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About Thomas Anderegg

Kommunikation

Gestatten, Starman

By | 2018-04-19T06:16:59+00:00 Montag, 16. April 2018|

Dürfen wir vorstellen? Das ist Starman! Er weiss alles über sexuell übertragbare Infektionen und hilft, sie zu erkennen und wenn nötig zu behandeln.

Sexuell übertragbare Infektionen sind teilweise schwer zu erkennen. Auch die konsequente Kondomverwendung schützt nur bedingt, da die Übertragung zum Beispiel beim Vorspiel oder beim Oralsex passieren kann. Wer sexuell aktiv ist, soll sich regelmässig auf Syphilis, Chlamydien, HIV und Tripper testen lassen.

Starman ist für dich da, lass dich jetzt testen. Starman ermöglicht Männern, die Sex mit Männern haben (MSM) im Mai 2018 kostengünstige Testangebote.

Lass dich Testen!

Die Perspektive Thurgau bietet allen MSM im Mai einen gratis HIV- und Syphilis-Test auf der Fachstelle in Weinfelden an. Jeden Mittwoch sind die Tests ohne Voranmeldung möglich.

Weitere Informationen

Bilderbücher- unsere Buchtipps

By | 2018-04-18T06:04:41+00:00 Mittwoch, 18. April 2018|

Der letzte Beitrag handelte von Bilderbüchern. Wie bereits erwähnt, möchten wir Ihnen nun einige Bücher zu verschiedenen Themen vorstellen. Es gibt natürlich eine enorme Auswahl an tollen Bilderbüchern. Die untenstehende Auflistung ist aus den Empfehlungen der Mitarbeiterinnen unseres Fachteams entstanden.

Bilderbuch Ich und meine Gefühle

Holde Kreul

Ich und meine Gefühle

Emotionale Entwicklung für Kinder ab 5, Hilfe zur Benennung der eigenen Gefühlszustände und dem Umgang mit den eigenen Emotionen

durchgehend farbig illustriert von Dagmar Geisler

ab 5 Jahren, Erstmals erschienen 2011, 3. Auflage 2016
36 Seiten, 22.0 x 27.5 cm
ISBN 978-3-7855-7293-1

Mies van Hout (Text & Bild)

Heute bin ich

Bilder zu verschiedenen Emotionen für die etwas kleineren Kinder

ab 3 Jahren
48 Seiten, gebunden, 26.0 x 20.9 cm
ISBN 978-3-905945-30-0

Anette Langen und Imke Sönnichsen

Die kleine Motzkuh

Witziges Buch zum Umgang mit  Motz- und Trotzanfällen

Coppenrath Verlag, ab 2-3 Jahren
gebundene Ausgabe, 32 Seiten
ISBN 978-3-8157-2000-4

Kathryn Cave, Chris Riddell

Irgendwie Anders

Sehr schönes, wertvolles Buch zum Thema Anders sein/ Individualität

ab 4 bis 6 Jahren
28 Seiten
ISBN 978-3-7891-6352-4

Greta Carolat

Aufräumen? Mach ich morgen!

Farbige Geschichte zum Thema Aufräumen

ab 3 bis 6 Jahren
gebundene Ausgabe, 88 Seiten
ISBN 978-3-401-09993-4

Hermien Stellmacher

Moritz Moppelpo putzt seine Zähne

Eine kleine Hilfe, um Kindern das Zähneputzen näher zu bringen

ab 2 bis 4 Jahren
gebundene Ausgabe, 14 Seiten
ISBN 978-3-7607-8085-6

Für die ganz Kleinen eignen sich Bücher mit dicken Seiten und grossen, überschaubaren Bildern, zum Beispiel von Tieren, am besten. In diesem Alter steht das Betrachten und Benennen der Abbildungen im Vordergrund.

Das Team der Mütter- und Väterberatung wünscht ihnen und der ganzen Familie viel Spass beim gemeinsamen Anschauen und Erzählen.

Information

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Die Mütter-und Väterberaterinnen helfen Ihnen gerne weiter. Wir beraten Sie telefonisch, per E-Mail oder an einer Beratungsstelle in ihrer Nähe.

