In ihrer vor kurzem veröffentlichten Übersichtsarbeit haben Sandra und Emmanuel Kuntsche, Forschende bei Sucht Schweiz, die existierenden Studien zu Programmen und Projekten elterlicher Suchtprävention systematisch ausgewertet. Die Programme mit dem grössten Erfolg, den Einstieg der Jugendlichen in den Substanzkonsum (Alkohol, Tabak und Cannabis) zu verzögern oder den Konsum zu mindern, unterstützen und sensibilisieren die Eltern in Bezug auf folgende Faktoren:

  • Stellenwert der Erziehung: Auch und gerade in der Pubertät ihrer Kinder mit all ihren Herausforderungen wissen die Eltern um die Bedeutung ihrer Erziehungsaufgaben und um ihre wichtige Rolle für die Suchtprävention.
  • Monitoring bzw. das Wissen um die Aktivitäten der Jugendlichen: Die Eltern interessieren sich dafür, was ihre Kinder in der Freizeit tun, wo und mit wem sie ihre Zeit verbringen.
  • Vertrauen und Gesprächskultur: Die Eltern engagieren sich für ein vertrauensvolles Klima, in dem sich die Kinder den Eltern gegenüber öffnen können. Zugleich ist insbesondere mit älteren Jugendlichen ausreichend Zeit für gemeinsame Gespräche wichtig.
  • Regelsetzung: Die Eltern setzen altersgerechte und nachvollziehbare Regeln auch bezüglich Substanzgebrauch und setzen sie in der Folge konsequent durch. Vor allem mit älteren Jugendlichen können auch gemeinsame Vereinbarungen ausgehandelt werden.

Mit der vorliegenden Literaturanalyse wird bestätigt, dass Eltern einen grossen Einfluss auf den Konsumeinstieg und das Konsumverhalten ihrer Jugendlichen haben können. Gerade auch in dieser Lebensphase, in der die Jugendlichen sich gegenüber den Eltern abgrenzen und der Einfluss der Freunde zunimmt, bleiben die Eltern trotzdem ein wichtiger Referenzpunkt.

©Suchtschweiz, weitere Angebote und Infos für Eltern

Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme
Alkohol… Und die Familie?

By | 2017-03-20T17:59:59+00:00 Donnerstag, 12. Mai 2016|

Der nationale Aktionstag Alkoholprobleme am 19. Mai 2016 thematisiert die Situation der Angehörigen von Alkoholkranken. Zu Recht, denn Angehörige sind von den Konsequenzen einer Abhängigkeit als erste betroffen. Sei es als Ehepartner, Kinder oder als Nahestehende im privaten und beruflichen Umfeld. Angehörige leiden meist still, fühlen sich hilflos und ohnmächtig und riskieren dabei selbst krank zu werden.

Die Suchtberatung der Perspektive Thurgau ist gerade auch für Angehörige von Menschen mit Alkoholproblemen da. Schreiben Sie uns eine E-Mail, rufen Sie uns an oder vereinbaren Sie einen Gesprächstermin an einem unserer Standorte: Vertraulich, kostenlos, engagiert und kompetent besprechen wir mit Ihnen Ihre Situation und begleiten Sie auf der Lösungssuche

071 626 02 02, info@perspektive-tg.ch

Mehr zu unseren Angeboten für Bezugspersonen finden Sie unter diesem Link.

Einfache Ratschläge helfen in komplexen Situation mit trinkenden Angehörigen selten wirklich weiter, dennoch an dieser Stelle einige Anregungen, die ein kleines Stück weiterhelfen könnten:

Sucht ist schambesetzt – auch für Angehörige. Es ist oft schwierig aus der Isolation herauszutreten und das Gespräch zu suchen und wenn es dann getan wird, ist es nicht einfach, auch verstanden zu werden. Dennoch: Sie sind nicht allein und allein ist es kaum zu schaffen. Der erste Schritt in Richtung einer Verbesserung der Situation ist oft aus der Isolation herauszutreten.

Angehörige sind nicht verantwortlich für den Alkoholkonsum des trinkenden Familienmitgliedes – das heisst aber nicht, dass sie Ihm hilflos ausgeliefert sind.

Wohlgestaltete Ziele helfen weiter zu kommen. Wir empfehlen folgende Zielhierarchie:

  1. Ihre Lebensqualität soll sich verbessern (unabhängig vom Verhalten der trinkenden Person)
  2. Die Qualität der Beziehung soll sich verbessern (unabhängig vom Alkoholkonsum der trinkenden Person)
  3. Der Alkoholkonsum der trinkenden Person soll sich reduzieren. Wenn diese das nicht alleine schafft, soll sie Hilfe annehmen

Auf die Zielerreichung von 1. und 2. haben Sie als Angehörige direkten Einfluss (Selbstwirksamkeit). Die Zielerreichung Nr. 3 können sie (nur) indirekt beeinflussen. Der Erfolg hängt da massgeblich von der trinkenden Person ab und das gelingt oft nicht umfassend: Sucht ist auch eine chronische Erkrankung – Behandelbar, lösbar aber nur bedingt heilbar.

