Ich und mein neues Geschwisterchen

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Ich und mein neues Geschwisterchen

Strahlend und voller Stolz zeigen die meisten älteren Kinder ihr neugeborenes Geschwisterchen. Es ist sozusagen ihr Baby! Die Ankunft eines Geschwisterchens ist eine eindrückliche Veränderung im Leben, vor allem des Erstgeborenen. Es erlebt, dass die Aufmerksamkeit der Eltern plötzlich geteilt werden muss. Der gewohnte Tagesablauf wird auf den Kopf gestellt. Der Platz auf dem Schoss der Eltern ist besetzt, das Baby darf im Elternzimmer schlafen und wenn es weint, unterbrechen sie das Essen oder das gemeinsame Spiel und eilen davon. So können neben den positiven Gefühlen auch Verunsicherung, Wut oder Angst entstehen.

Mit folgenden Tipps erleichtern Sie Ihrem Erstgeborenen die Umstellung

  • Erzählen Sie dem Kind von der baldigen Ankunft eines Geschwisterchens, aber nicht zu früh, Kleinkinder haben kein Zeitverständnis.
  • Machen Sie Ihr Kind mit Babys bekannt. Besuchen Sie beispielsweise Freunde mit einem Baby, schauen Sie zusammen Bilderbücher an oder lassen sie sich beim Vorbereiten von Babyutensilien helfen.
  • Passen Sie Rituale und Abläufe schon einige Wochen vor der Geburt an. Zum Beispiel übernimmt der Papi das Einschlafritual oder das Kind bezieht schon jetzt das grössere Bett.
  • Beziehen Sie das ältere Kind in die Betreuung des Babys ein. Lassen Sie es helfen und loben Sie es für seine Unterstützung. Zum Beispiel beim Entsorgen der Windeln, beim Finken ausziehen oder beim Eincremen des Babys.
  • Fördern Sie die positiven Gefühle des Älteren für das Baby. Lassen Sie es das Kleine berühren, legen Sie sie zum Kuscheln nebeneinander ins Elternbett etc.
  • Loben und bestärken Sie das Kind positiv. Sagen Sie «du machst das wirklich schön vorsichtig», und nicht «pass auf, sei vorsichtig».
  • Benennen Sie auch negative Gefühle, zum Beispiel «Jetzt wollten wir doch das Buch anschauen und jetzt weint das Baby schon wieder, das ist jetzt aber mühsam» oder «Das Warten macht dich langsam wütend, das verstehe ich…», so lernt das Kind, dass auch diese Gefühle Berechtigung haben.
  • Nehmen Sie sich täglich Zeit für Einzelzuwendung, auch wenn das nur kurze Zeit möglich ist. Machen Sie etwas ganz alleine mit dem älteren Kind und zeigen Sie ihm, dass Sie die gemeinsame Zeit geniessen.

Wundern Sie sich nicht, wenn sich das Verhalten des Erstgeborenen ändert und gewähren Sie ihm die Zeit, um sich ebenfalls an die neue Situation zu gewöhnen.

Information

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Die Mütter-und Väterberaterinnen helfen Ihnen gerne weiter. Wir beraten Sie telefonisch, per E-Mail oder an einer Beratungsstelle in ihrer Nähe.

 

By | 2018-08-29T14:41:48+00:00 Mittwoch, 29. August 2018|