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Allgemein

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Vorsicht Zecken

By |2019-04-09T15:19:17+01:00Mittwoch, 10. April 2019|

Der Frühling ist da und lockt Kleine und Grosse ins Freie. Doch beim Durchstreifen der Natur sollte man auch bedenken, dass von Frühling bis Herbst Hochsaison der Zecken ist. Zecken – umgangssprachlich auch «Holzböcke» genannt – sind winzige Lebewesen, die sich vom Blut von Menschen und Tieren ernährenSie leben auf niedrigen Pflanzen, wie Sträuchern, hohen Wiesen oder im Unterholz im Wald.. Von dort streifen sie sich auf vorübergehende Menschen und Tiere ab, oder lassen sich auf sie fallen.

Je nach Region in der Schweiz, ist ein Grossteil der Zecken Träger von Krankheitserregern. Bei einem Zeckenstich besteht das Risiko einer Krankheitsübertragung. Da der Stich der Zecken nicht spürbar ist, werden sie oft lange nicht bemerkt. Die häufigsten durch Zecken übertragenen Erkrankungen sind «Lyme-Borreliose» und «Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)». Erste Erkrankungszeichen nach einem Stich können innerhalb einiger Tage bis drei Wochen auftreten.

Der beste Schutz vor einer Erkrankung ist, den Zeckenstich zu vermeiden

Ein paar Tipps dazu
  • Im Wald, in Waldnähe und im hohen Gras lange, geschlossene Kleidung und Schuhe tragen. Socken über die Hosen stülpen
  • Nach dem Aufenthalt in der Natur, Körper nach Zecken absuchen.
  • Kleider wechseln und ausschütteln.

Bevorzugte Stellen sind:
Behaarter Kopf, hinter den Ohren, Achselhöhlen, Bauchnabel, Leisten, Innenseite der Oberschenkel, Kniekehlen.

Was tun bei einem Zeckenstich:

  1. Die Zecke sollte so bald wie möglich entfernt werden.
  2. Zecke mit flacher Pinzette möglichst nahe an der Haut fassen, mit stetigem Zug gerade herausziehen (s. Wichtig).
  3. Desinfektion der Einstichstelle
  4. Datum des Stiches und Ort des Einstiches notieren. Einstichstelle beobachten (für ca. 3 Wochen)

Wichtig

  • Von Massnahmen wie beispielsweise Beträufeln der Zecke mit Öl/ Alkohol/ Nagellack oder Entfernung durch Drehbewegung, wird dringend abgeraten. Sie können das Risiko einer Krankheitsübertragung erhöhen.
  • In der Haut bleibende Zeckenteile, sind kein Problem. Sie werden vom Körper abgestossen.
  • Wird Borreliose frühzeitig erkannt, kann sie mit Antibiotika behandelt werden. Für die FSME gibt es keine spezifische Behandlung. Es besteht die Möglichkeit einer Schutzimpfung (Im Allgemeinen ab 6 Jahren empfohlen).
  • Anti-Zeckensprays können die sensible Kinderhaut reizen und haben einen sehr starken Geruch. Sie sind möglichst nicht, oder nur sehr zurückhaltend auf die Kleider aufzutragen (frühestens ab 1 Jahr).

Kontaktieren Sie den Kinderarzt bei:

  • einer kreisrunden Rötung um die Einstichstelle, sich ausbreitender/wandernder Rötung. Sie sind typisch im frühen Stadium einer Borreliose.
  • grippeartigen Symptomen (Kopfschmerzen, Fieber, Müdigkeit, Gliederschmerzen). Das können erste Anzeichen einer Borreliose oder FSME sein.
  • Unsicherheit
  • Informations- und Beratungsbedarf bzgl. FSME-Impfung

Die Risikogebiete der Schweiz sowie weitere Informationen zu Zecken finden Sie z.B. unter https://zecken-stich.ch

Bei Fragen ist die Mütter- und Väterberatung gerne für Sie da.