Bilderbücher

By | 2018-04-03T13:25:24+00:00 Mittwoch, 11. April 2018|

Bilderbücher gelten als das wichtigste Medium für Kleinkinder. Bereits ab sechs Monaten zeigen viele Kinder Interesse an den bunten Bildern. Bewusster nehmen sie die abgebildeten Objekte ungefähr mit eineinhalb Jahren wahr. Das gemeinsame Anschauen von Bilderbüchern fördert die Zweisamkeit, die Kreativität und die Sprachentwicklung. Benennen sie, was auf den Bildern zu sehen ist und ahmen sie zum Beispiel Tierlaute nach. Die Kinder beginnen mit der Zeit, dieses Verhalten zu imitieren. Es ist keine riesige Auswahl an Büchern nötig. Gerade Kleinkinder lernen am meisten von häufigen Wiederholungen.

Das Anschauen der Bücher und später das Erzählen der Geschichten kann zudem zu einem wichtigen Ritual innerhalb der Familie werden. So zum Beispiel das abendliche «Büechlialuege» vor dem Zubettgehen.

Je älter die Kinder werden, desto wichtiger sind die Geschichten, die neben den Bildern stehen. Es gibt zahlreiche Bilderbücher, die auch erzieherisch sehr wertvoll sein können. Viele greifen bewusst bestimmte Themen, wie zum Beispiel das Trotzen oder das Nein-Sagen auf. So können diese, teilweise auch schwierigeren, Themen auf eine spielerische Art mit dem Kind angeschaut werden.

Viele Bibliotheken führen ein grosses Sortiment an Bilderbüchern für Kinder in verschiedenen Altersstufen. Hier können Bücher, die ganz aktuell zu den Interessen und zum Entwicklungsstand Ihres Kindes passen, ausgeliehen werden.

Das Projekt Buchstart möchte allen Kindern die Möglichkeit geben, von Anfang an mit Büchern aufzuwachsen. Viele Kinderarztpraxen oder Mütter- und Väterberatungsstellen geben die Buchstartpakete kostenfrei ab. Mehr Informationen zu diesem Projekt finden sie unter http://www.buchstart.ch.

Im nächsten Beitrag stellen wir ihnen gerne einige Bilderbücher für die verschiedenen Altersklassen und passend zu bestimmten Themen vor. Bereits jetzt wünschen wir der ganzen Familie viel Spass beim gemeinsamen Anschauen und Erzählen.

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Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Die Mütter-und Väterberaterinnen helfen Ihnen gerne weiter. Wir beraten Sie telefonisch, per E-Mail oder an einer Beratungsstelle in ihrer Nähe.

Stillen und Beikost- Empfehlungen unserer Stillberaterinnen

By | 2018-04-05T07:20:10+00:00 Mittwoch, 4. April 2018|

Die Einführung der Beikost wirft für viele Eltern Fragen auf. Insbesondere bei stillenden Müttern kommt es öfters zu Unsicherheiten. Was bedeutet die zunehmende Beikost-Menge für die Produktion der Muttermilch? Wie schnell soll die Beikost aufgebaut werden?

Im Team der Mütter- und Väterberatung arbeiten zwei, nach IBCLC zertifizierte Still- und Laktationsberaterinnen. Sie empfehlen hierzu Folgendes:

  • Muttermilch ist auch nach Einführung der Beikost ein sehr wichtiges Nahrungsmittel für das Kind im ersten Lebensjahr. Auch noch im zweiten Lebensjahr ist ihr Nutzen für die Gesundheit und die Entwicklung des Kindes hoch.
  • Beikost sollte die Muttermilch ergänzen und nicht umgekehrt. Um die Milchproduktion optimal aufrecht zu erhalten sollte die Stillmahlzeit nicht sofort ersetzt werden. Unabhängig von der gegessenen Menge können sie Ihrem Kind die Brust danach zur Ergänzung anbieten. Die Menge, die dabei getrunken wird, ist sehr individuell. Achten Sie auf die Signale ihres Kindes.
  • Wann Sie mit der Einführung der Beikost beginnen hängt von den Bedürfnissen Ihres Kindes und natürlich auch von Ihren eigenen Bedürfnissen ab. Beginnen Sie aber nicht damit, bevor Ihr Kind vier Monate alt ist. Je früher Sie mit der Beikost starten umso wichtiger ist es, danach noch die Brust anzubieten. Die folgende Aufzählung kann als Anhaltspunkt für das Ersetzen der Stillmahlzeiten dienen:
    • Im Alter von sechs Monaten können 0-1 Stillmahlzeit vollständig durch Beikost ersetzt sein.
    • Mit sieben Monaten 1-2 Stillmahlzeiten,
    • Mit acht Monaten 2-3 Stillmahlzeiten und so weiter.
  • Kinder «begreifen» das Essen auch gerne mit den Händen. Mit sechs Monaten sind fast alle Kinder bereit für Fingerfood. Ermöglichen Sie ihrem Kind, hierbei Erfahrungen zu sammeln. Am Besten geschieht dies, wenn Sie alle gemeinsam am Tisch essen.

