Schule Aktuell

Neuer Leitfaden Mobbing für Schulen im Kanton Thurgau

By | 2018-06-18T08:10:49+00:00 Montag, 18. Juni 2018|

Im Rahmen von www.ff-web.ch (Früherkennung und Frühintervention) stehen oft Mobbing und Bullying im Vordergrund. Aus diesem Grund haben wir in Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Gewaltprävention Zürich im 2017 den Mobbing-Leitfaden erarbeitet.

Was ist der Unterschied zwischen Bullying und Mobbing?

Die Fachbegriffe Bullying und Mobbing werden im deutschsprachigen Raum zwar oft synonym verwendet, meinen aber nicht dasselbe. Bullying bezeichnet wiederholte und systematische Grenzverletzungen gegenüber anderen Schülern, oft Schwächeren. Wobei sich die «Schwäche» vor allem auf den sozialen Status und die sozialen Verbindungen bezieht. Bei Mobbing handelt es sich – beim gleichen Phänomen – nicht (mehr) um einen Einzeltäter, sondern die Attacken werden von einer Gruppe von Schülern ausgeübt, verstärkt oder unterstützt.

«Ein Schüler wird viktimisiert, wenn er oder sie wiederholt und über längere Zeit negativen Handlungen eines oder mehrerer anderer Schüler ausgesetzt ist.» (Olweus). Diese Definition deutet darauf hin, dass sowohl Handlungen einzelner Schüler und Schülerinnen als auch Handlungen von Schülergruppen vorkommen.

Was kann der neue Leitfaden?

Das sorgsame und präzise Vorgehen bereitet im Konfliktfall oft Mühe. Der Leitfaden unterstützt hier wirkungsvoll und nimmt Themen auf, wie: Wieso wird gemoppt? Wer wird gemoppt? Warum wird gemoppt? Wie erkennt man Mobbing? Welche Positionen nehmen Schulen, Lehrpersonen, Eltern ein?

Weitere Angebote

Zum Thema Mobbing/Bullying bieten wir auch Referate und Beratungen für Akteure im pädagogischen Umfeld an.

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Sextortion – Erpressung im Internet

By | 2018-06-19T13:38:08+00:00 Montag, 18. Juni 2018|

Cyberkriminelle geben sich als vermeintliche neue Bekanntschaft aus, um an Geld oder andere Gefälligkeiten zu gelangen. Die häufig organisierte Täterschaft nimmt über soziale Netzwerke oder Datingplattformen Kontakt auf und zeigt vermeintliches Interesse am Opfer und fordert intime Bilder oder Videos. Einmal geschickt, kommt prompt die Erpressung: Wenn nicht gezahlt werde, lande das Material bei den Bekannten oder Arbeitgebern.

Der Ausdruck „Sextortion“ setzt sich zusammen aus dem Wort „Sex“ und dem englischen Wort für Erpressung „extortion“. Die Erpressung mit intimen Bildern ist auch in der Schweiz keine Seltenheit: 161 Meldungen erhielt fedpol im vergangenen Jahr von Opfern von Sextortion. Die Dunkelziffer dürfte bei diesem Delikt jedoch viel höher liegen, weil sich viele Opfer schämen, die Erpressung zu melden.

Das muss nicht sein: Sexuelle Nötigung und Erpressung im Internet sind Verbrechen. Die Täter werden verfolgt und bestraft. Besondere Vorsicht ist bei Jugendlichen und Kindern geboten: Denn nicht wenige Pädokriminelle spielen den Gleichaltrigen, um so an kinderpornografisches Material zu gelangen.

Die europäische Polizeibehörde Europol veröffentlicht neu einen Videofilm, der eindrücklich zeigt, wie die Täter in zwei unterschiedlichen Fällen zunächst Vertrauen aufbauen und schliesslich die Opfer mit ihren intimen Bildern schamlos erpressen und bedrohen.

Was tun bei Sextortion?

Machen Sie sich immer wieder bewusst: Leute sind möglicherweise nicht die, für die sie sich im Internet ausgeben. Wenn Sie Opfer von Sextortion werden, brechen Sie den Chat ab und teilen Sie nichts mehr. Und ganz wichtig, auch wenn die Täter versprechen, alles sei damit geregelt: Zahlen Sie kein Geld!

Suchen Sie stattdessen Hilfe. Speichern Sie die Textnachrichten und Screenshots, um damit der Polizei bei der Arbeit zu helfen. Erstatten Sie Anzeige bei der nächsten Kantons- oder Stadtpolizei.

Ausführlichere Informationen

Die komplette Medienmitteilung und weitere Informationen zum Sextortion finden Sie beim Bundesamt für Poliziei fedpol.

