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Gesundheitsförderung und Prävention

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Save the date – Tagung «Gesund und Restenlos»

By |2019-04-01T13:32:18+01:00Montag, 1. April 2019|

Das «schulnetz21-tg» und das kantonale Aktionsprogramm «Thurgau bewegt» organisieren die Tagung «Gesund und Restenlos».

Ziel dieser Veranstaltung ist es, Ihnen neue Inputs und Ideen zur gesunden Ernährung und zum Thema Foodwaste zu vermitteln. Es erwarten Sie ein spannendes Referat zum Thema «Essen im Tagesrhythmus unseres Körpers» sowie drei praktische Workshops. Sie erhalten sowohl Tipps für den Unterricht wie auch für die Tagesstruktur (Mittagstisch).

Diese Tagung richtet sich vorwiegend an Fachpersonen der Primar- oder Sekundarstufe I. Sie gilt als Netzwerktreffen für Mitglieder des «schulnetz21-tg».

Tagung «Gesund und Restenlos»

  • Wann: Mittwoch, 4. September 2019, von 13.15 – 16.45 Uhr (ab 12.30 Uhr Mittagessen möglich)

  • Wo: KochLust, am Bach 8, 8512 Thundorf

Das detaillierte Programm sowie die Anmeldemöglichkeiten folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Möchten Sie über den Anmeldestart informiert werden? Dann klicken Sie auf den nachfolgenden Button.

Anmeldelink für Tagung «Gesund und Restenlos» per E-Mail erhalten

Jugendschutz «Checkpoint» im neuen Kleid

By |2019-03-25T13:56:59+01:00Montag, 25. März 2019|

Mit den «Checkpoint»-Jugendschutzmaterialien erhalten Gemeinden, Gastronomiebetriebe und Eventveranstalter Überblick über das Gesetz, dessen Graubereiche und Empfehlungen, wie sich das Verkaufspersonal sicher verhalten kann.

Das Gesetz verbietet den Verkauf sowie die Abgabe von Spirituosen, Aperitifs und Alcopops an unter 18-Jährige. Der Verkauf sowie die Abgabe von Alkohol und Tabakwaren an unter 16-Jährige wird ebenfalls mit einer Busse bestraft. Am Verkaufspunkt ist laut Gesetz ein gut sichtbares Hinweisschild anzubringen, welches auf das Abgabeverbot alkoholischer Getränke an Kinder und Jugendliche hinweist. Die «Checkpoint»-Jugendschutzmaterialien unterstützen seit Jahren Gastronomiebetriebe, Detailhandel und Veranstalter bei der Einhaltung dieser gesetzlichen Bestimmungen vor Ort. Die Gemeinden vollziehen die Bewilligung von Veranstaltungen und sind in der Lage, Massnahmen zum Jugendschutz vorauszusetzen. «Checkpoint» bietet Hilfe.

Der Kanton Thurgau hat zusammen mit den Kantonen Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserhoden, Graubünden und St.Gallen die gemeinsamen Jugendschutzmaterialien überarbeitet und aufgefrischt. Dazu gehören A4-Plakate, Kleber, Informationen für das Verkaufs- und Servicepersonal, eine Checkliste für Festveranstalter sowie verschiedenfarbige Alters-Kontrollbänder. Alle Materialien weisen auf die gesetzlichen Bestimmungen hin.

Die «Checkpoint»-Jugendschutzmaterialien können online und grösstenteils kostenlos bei der Perspektive Thurgau unter www.jugendschutz-tg.ch bezogen werden. Für die Organisatoren von Veranstaltungen ist auf der Webseite auch ein digitaler Altersrechner als Kontrollhilfe aufgeschaltet. Die Perspektive Thurgau steht den Gastronomie- und Detailhandelsbetrieben sowie den Veranstaltern bei Fragen rund um den Jugendschutz zur Seite.

Neuer Leitfaden Mobbing für Schulen im Kanton Thurgau

By |2019-03-21T11:44:22+01:00Donnerstag, 21. März 2019|

Im Rahmen von www.ff-web.ch (Früherkennung und Frühintervention) stehen oft Mobbing und Bullying im Vordergrund. Aus diesem Grund haben wir in Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Gewaltprävention Zürich im 2017 den Mobbing-Leitfaden erarbeitet.

Was ist der Unterschied zwischen Bullying und Mobbing?

Die Fachbegriffe Bullying und Mobbing werden im deutschsprachigen Raum zwar oft synonym verwendet, meinen aber nicht dasselbe. Bullying bezeichnet wiederholte und systematische Grenzverletzungen gegenüber anderen Schülern, oft Schwächeren. Wobei sich die «Schwäche» vor allem auf den sozialen Status und die sozialen Verbindungen bezieht. Bei Mobbing handelt es sich – beim gleichen Phänomen – nicht (mehr) um einen Einzeltäter, sondern die Attacken werden von einer Gruppe von Schülern ausgeübt, verstärkt oder unterstützt.

«Ein Schüler wird viktimisiert, wenn er oder sie wiederholt und über längere Zeit negativen Handlungen eines oder mehrerer anderer Schüler ausgesetzt ist.» (Olweus). Diese Definition deutet darauf hin, dass sowohl Handlungen einzelner Schüler und Schülerinnen als auch Handlungen von Schülergruppen vorkommen.

