Bewegung für die Kleinsten- Teil 2

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Bewegung für die Kleinsten- Teil 2

Im Beitrag der letzten Woche haben wir auf die Wichtigkeit der Bewegung im Säuglings- und Kleinkindalter hingewiesen. Je öfter die Kinder die Möglichkeit haben, sich frei auf dem Boden zu bewegen, desto schneller werden sie Bewegungsabläufe und Entwicklungsschritte bewältigen können. Nachdem wir uns im letzten Beitrag mit den ersten paar Lebenswochen befasst haben, möchten wir heute auf die etwas grösseren Säuglinge eingehen.

  • Das Kind soll möglichst viel von seiner aktiven Zeit auf einer Krabbeldecke auf dem Boden verbringen. Der Säugling kann nun in Rücken- oder Bauchlage spielen, später kann er üben, sich aufzusetzen und schliesslich zu krabbeln. Die Bauchlage ist sehr wichtig für die später folgenden Entwicklungsschritte. Daher soll sie, im Wachzustand, von Beginn an regelmässig angeboten und geübt werden.
  • Altersgerechtes Spielzeug dient als Anreiz zur Bewegung. Wenn das Kind die Bauchlage sicher beherrscht, kann dieses auch etwas ausser Reichweite platziert werden, um das Kind noch mehr zu animieren.
  • Am Besten gefällt es Ihrem Sprössling wahrscheinlich, wenn Sie sich zu ihm auf den Boden legen und mit ihm plaudern und spielen. Bei Kindern, die nicht gerne alleine auf dem Boden sind, kann dies helfen, das Kind an diese Umgebung zu gewöhnen.
  • Spielhimmel sind für die ersten Monate gut geeignet. Die Kinder können die hängenden Objekte betrachten und versuchen, sie zu greifen. Wenn die Kinder drei bis vier Monate alt sind, sollten sie allerdings nicht ständig unter dem Spielhimmel liegen, denn die Anreize von oben können die Motivation des Kindes, sich zu Drehen, hemmen.
  • Das Kind sollte erst sitzen, wenn es sich selbst in die Sitzposition befördern kann. Ein gestütztes Sitzen am Boden oder im Kinderwagen ist nicht sinnvoll, denn es hemmt die Motivation, es selbst zu versuchen. Eine Ausnahme bilden hier die Mahlzeiten. Während dieser Zeit macht ein gestütztes Sitzen Sinn, sofern das Kind den Kopf stabil halten kann.
  • Von Geh-Hilfen raten wir dringend ab. Sie bringen eine grosse Sturzgefahr mit sich und können ein falsches Gang-Bild begünstigen. Weil das Kind sich hier nicht selbst aufrichten muss, laufen Kinder, die sich regelmässig in Geh-Hilfen aufhalten, meist deutlich später als andere.

Sobald die Kinder sich selbständig aufrichten und beginnen, an Möbeln und Gegenständen entlang zu laufen, eignen sich Kisten oder Kinderstühle, welche die Kleinen vor sich herschieben können.

Die «Bewegungstipps für Kinder mit den Eltern» enthalten zahlreiche Bewegungsideen und Anregungen für die verschiedenen Altersstufen. Den Link zu diesen Tipps finden Sie gleich im Anschluss. Das Team der Mütter- und Väterberatung wüscht Ihnen und Ihrem Kind einen aktiven, bewegungsreichen Alltag.

Zu den Bewegungstipps und Anregungen

Information

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Die Mütter-und Väterberaterinnen helfen ihnen gerne weiter. Wir beraten Sie telefonisch, per E-Mail oder an einer Beratungsstelle in Ihrer Nähe.

 

By | 2018-03-14T16:54:32+00:00 Mittwoch, 7. März 2018|