Hilfe, mein Baby nervt mich!

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Hilfe, mein Baby nervt mich!

Einmal Mutter oder Vater zu werden, gehört für viele Menschen zum Lebensplan. Rückblickend wird die Geburt eines Kindes von vielen Eltern als eines der eindrücklichsten und einschneidensten Erlebnissen beschrieben.

Vor allem das erste Kind verändert die Lebensumstände der Eltern von Grund auf. Mütter und Väter, sind gefordert, sich körperlich und psychisch an die neue Situation anzupassen.

Ein neugeborenes Baby zu betreuen, ist für viele etwas völlig Neues. Die Eltern sind rund um die Uhr gefordert und oft auch überfordert.

Die vielen Glücksmomente, Herausforderungen, Veränderungen und Erwartungen wühlen die Gefühle der Mütter und Väter auf. Erschöpfung, Schlafmangel etc. können zu depressiven Verstimmungen führen.

Ist eventuell das innere Gleichgewicht aus dem Lot geraten?

Es ist für das Baby lebenswichtig, dass es gut betreut, gehegt und gepflegt wird. Es ist für Sie als Mutter oder Vater jedoch genau so wichtig zu beachten, wie es Ihnen selber geht. Zu erkennen, wenn es Ihnen zu viel wird, wenn Ihnen die Decke auf den Kopf zu fallen droht und negative Gefühle die Freude am Kind zunehmend überschatten.

  • Geniessen Sie Ihr Baby. Nehmen Sie sich Zeit mit ihm zu kuscheln und nutzen Sie die schönen Momente.

  • Suchen Sie das Gespräch mit Ihrer Partnerin/Ihrem Partner, Freunden, anderen Müttern oder Vätern. Schildern sie Ihr Befinden. Es tut gut, sich auszutauschen. Vielleicht erfahren Sie dabei, dass es anderen auch so ergangen ist und was Ihnen geholfen hat.

  • Nehmen Sie Unterstützung in Anspruch, wenn Sie sich erschöpft fühlen. Das Baby muss betreut werden, aber nicht ausschliesslich von den Eltern. Vielleicht geht eine Freundin, die Grosseltern oder die Patin regelmässig mit dem Kind spazieren und Sie legen sich hin? Oder Sie organisieren Unterstützung im Haushalt, nehmen die Einladung zum Mittagessen an?

  • Gehen Sie mit Ihrem Baby spazieren. Tägliche Bewegung an der frischen Luft wirkt erwiesenermassen stimmungsaufhellend und tut Mutter, Vater und Kind gut.

  • Passen Sie Ihre Ansprüche an Ordnung, Haushalt etc. den gegebenen Umständen an. Meistens ist weniger auch noch gut genug.

  • Schaffen Sie sich bewusst Zeitinseln, in denen Sie etwas machen, das Ihnen gut tut. Vielleicht gehen Sie joggen, lesen ein Buch, hören Musik, treffen sich mit einer Freundin?

Gefühlsschwankungen gehören zum Mutter- und Vaterwerden. Diese sollten sich aber in den ersten Lebenswochen des Kindes stabilisieren.
Sprechen Sie mit Fachpersonen, wenn Sie unsicher sind, sich schlecht fühlen, obige Tipps nicht umsetzen können/mögen oder sich um Ihre Partnerin, Ihren Partner Sorgen machen.
Warten Sie nicht zu lange ab. Fachpersonen helfen Ihnen, Ihr Befinden einzuordnen und passende Angebote zu organisieren, damit auch bei Ihnen die positiven Seiten des Mutter- und Vaterseins überwiegen.

Information

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Die Mütter-und Väterberaterinnen helfen Ihnen gerne weiter. Wir beraten Sie telefonisch, per E-Mail oder an einer Beratungsstelle in ihrer Nähe.

 

By | 2018-07-11T13:46:50+00:00 Mittwoch, 18. Juli 2018|