Was kann der neue Leitfaden?

Das sorgsame und präzise Vorgehen bereitet im Konfliktfall oft Mühe. Der Leitfaden unterstützt hier wirkungsvoll und nimmt Themen auf, wie: Wieso wird gemoppt? Wer wird gemoppt? Warum wird gemoppt? Wie erkennt man Mobbing? Welche Positionen nehmen Schulen, Lehrpersonen, Eltern ein?

Weitere Angebote

Zum Thema Mobbing/Bullying bieten wir auch Referate und Beratungen für Akteure im pädagogischen Umfeld an.

Anfrage senden

Aktionswoche für «Kinder von suchtkranken Eltern»

By |2019-02-21T15:56:26+01:00Freitag, 18. Januar 2019|

In der Schweiz wachsen schätzungsweise 100’000 Kinder mit einem alkoholkranken Elternteil auf, hinzu kommen diejenigen, deren Eltern an einer anderen Sucht leiden. Diese Kinder verschweigen ihre Not aus Loyalität zu den Eltern, sie sind aber oft einsam und leiden massiv unter der Situation.

Mit der erstmals in der Schweiz durchgeführten «Aktionswoche für Kinder von suchtkranken Eltern» soll dieses Tabu gebrochen werden, damit den Kindern geholfen werden kann.

Die Suchtberatung der Perspektive Thurgau sensibilisiert in der Aktionswoche mit Kurzfilmen in Kinos und Spots in Postautos, Bussen und an Tankstellen zum Thema «Kinder aus suchtbelasteten Familien». Lokale Medienvertreter erhalten eine Einladung für ein Mediengespräch, wobei Betroffene von ihren Erfahrungen berichten.  Während der Aktionswoche finden Austauschtreffen mit internen Fachpersonen und externen Vernetzungspartnern statt.

HIV-Test @Home

By |2018-11-28T10:49:29+01:00Montag, 3. Dezember 2018|

Noch anonymer geht es kaum. Innerhalb von zehn Minuten gibt der HIV-Selbsttest zu Hause Gewissheit, ob man sich mit dem HI-Virus angesteckt hat. Dieser einfache Selbsttest hat den Vorteil einer niederschwelligen HIV-Prävention. Die Fachpersonen der Perspektive Thurgau beraten bei Anwendungsfragen und im Umgang mit dem Ergebnis.

Die Gründe, weswegen ein HIV-Test durchgeführt wird, sind sehr unterschiedlich. Einige machen den Test, weil sie in einer neuen Partnerschaft sind und sich vor dem ersten ungeschützten Geschlechtsverkehr testen möchten. Andere wünschen nach ungeschütztem Sex mit einem Gelegenheitskontakt Gewissheit.

HIV-Selbsttest für Zuhause
Seit kurzem gibt es den HIV-Selbsttest für die einfache Anwendung zu Hause. Dieser kann auf der Beratungsstelle in Weinfelden gekauft oder online bestellt werden. Die Angebotsleiterin der HIV/STI[1] Prävention, Laura Spiri, sieht dies als wichtige zusätzliche Möglichkeit der HIV-Prävention. «Ich kann mir vorstellen, dass für einige bereits unser anonymes Testangebot eine grosse Hürde darstellt. Ein HIV-Test, welcher selbständig Zuhause durchgeführt wird, umgeht diese Hemmschwelle.» Frau Spiri hat aufgrund des HIV-Selbsttest keine Bedenken, dass das Testangebot der Fachstelle nicht mehr genutzt wird. Im Gegenteil «Viele schätzen das individuelle Beratungsgespräch, um ihre Fragen mit einer Fachperson zu besprechen.»

Testangebot im Thurgau
Die Perspektive Thurgau berät Personen aus dem Kanton Thurgau zum Thema sexuell übertragbare Infektionen. Auf der anerkannten Teststelle in Weinfelden werden anonyme HIV- und Syphilis-Tests inkl. Beratungen durchgeführt. Im letzten Jahr haben sich 170 Personen bei der Perspektive Thurgau auf HIV und oder Syphilis getestet. Der grösste Teil der Test fällt negativ aus, d.h. HIV/Syphilis wird nicht nachgewiesen. Bei einem positiven Ergebnis werden die Klienten für die Behandlung an Spezialisten weiterverwiesen. Das anonyme Testangebot ist für viele ein Vorteil, weil sie sich so beim Hausarzt oder bei der Krankenkasse nicht rechtfertigen müssen.

[1] STI = sexually transmitted infections; sexuell übertragbare Infektionen

Verkauf HIV-Selbsttest

Der Exacto®-Selbsttest ist ein HIV-Test für die einfache und zuverlässige Anwendung Zuhause und kann frühestens 12 Wochen nach einem Risikokontakt angewendet werden, um ein zuverlässiges Resultat zu erhalten.

Der Exacto®-Selbsttest kann auf der Teststelle in Weinfelden, Schützenstrasse 15 jeweils am Mittwoch, 15:00-18:30 Uhr gekauft oder online bestellt werden.