Medienmitteilung von fedpol lesen

Bildquelle: Ausschnitt aus Film Say No! – A campaign against online sexual coercion and extortion of children

Plakate und Postkarten der neuen freelance-Kampagne kostenlos bestellbar

By | 2017-07-13T06:31:26+00:00 Montag, 10. Juli 2017|

Die aktuelle «freelance»-Kampagne erscheint nun auch als A2-Poster und A6-Postkarte.

Von den elf neuen Kampagnen-Sujets zu Digitalen Medien stammen drei Ideen aus dem Thurgau. Auch die bisherigen Kampagnen zu den Suchtmitteln Tabak, Alkohol und Cannabis wie auch zu den Themen Sexting, Cybergrooming, Cyberbulling, Onlineglücksspiel, Gamen und Social Media sind weiterhin kostenlos erhältlich. Das Kampagnenmaterial eignet sich gut für die Unterrichtsdiskussion zu den Themen Werbung, Digitalen Medien, Suchtmitteln oder einfach zum Aufhängen im Schulhaus oder Schulzimmer. Die Kampagne entstand aus dem Postercontest, welcher sich an die Sekundarstufe I richtet. Im Thurgau finden Sie die «freelance»-Kampagne in Postautos, auf Plakatwänden und in den Kinos.

Poster oder Karten bestellen

Einsatz für gesunde Schulen

By | 2018-04-12T08:52:01+00:00 Dienstag, 16. Mai 2017|

Ein gutes Schulklima für einen gesunden Lern- und Arbeitsraum schaffen, dies ist das Ziel des kantonalen Netzwerk gesundheitsfördernder und nachhaltiger Schulen Thurgau, kurz Schulnetz21-TG. In der Thurgauer Zeitung vom 29. April 2017 erklärt Yves Grünwald, was das Schulnetz21-TG ist und wie Schulen davon profitieren können.

Zeitungsartikel lesen

«Chasch au grad nackt id Schuel»

By | 2017-04-13T13:35:21+00:00 Donnerstag, 13. April 2017|

Weinfelden, 13. April 2017 –  Thurgauer Oberstufenteams aus Amriswil und Müllheim gewinnen den «freelance-award» 2017. Sie überzeugten mit eindrücklichen Plakatideen zum Thema «Digitale Medien». Jetzt sind die Ideen auf Plakatwänden und Bildschirmen in öffentlichen Verkehrsmitteln im ganzen Kanton zu sehen.

 Ende März 2017 prämierte eine Jury aus Fachpersonen und Jugendlichen beim «freelance-award» die vier besten Plakate. Freuen durften sich drei Oberstufenteams aus Amriswil, Müllheim und Steckborn. Sie erkämpften sich mit ihren Plakaten zu den Themen Sexting, Online-Glücksspielsucht und Smartphone zweimal den ersten und einmal den vierten Rang.

«freelance award» 2017

Bereits zum vierten Mal hat der Wettbewerb des überkantonalen Präventionsprogramms «freelance» stattgefunden. 136 Oberstufenteams aus sechs Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein haben am diesjährigen «freelance-contest» teilgenommen. Aus den eingereichten Arbeiten haben lernende Grafikerinnen und Grafiker elf ausgewählte Ideen weiterentwickelt und professionell als Plakate und Cinémotions umgesetzt. Entstanden sind einprägsame und kreativ umgesetzte Botschaften zu Themen wie Cybermobbing, Sexting, Cybergrooming, Gamen, Social Media, Online-Glücksspiel und Smartphone.

Präventionskampagne im Thurgau

Stefan Christen vom Amt für Gesundheitsvorsorge St. Gallen betonte bei der Preisverleihung die Wichtigkeit von jugendlicher Mithilfe beim Thema Prävention: «Teenager nehmen lieber die Meinung von Gleichaltrigen an, als wohlwollende Tipps von Erwachsenen».

Am 17. April 2017 startet die erste Phase der Präventionskampagne zum Thema «Digitale Medien». Für zwei Wochen sind die diesjährigen Sieger- und weitere Sujets auf Plakatwänden und in öffentlichen Verkehrsmitteln überall im Kanton Thurgau zu sehen.

1. Rang «Sexting»

1. Rang: Plakat von Michelle Dietsche und Sekundarschule Grenzstrasse (Amriswil)

1. Rang «Online-Glücksspielsucht»

1. Rang: Plakat von Joel Sanguani-ni und Sekundarschule Rietwies (Müllheim)

4. Rang «Smartphone»

4. Rang: Plakat von Siriam Drobik und Sekundarschule Steckborn (Steckborn)