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Save the date – Tagung «Gesund und Restenlos»

By |2019-04-01T13:32:18+01:00Montag, 1. April 2019|

Das «schulnetz21-tg» und das kantonale Aktionsprogramm «Thurgau bewegt» organisieren die Tagung «Gesund und Restenlos».

Ziel dieser Veranstaltung ist es, Ihnen neue Inputs und Ideen zur gesunden Ernährung und zum Thema Foodwaste zu vermitteln. Es erwarten Sie ein spannendes Referat zum Thema «Essen im Tagesrhythmus unseres Körpers» sowie drei praktische Workshops. Sie erhalten sowohl Tipps für den Unterricht wie auch für die Tagesstruktur (Mittagstisch).

Diese Tagung richtet sich vorwiegend an Fachpersonen der Primar- oder Sekundarstufe I. Sie gilt als Netzwerktreffen für Mitglieder des «schulnetz21-tg».

Tagung «Gesund und Restenlos»

  • Wann: Mittwoch, 4. September 2019, von 13.15 – 16.45 Uhr (ab 12.30 Uhr Mittagessen möglich)

  • Wo: KochLust, am Bach 8, 8512 Thundorf

Das detaillierte Programm sowie die Anmeldemöglichkeiten folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Möchten Sie über den Anmeldestart informiert werden? Dann klicken Sie auf den nachfolgenden Button.

Anmeldelink für Tagung «Gesund und Restenlos» per E-Mail erhalten

Sexualentwicklung

By |2019-03-27T08:52:49+01:00Mittwoch, 27. März 2019|

Haben Sie beobachtet, wie Ihr Baby hingebungsvoll an seinen Händchen saugt? Wie es intensiv die Zehen in den Mund nimmt und wie es, sobald es nackt ist, nach seinem Geschlechtsteil greift? Kinder erkunden ab Geburt spielerisch, neugierig und interessiert ihren ganzen Körper. Sie entdecken, welche Berührungen schöne, angenehme Gefühle auslösen und lernen diese zu verstärken. Es ist für ihr späteres sexuelles Erleben im Erwachsenenalter wichtig, dass sie ihren ganzen Körper als etwas Angenehmes, Liebenswertes, Schönes erleben dürfen. Als etwas, das andere mit Respekt, Achtung und Rücksicht behandeln.

Dies geschieht nicht isoliert, sondern ist eng verknüpft mit dem Umfeld. Das Kind nimmt wahr, wenn Erwachsene ablehnend reagieren, wenn es sein Geschlechtsteil berührt. Es bemerkt die Irritation, wenn es rhythmische Bewegungen wiederholt und die erregenden Gefühle geniesst. Es bemerkt, wenn das «Pfiefeli» bewundert und das  «Schlitzli»  übergangen oder nicht benannt wird.

Kindliche Sexualität kann nicht mit Erwachsenensexualität verglichen werden, ein gutes Körpergefühl schafft jedoch die Grundlage für eine erfüllte Erwachsenensexualität.

Mit folgenden Tipps unterstützen Sie Ihr Kind in der Entwicklung eines guten Körpergefühls:

Kindliches Verhalten Verhaltenstipps für Eltern
Entdecken, dass das Berühren des Körpers schöne Gefühle auslöst. Das Kind den eigenen Körper entdecken lassen und dem Kind eigene Gefühle zugestehen.
Unterschiede zwischen dem eigenen Körper und jenem der anderen feststellen, nach und nach entwickeln des Schamgefühls. Die Körperteile im Intimbereich benennen (Penis, Vulva..), dem Kind eine wertschätzende Haltung dem gesamten Körper gegenüber vermitteln.
Nackt spielen und herumrennen lassen. Erklären, was im Privaten und was im öffentlichen Raum gemacht werden darf.
Doktorspiele, Rollenspiele wie Mama oder Papa spielen, usw. Kinder darin bestärken, nein sagen zu dürfen. (Körperkontakt, Kuss etc.)