Kosten
Exacto® HIV-Selbsttest      CHF 25.00 (bei Abholung Barzahlung)
Versandgebühren               +CHF 7.00 (B-Post) / +CHF 9.00 (A-Post)

Manipulation in der Beratung

By |2019-04-02T08:22:00+01:00Dienstag, 20. November 2018|

Das Schulnetz21-TG der Perspektive Thurgau und der Vorstand der Thurgauer Konferenz der Heilpädagogischen Lehrpersonen TKHL haben am 14.11.2018 zur Jahrestagung eingeladen.

Das Thema «Manipulation in der Beratung» stand neben den Themen Nachhaltigkeit und Gesundheitsförderung in der Schule im Zentrum und regt an, mit Humor und Tiefgang einen Aspekt des Schulalltags zu betrachten. Die Teilnehmenden genossen die interaktive und fachwissenschaftlichen Beiträge, angereichert durch Kultur und Kulinarik.

Hier das Interview mit dem Referenten Thomas Brandenberger, diplomierter Arbeits- und Organisations Psychologe FH und die Präsentation.

Wir manipulieren doch alle ein bisschen
Ist es unmoralisch, jemanden im Gespräch zu manipulieren? Manipulation im schulischen Kontext war der Fokus der Netzwerktagung «Schulnetz21-TG» der Perspektive Thurgau, welche zusammen mit der Jahreskonferenz der Thurgauer Heilpädagogischer Lehrpersonen in Aadorf, am 14. November 2018 stattfand.
Yves Grünwald, Perspektive Thurgau

Manipulation ist per Definition die verdeckte Beeinflussung zum eigenen Nutzen. Im schulischen Alltag kann Manipulation durchaus Mittel zum Zweck sein. Doch wann ist sie unmoralisch? Gibt es überhaupt eine vertretbare Anwendung von Manipulation im Umgang mit Schülerinnen und Schülern oder deren Eltern? Thomas Brandenberger, Referent an der Konferenz, hat die Anwendung von Manipulation durchleuchtet.

Herr Brandenberger, wo liegt der Unterschied von Erziehung und Manipulation?
Erziehung hat beinahe immer einen manipulativen Charakter, da es sich faktisch um ein Machtgefälle zwischen einem erwachsenen Menschen und einem Kind handelt. Vielfach will die Erziehende Person das Kind zu etwas veranlassen. So lange es wohlwollend und anregend gemeint ist, kann Manipulation in der Erziehung durchaus etwas Positives sein. Es stellt sich die Frage, mit welchen Anreizen in der Erziehung gearbeitet wird. Ist es zum Beispiel das Ziel durch Belohnung etwas zu erreichen oder durch Bestrafung etwas zu verhindern. Beides ist manipulativ – das Eine positiv, das Andere negativ. So lange achtsam mit dem Kind umgegangen wird, kann Manipulation auch etwas Gutes sein.

Dürfen Lehrpersonen aus Ihrer Sicht manipulieren? Gibt es «gute» Manipulation, weil beispielsweise von einem Entwicklungsmodell für das Kind ausgegangen wird?
Die Frage erübrigt sich, denn wir machen es sowieso. Wenn ich das Kind positiv affirmiere und versuche, es in eine Richtung zu bringen, in dem ich Talente und Potenziale des Kindes sehe, kann man von “guter” Manipulation sprechen. Wichtig ist dabei, dass ich mit ihm offen kommuniziere und erkläre, was auf das Kind zukommt. So könnte man eher von Motivation sprechen, was immer noch eine Manipulation ist, wenn auch eine positive und in der Gesellschaft akzeptierte Form.

Was macht gute Pädagogik aus? Wie sollen schulische Mitarbeitende Kinder und Jugendliche  beraten?
Ich denke, ein wichtiger Punkt ist die Qualität der Beziehungsgestaltung. Wir alle sind emotionale Wesen. Je nachdem wie es mir geht, nehme ich die Welt und die Beziehungen zu anderen so oder so wahr. Das Eingehen auf die Bedürfnisse des Kindes und der Respekt gegenüber der Gefühlswelt ist ein wichtiger Faktor guter Pädagogik. Obwohl die Erziehung vor allem Sache der Eltern ist, gehören das Vermitteln von Werten, Haltungen und Moralvorstellungen gegenüber Mensch und Umwelt auch in die Pädagogik. Positive Sichtweisen und Optimismus zu vermitteln ist ein weiteres Element, dass zur Selbstwirksamkeit führt, die weiter für das Erleben in der Gruppe und für die Zugehörigkeit wichtig ist. 

Sollen wir unsere Kinder bezüglich Manipulation (u.a. FakeNews) trainieren?
Trainieren ist vielleicht das falsche Wort. In Kontakt sein, Zeit nehmen, aufklären und nachfragen sind hier wohl viel wirksamer. Mit dem Kind darüber sprechen, was alles in den News manipuliert sein kann und wie man Bildern und Sprache nicht immer glauben kann. Das Kind auch zu kritischer Reflektion und zirkulärem Denken anzuregen sind wohl die wirksamsten Elemente.