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Export date: Mon Jan 22 21:51:22 2018 / +0000 GMT

Digitale Medien - Tipps für den Alltag




Säuglinge und Kleinkinder kommen in der heutigen Zeit immer früher mit digitalen Medien in Kontakt. Auffallend ist, wie stark die Kinder bereits in diesem Alter von den leuchtenden Bildschirmen angezogen werden. Ob und inwiefern die Kinder davon beeinflusst werden ist vor allem abhängig vom Alter der Kinder, sowie der Art  und Dauer des Medienkonsums.



  • In den ersten Lebenswochen braucht das Neugeborene Zeit, sich in der neuen Welt zurechtzufinden. Es muss lernen, all die neuen Sinnesreize zu verarbeiten. In dieser sensiblen Phase ist es wichtig, die Kinder den Medien nicht unkontrolliert auszusetzen. Wenn Bild- und Tonmedien konsumiert werden, schläft das Kind am besten in einem anderen Zimmer.

  • Für den Aufbau der Eltern-Kind-Bindung braucht es Ruhe und Zeit. Regelmässige ungestörte Zeiten für Mutter, Vater und Kind sind sehr wichtig.

  • Da die Auswirkungen der Strahlenbelastung nicht vollständig geklärt sind ist es ratsam, diese so gering wie möglich zu halten.




  • Kleinkinder lernen am besten im Spiel mit den Eltern und anderen nahen Bezugspersonen oder im freien Spiel indem sie Objekte mit allen Sinnen erkunden können. In diesem Alter braucht es keine digitalen Medien oder teure Spielsachen mit unzähligen Funktionen.

  • Das wichtigste Medium für Kinder ab 6 Monaten sind Bilderbücher, welche die Eltern mit ihnen gemeinsam anschauen und ihnen die Bilder beschreiben. Hierbei kann auch auf eine Bilderbuch-App auf dem Tablet zurückgegriffen werden. Wichtig ist das gemeinsame Anschauen.

  • Babys und Kleinkinder brauchen Bewegung. Diese unterstützt das Lernen und die Entwicklung. Falls das Kind Zeit vor dem Bildschirm verbracht hat, sollte diese unbedingt mit darauffolgenden Aktivitäten ausgeglichen werden.

  • Fernseher, Tablets und Smartphones sind keine Babysitter. Die Kinder sollten beim Konsum begleitet werden. Der Austausch mit den Erwachsenen ist wichtig, um das Gesehene einordnen zu können.

  • Viele Inhalte können bei den Kindern Unsicherheit oder sogar Angst auslösen. Wir empfehlen daher dringend, die Kinder nur Programmen und Sendungen auszusetzen die für ihr Alter geeignet

  • Die Mediengewohnheiten der Eltern übertragen sich auf das Kind. Das Festlegen von regelmässigen bildschirmfreien Zeiten kann sinnvoll sein. Wichtig sind zahlreiche positive Erlebnisse in der Familie ohne Medien.


Information



Haben sie Fragen zu diesem Thema? Die Mütter-und Väterberaterinnen helfen ihnen gerne weiter. Wir beraten sie telefonisch, per Email oder an einer Beratungsstelle in ihrer Nähe 1.

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Post date: 2018-01-10 03:31:34
Post date GMT: 2018-01-10 02:31:34