Doktorspiele: Nur unter Gleichaltrigen erlauben. Mit Kindern Abmachungen treffen, z.B. nur was beide möchten ist erlaubt, keine Gegenstände einführen, Türe geöffnet lassen etc.

Wertschätzender Umgang mit dem Geschlecht des Kindes, unabhängig davon, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist.

Buchtipp:

Das bin ich – von Kopf bis Fuss

von Dagmar Geisler

Auflistung teilweise der Broschüre «Sexualaufklärung von 0-18 Jahren» entnommen.

Mit freundlicher Genehmigung von Elternbildung Schweiz.

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Neuer Leitfaden Mobbing für Schulen im Kanton Thurgau

By |2019-03-21T11:44:22+01:00Donnerstag, 21. März 2019|

Im Rahmen von www.ff-web.ch (Früherkennung und Frühintervention) stehen oft Mobbing und Bullying im Vordergrund. Aus diesem Grund haben wir in Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Gewaltprävention Zürich im 2017 den Mobbing-Leitfaden erarbeitet.

Was ist der Unterschied zwischen Bullying und Mobbing?

Die Fachbegriffe Bullying und Mobbing werden im deutschsprachigen Raum zwar oft synonym verwendet, meinen aber nicht dasselbe. Bullying bezeichnet wiederholte und systematische Grenzverletzungen gegenüber anderen Schülern, oft Schwächeren. Wobei sich die «Schwäche» vor allem auf den sozialen Status und die sozialen Verbindungen bezieht. Bei Mobbing handelt es sich – beim gleichen Phänomen – nicht (mehr) um einen Einzeltäter, sondern die Attacken werden von einer Gruppe von Schülern ausgeübt, verstärkt oder unterstützt.

«Ein Schüler wird viktimisiert, wenn er oder sie wiederholt und über längere Zeit negativen Handlungen eines oder mehrerer anderer Schüler ausgesetzt ist.» (Olweus). Diese Definition deutet darauf hin, dass sowohl Handlungen einzelner Schüler und Schülerinnen als auch Handlungen von Schülergruppen vorkommen.

Was kann der neue Leitfaden?

Das sorgsame und präzise Vorgehen bereitet im Konfliktfall oft Mühe. Der Leitfaden unterstützt hier wirkungsvoll und nimmt Themen auf, wie: Wieso wird gemoppt? Wer wird gemoppt? Warum wird gemoppt? Wie erkennt man Mobbing? Welche Positionen nehmen Schulen, Lehrpersonen, Eltern ein?

Weitere Angebote

Zum Thema Mobbing/Bullying bieten wir auch Referate und Beratungen für Akteure im pädagogischen Umfeld an.

Anfrage senden

Entdeckung der Welt

By |2019-03-12T15:07:29+01:00Dienstag, 12. März 2019|

Familienausstellung: Die Entdeckung der Welt 

Ab dem 6. April 2019 gastiert die Erlebnisausstellung «Die Entdeckung der Welt» in St.Gallen.
Die dreisprachige Ausstellung lädt Eltern und Kinder zum Entdecken ein und vermittelt spielerisch, welche Bedeutung der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung zukommt.

Weiterführende Informationen zum Standort St.Gallen und zum reichhaltigen Rahmenprogramm: www.entdeckungderwelt.ch

Die Mütter- und Väterberatung hat dieser Ausstellung zwei Veranstaltungen gewidmet:

ELBI-EXPO 2019

26. Mai|10:00-17:00

Am Sonntag 26. Mai 2019 findet in Weinfelden die dritte ELBI-EXPO Thurgau, die Erlebnis- und Bildungsmesse für die ganze Familie, statt. Verbringen Sie einen erlebnisreichen Familientag mit spannenden Höhepunkten, interessanten Informationen, kunterbunten Mitmachgelegenheiten für Gross und Klein und feinem [...]

