Perspektive Thurgau
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Export date: Thu Nov 15 16:32:27 2018 / +0000 GMT

Der Schnuller - Tipps zum sinnvollen Einsatz




Er ist aus den meisten Familien in den Industrieländern nicht mehr wegzudenken. Der Schnuller steht als Hilfsmittel zum Trösten und Beruhigen in der Schweiz wohl an oberster Stelle. Dem gegenüber stehen die kritischen Stimmen von Kieferorthopäden, Zahnärzten und Stillberatungen, denn so praktisch der beliebte Tröster auch sein mag: Sein Einsatz bleibt bei übermässiger oder falscher Anwendung nicht ohne Folgen.

Was gilt es also zu beachten? Wie kann der Schnuller sinnvoll eingesetzt werden damit das natürliche Saug-Bedürfnis der Kinder gestillt wird und negative Folgen vermieden werden können?

  • Der Schnuller sollte dem Kind erst dann angeboten werden, wenn sich das Stillen gut eingespielt hat. So können Irritationen aufgrund des anderen Saugmusters vermieden werden.
  • Der Schuller soll angeboten, jedoch nie aufgezwungen werden. Oftmals haben Säuglinge anfangs noch Mühe, den «Nuggi» im Mund zu behalten.
  • Er soll nicht wahllos sondern vor allem zu den Schlafenszeiten und zur Beruhigung angeboten werden. Ein bewusster und zurückhaltender Einsatz von Beginn an erleichtert später die Entwöhnung.
  • Dem Baby soll nicht jedes Mal wenn es weint ein Schnuller in den Mund gesteckt werden. Grundsätzlich hat der Schnuller die Wirkung, das Saugbedürfnis des Kindes zu befriedigen und es dadurch zu beruhigen.

Um negative Folgen möglichst vermeiden zu können, empfehlen wir Folgendes:

  • Die Wahl des Schnullers ist entscheidend
    • Der Schnuller-Schaft (also der «Hals» des Schnullers) sollte möglichst niedrig und lang sein.
    • Das Material des Lutsch-Teils sollte elastisch und weich sein und eine flache, raumsparende Form haben.
    • Damit die Mundmuskulatur nicht unnötig belastet wird, muss der Schnuller möglichst leicht sein.
    • Der Schnuller ist dem Alter des Kindes anzupassen. Ohnehin sollte das Produkt regelmässig ausgetauscht werden, damit es nicht spröde wird und sich keine Plastikteile lösen.
  • Das Kleinkind sollte den Schnuller nicht im Mund haben wenn es spricht.
  • Der Schnuller-Gebrauch sollte zwischen dem zweiten und dem dritten Lebensjahr eingeschränkt und spätestens mit vier Jahren ganz abgewöhnt werden.

Zum Schluss noch einige Tipps zur Verminderung des Schnuller-Gebrauchs:

  • Den Schnuller von Anfang an nur zu bestimmten Zeiten geben (zum Schlafen, bei Schmerzen, etc.) und tagsüber ausser Sichtweite aufbewahren. Somit lässt sich ein unkontrollierter Schnuller-Gebrauch vermeiden.
  • Schnuller-Zeiten langsam und schrittweise reduzieren.
  • Alternativen zum Schnuller suchen. (Stofftier, Decke, etc.)
  • Ablenkung in spielerischer Form suchen.
  • Je mobiler das Kind wird, desto mehr können die Schnuller-Zeiten eingeschränkt werden. Wenn das Kind zu krabbeln beginnt, ist der Zeitpunkt günstig, den Gebrauch zu reduzieren, zum Beispiel indem das Kind ihn beim Krabbeln und Spielen nicht im Mund hat. Später kann das Kind den Schnuller abgeben sobald es morgens aufstehen möchte.
  • Den Schnuller an einem festen Platz aufbewahren wo das Saugbedürfnis des Kindes gestillt werden kann. Wenn das Kind den Platz wieder verlässt, dann bleibt der Schnuller dort.
  • Das Kind unterstützen und loben wenn es den Schnuller abgibt.

Information



Haben sie Fragen zu diesem Thema? Die Mütter-und Väterberaterinnen helfen ihnen gerne weiter. Wir beraten sie telefonisch, per E-Mail oder an einer Beratungsstelle in ihrer Nähe 1.

Links:
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Post date: 2018-02-14 04:21:38
Post date GMT: 2018-02-14 03:21:38