Es gibt verschiedene Strategien im Zusammenleben mit Alkoholkranken.
Jede dieser Strategien hat Vor- und Nachteile und passt mehr oder weniger zu Ihnen
Es gibt nicht die richtige Strategie aber es gibt erfolgreicherer und weniger erfolgreiche Strategien und sicher auch eine, die zu Ihnen passt.
Wir begleiten Sie gerne auf der Sucht nach einem für Sie stimmigen Weg.

Sucht Schweiz als externer Partner der Perspektive Thurgau Suchtberatung stellt hilfreiche Broschüren zur Verfügung und hat Kurzfilme zum Thema produziert, die wir Ihnen an dieser Stelle gerne zugänglich machen:

Informationen für Partner/Partnerinnen von Menschen mit Alkoholproblem

Informationen für Nahestehende von Menschen mit Alkoholproblem

Kurzfilme zur Situation von Nahestehenden

Schweizer Suchtpanaorama 2016

By | 2016-02-15T10:21:45+00:00 Montag, 15. Februar 2016|

Welches sind die aktuellen Konsumtrends bei Alkohol, Tabak und illegalen Drogen in der Schweiz? Welche Probleme manifestieren sich beim Geldspiel und Internetgebrauch?
Das jährlich erscheinende Schweizer Suchtpanorama nimmt sich dieser und weiterer Fragen an, liefert neuste Fakten und Zahlen, stellt Zusammenhänge her und kommentiert. Die Darstellung der einzelnen Bereiche mündet in eine übergreifende Medienmitteilung, ein Fazit, das auch die Rolle der Politik kritisch anspricht.

Suchtprobleme: Mitverantwortung statt nur Eigenverantwortung
Noch immer raucht jede vierte Person in der Schweiz, gut jede fünfte trinkt zu viel oder zu oft Alkohol, und 3% der Bevölkerung haben im letzten Monat Cannabis konsumiert. In der Gesamtbevölkerung hat sich das Konsumverhalten nicht wesentlich verändert. Anders bei jungen Menschen: Hier zeichnen sich gegenläufige Entwicklungen ab. Mit dem Suchtpanorama 2016 veröffentlicht Sucht Schweiz zum zweiten Mal Analysen für die Bereiche Alkohol, Tabak, illegale Drogen, Geldspiel und neu zum Internetkonsum. Mit jährlich mehr als 11’000 Todesfällen und 10 Milliarden Franken Folgekosten fordern Suchtprobleme die ganze Gesellschaft. Nicht nur das Individuum, sondern auch der Staat und die Wirtschaft tragen Verantwortung – eine nicht selbstverständliche Sichtweise, wie der Blick auf die suchtpolitischen Entwicklungen zeigt.

Mediendossier:
Es umfasst neben dem untenstehenden Communiqué fünf vertiefende Analysen mit den aktuellsten Daten zu den Bereichen Alkohol, Tabak, illegale Drogen, Internetgebrauch und Glücksspiele.

Zum Dossier

©suchtschweiz.ch

Raucher werden früher zahnlos

By | 2015-09-21T09:52:35+00:00 Montag, 21. September 2015|

Risiko für vorzeitigen Zahnverlust steigt mit Zigarettenmenge

Zahnlos dank Glimmständel: Rauchen schadet nicht nur der Lunge, sondern auch den Zähnen. Denn wer raucht, hat ein rund dreifach höheres Risiko, seine Zähne vorzeitig zu verlieren, wie eine Langzeitstudie nun belegt. Dabei steigt das Risiko für Zahnverlust umso stärker, je mehr ein Mensch raucht. Der Grund für diesen negativen Effekt: Rauchen fördert Parodontitis und das wiederum führt unbehandelt zum Ausfallen der Zähne.

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Quelle: scinexx.de

Bildquelle: FreeImages.com/Silvia Cosimini

Neues Factsheet E-Zigaretten

By | 2015-08-31T08:36:12+00:00 Donnerstag, 27. August 2015|

E-Zigaretten werden von Herstellern oft als wirksame und gefahrenfreie Hilfe für den Tabakentzug umworben. Eine generelle Unschädlichkeit ist wissenschaftlich jedoch nicht erwiesen. Durch die Vielfalt der angebotenen Aromen (Bsp. Gummibärchen, Schokolade) werden Jugendliche gezielt angesprochen und so mit der Konsumform des Rauchens vertraut gemacht. Weil dies Jugendliche wiederum zum Tabakrauchen motivieren kann, müssen E-Zigaretten als mögliche Einstiegsprodukte gesehen werden. Dieses Faktenblatt von Sucht Schweiz enthält die relevanten Informationen.

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Bildquelle: Tony Hegewald  / pixelio.de