Informationen zur Ausstellung

Die Wanderausstellung gastiert vom 6. April bis 16. Juni 2019 in der St. Leonhardskirche in St. Gallen.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag: 10.00–18.00 Uhr
Montag: Geschlossen
Karfreitag: Geschlossen

Weitere Informationen unter:
www.entdeckungderwelt.ch

Häusliche Gewalt und Alkohol – und mittendrin die Kinder

By |2019-02-19T13:17:55+01:00Mittwoch, 13. Februar 2019|

«Schon im Kindergarten wusste ich, dass meine Eltern anders waren. Zuhause lagen oft überall Bierflaschen, aufgeräumt hat meine ältere Schwester. Ich wusste, dass die blauen Flecken in Mamis Gesicht nicht von einem Fahrradunfall waren. Genauso wenig wie meine eigenen von einem Treppensturz stammten.»

Was Daniela (Name geändert) erzählt, ist erschreckend, jedoch kein Einzelfall. In zwei von drei Fällen, in denen es zur Paargewalt kommt, leben auch Kinder im Haushalt. Dabei ist fast die Hälfte der Kinder (48 %) neben der häuslichen Gewalt auch mit einem problematischen Alkoholkonsum der Eltern konfrontiert.

Bislang liegen jedoch nur wenige Studien über die Auswirkungen dieser beiden familiären Probleme auf Kinder und Jugendliche vor. In der ENCARE Studie «Häusliche Gewalt und Misshandlungen bei Jugendlichen aus alkoholbelasteten Familien» zeigte sich, dass betroffene Kinder und Jugendliche:

  • einem viel höheren Risiko für körperliche, emotionale und verbale Gewalt durch ihre Eltern ausgesetzt sind
  • oft in Angst und sozial isoliert leben
  • sich schuldig und verantwortlich fühlen
  • emotionale und Verhaltensprobleme haben
  • gezwungen sind für ihr Alter unangemessene Rollen zu übernehmen

Es wurde auch sehr deutlich, dass sich die Auswirkungen bei einem Kind, dass mit beiden Problemen lebt, verstärken. Häufig hätten sich Betroffene bessere Unterstützungsangebote gewünscht. Daher wäre es wichtig, dass diese Kinder so früh wie möglich identifiziert werden und Zugang zu Angeboten bekommen. Fachpersonen können die betroffenen Kinder auch unterstützen, indem sie klar zeigen, dass sie den Kindesschutz höher gewichten als die Interessen der Eltern. Zusätzlich ist die Koordination aller involvierter Institutionen wichtig. Ausserdem sollten gewaltausübende Elternteile konsequent in die Verantwortung genommen werden. Weiter ist die Prävention und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit ein zentraler Aspekt.

Von Nadine Sutter, Fachstelle für häusliche Gewalt, Kantonspolizei Thurgau

Dieser Beitrag wurde im Zusammenhang mit der Aktionswoche für Kinder von suchtkranken Eltern erstellt.

Für weitere Informationen dazu klicken Sie auf das untenstehende Logo:

Wichtige Adressen und Links

147

Notrufnummer Pro Juventute für Kinder und Jugendliche


052 723 48 23

Fachstelle Opferhilfe Thurgau


071 626 02 02

Suchtberatung Perspektive Thurgau


www.mamatrinkt.ch / www.papatrinkt.ch

Eine Webseite von Sucht Schweiz für Kinder und Jugendliche.

Fieberkrampf! Wenn ich das gewusst hätte…

By |2019-02-07T08:22:03+01:00Mittwoch, 13. Februar 2019|

Obwohl ein Fieberkrampf medizinisch gesehen als harmlos gilt, sieht er nicht so aus. Eltern erleben einen Anfall häufig als lebensbedrohlich für das Kind und erschrecken dementsprechend heftig.

In der Beratung wird uns von betroffenen Eltern häufig erzählt, wie froh sie gewesen wären, wenn sie im Vorfeld mehr darüber gewusst hätten. Hier die wichtigsten Informationen dazu:

Was ist ein Fieberkrampf?

Bei einem Fieberkrampf reagiert das Gehirn auf einen raschen Fieberanstieg oder auf hohes Fieber mit Krampfanfällen. Ein Fieberkrampf sieht ähnlich aus wie ein epileptischer Anfall, ist aber keine Epilepsie.

Ungefähr 3-5 % aller Kinder erleiden zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 6. Lebensjahr einen Fieberkrampf.

Wie zeigt sich ein Fieberkrampf?

  • Ein Fieberkrampf tritt am häufigsten während des ersten Fieberanstieges, manchmal aber auch bei schon länger bestehendem Fieber auf.
  • Das Kind wird plötzlich bewusstlos, verdreht die Augen nach oben oder starrt gerade aus.
  • Sein Körper kann steif werden oder erschlaffen.
  • Es treten rhythmische Zuckungen an Armen, Beinen oder/und im Gesicht auf.
  • Die Gesichtsfarbe kann sich verändern, v.a. die Lippen verfärben sich häufig blau.
  • Die beschriebenen Symptome können wenige Minuten andauern.
  • Das Kind ist nach dem Anfall müde, neurologisch aber unauffällig.

Was können Sie während eines Anfalles tun?

  • Versuchen Sie ruhig zu bleiben!
  • Lockern Sie die Kleidung des Kindes und sorgen Sie dafür, dass es frei atmen kann.
  • Geben Sie ihm auf keinen Fall Nahrung, Getränke oder den Nuggi in den Mund.
  • Schütteln Sie das Kind unter keinen Umständen.
  • Halten Sie das Kind nicht fest, sondern bleiben Sie bei ihm und sorgen Sie dafür, dass es sich nirgends verletzen kann.
  • Schauen Sie auf der Uhr, damit Sie ungefähr wissen, wie lange der Anfall dauert.
  • Messen Sie nach dem Anfall die Körpertemperatur. Senken Sie bei Bedarf das Fieber.
  • Manche Kinder übergeben sich nach einem Anfall.

Dauert der Anfall länger als 5 Minuten, rufen Sie einen Notarzt (144).

Nehmen Sie nach einem Fieberkrampf immer Kontakt mit einem  Arzt auf. Er kann so das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen.

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Fiebersenkende Mittel – Ganz ohne Chemie

By |2019-01-29T14:52:37+01:00Mittwoch, 30. Januar 2019|

Wickel in all ihren Anwendungen sind ein altbekanntes Heil- und Hausmittel. Die wohl Bekanntesten sind die «Essigsöckli» oder «Wadenwickel» zum Senken von Fieber. Vielleicht haben Sie selbst aus Ihrer Kindheit Erinnerungen daran?

Erhält ein Kind einen Wickel, schenken Sie ihm damit auch Zuwendung, Aufmerksamkeit und das Gefühl von Umsorgt-Werden.

Die Wirkung eines Wickels beschränkt sich nicht nur auf den behandelten Körperteil. Der ganze Organismus wird davon beeinflusst. Deshalb ist eine sorgfältige, korrekte Anwendung unerlässlich.

Wichtig zu beachten bei fiebersenkenden Wickeln:

  • Vor der Anwendung Temperatur messen (rectal).
  • Der Körper muss komplett warm sein, inklusive Füße und Hände. Ansonsten dürfen keine kühlenden Wickel/Bäder angewendet werden!
  • Nie kaltes Wasser verwenden.
  • Das Fieber nicht um mehr als 1° Celsius senken. Herz und Kreislauf werden sonst zu stark belastet.
  • Um die Körpertemperatur um 0.5 bis 1° C zu senken, dauert es in der Regel 1.5 bis 2 Stunden. Bei kleinen Kindern reichen oft schon 10 Minuten, da sie sehr leicht auskühlen.
  • Nach der Anwendung Temperatur kontrollieren.
  • Sehr kleine Kinder empfinden Wickel manchmal nicht als angenehm. Sie weinen oder wehren sich gegen den Wickel. In diesem Fall verzichten Sie darauf.

Beobachten Sie Ihr Kind während der Anwendung gut.

Und so geht’s….

Material:

  • 2 Baumwolltücher (z.B. Geschirrhandtücher)
  • 2 Frotteehandtücher oder Wolltücher
  • 1 Paar grosse Erwachsenen-Kniestrümpfe
  • Schüssel mit lauwarmem Wasser (32 – 36° C)
  • Etwas Essig im Wasser verstärkt die kühlende Wirkung (1l Wasser + ½ EL Essig)
  • Fieberthermometer/Badethermometer

So geht’s:

  • Die Baumwolltücher ins Wasser tauchen und auswringen.
  • Beine straff und faltenlos umwickeln (vom Fussknöchel bis unter das Knie).
  • Darüber die Beine in trockene Frottiertücher oder Wolltücher packen.
  • die grossen Kniestrümpfe darüber ziehen, damit die Wickel besser halten..
  • Die nassen Innentücher werden erneuert, bevor sie warm sind. Das kann alle 10 Minuten nötig sein.
  • Niemals um den Wickel eine luftdichte Hülle aus Plastik oder Gummi legen: Die Flüssigkeit kann sonst nicht verdunsten, was zu einem Wärmerückstau führt.
  • Wadenwickel sollten nicht unter der Bettdecke angewendet werden. Das behindert die Verdunstung, und der Wadenwickel ist wirkungslos. Deshalb Bettdecke zurückschlagen.

Material:

  • Becken mit lauwarmem Wasser (32 – 36° C)
  • Waschlappen
  • 2 trockene Tücher
  • Die kühlende Wirkung kann durch Beigabe von Zitronensaft verstärkt werden (1l Wasser + ½ Löffel Zitronensaft)

So geht‘s:

  • Waschlappen ins Wasser tauchen und etwas ausdrücken.
  • Ein Körperteil nach dem Anderen waschen.
  • Die gewaschene Stelle umgehend mit einem Tuch zudecken (ohne abzutrocknen).

Buchempfehlung

Unsere Buchempfehlung:

«Wohltuende Wickel», von Maya Thüler

Wickel: vorbeugend, schmerzlindernd und heilungsfördernd. Sie helfen nicht nur zur Bewältigung von Krankheiten, sondern eignen sich hervorragend auch zur vorbeugenden Anwendung. Erleichterung und Wohlbefinden sind garantiert!

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Aktionswoche für «Kinder von suchtkranken Eltern»

By |2019-02-21T15:56:26+01:00Freitag, 18. Januar 2019|

In der Schweiz wachsen schätzungsweise 100’000 Kinder mit einem alkoholkranken Elternteil auf, hinzu kommen diejenigen, deren Eltern an einer anderen Sucht leiden. Diese Kinder verschweigen ihre Not aus Loyalität zu den Eltern, sie sind aber oft einsam und leiden massiv unter der Situation.

Mit der erstmals in der Schweiz durchgeführten «Aktionswoche für Kinder von suchtkranken Eltern» soll dieses Tabu gebrochen werden, damit den Kindern geholfen werden kann.

Die Suchtberatung der Perspektive Thurgau sensibilisiert in der Aktionswoche mit Kurzfilmen in Kinos und Spots in Postautos, Bussen und an Tankstellen zum Thema «Kinder aus suchtbelasteten Familien». Lokale Medienvertreter erhalten eine Einladung für ein Mediengespräch, wobei Betroffene von ihren Erfahrungen berichten.  Während der Aktionswoche finden Austauschtreffen mit internen Fachpersonen und externen Vernetzungspartnern statt.