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Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Die Mütter-und Väterberaterinnen helfen Ihnen gerne weiter. Wir beraten Sie telefonisch, per E-Mail oder an einer Beratungsstelle in ihrer Nähe.

Zahnhygiene in den ersten Lebensjahren

By | 2018-03-27T07:51:57+00:00 Mittwoch, 28. März 2018|

Wenn die ersten Milchzähne durchgebrochen sind, bedeutet das für Eltern meist ein freudiges Ereignis. Kinder bekommen ihre ersten Zähne durchschnittlich mit sechs bis acht Monaten. Es gibt aber auch Kinder, bei denen der erste Zahndurchbruch deutlich früher oder einige Monate später erfolgt. Eine gründliche Mundhygiene, ab dem Zeitpunkt des ersten Zahndurchbruchs, ist entscheidend für die Gesundheit der Zähne.

Mahlzeiten: Als Hauptursache für Karies gilt auch in diesem Alter der häufige Genuss von zuckerhaltigen Speisen und Getränken. Im ersten Lebensjahr sollte auf diese gänzlich verzichtet werden. Es macht Sinn, die Zutatenliste beim Fertigbrei und anderen Babyprodukten vor dem Kauf kritisch zu prüfen, denn leider werden diese nicht selten mit Zucker gesüsst. Der Bedarf nach Süssem wird in den ersten Lebensjahren mit Früchten abgedeckt. Am Besten werden dem Kind zwei gesunde Zwischenmahlzeiten angeboten. Weitere Snacks zwischendurch wirken sich ungünstig auf die Zähne aus. Süssigkeiten sollten frühestens nach dem ersten Geburtstag angeboten, und stets als Ausnahme betrachtet werden. Nach deren Genuss empfehlen wir, die Zähne zu putzen.

Trinken: Als Ergänzung der Milchmahlzeiten ist frisches Leitungswasser die beste Wahl. Auf zuckerhaltige Getränke sollte in den ersten Lebensjahren verzichtet werden. Insbesondere sollten diese nicht in der Schoppenflasche angeboten werden. Grundsätzlich macht es Sinn, die Kinder nach dem ersten Geburtstag langsam an ein anderes Trinkgefäss, wie zum Beispiel einen Becher, zu gewöhnen.

Zahnpflege: Ab dem ersten Zahndurchbruch empfehlen wir, die Zähne einmal täglich zu putzen. Hierfür wird eine fluoridhaltige Baby-Zahnpasta sowie eine spezielle Baby-Zahnbürste verwendet. So lange ein Zahn noch nicht ganz durchgebrochen, aber die Zahnspitze bereits sichtbar ist, empfiehlt es sich, diese mit einem feuchten Wattestäbchen oder einem Tuch mit etwas Zahnpasta abzuwischen. Ab dem zweiten Lebensjahr empfehlen wir, die Zähne zweimal täglich zu putzen. Sobald das Kind die Zahnbürste in der Hand halten kann, darf es in die Zahnpflege mit einbezogen werden. Mindestens bis zum Kindergartenalter sollten die Eltern aber noch gründlich nachputzen. Führen sie das Kind spielerisch an das Zähneputzen heran und seien Sie sich ihrer wichtigen Vorbildfunktion auch beim Zähneputzen bewusst.

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Es ist Frühling- Ab ins Grüne

By | 2018-03-14T10:54:34+00:00 Mittwoch, 21. März 2018|

Es ist soweit. Der lang ersehnte Frühling ist da. Das Frühlingserwachen ist für viele eine ganz besondere Zeit. Die Vögel beginnen wieder zu singen, erste Blumen spriessen aus dem Boden und viele Tiere erwachen aus dem Winterschlaf.

Zeigen sie ihrem Kind dieses Erwachen der Natur und gehen sie mit ihm nach draussen. Ob im eigenen Garten, im Wald oder in einer Parkanlage – überall lassen sich Dinge beobachten und bestaunen. Mit wasserdichter Kleidung können die Kleinen die Natur bereits im Krabbelalter entdecken. Nach den kalten Monaten ist es für die Kinder eine ganz neue Erfahrung, Gras zwischen den Fingern zu spüren und die noch unbekannten Dinge wie Blätter, Baumstämme und vieles mehr zu erkunden. Natürlich benötigt das Kind hierbei ihre volle Aufmerksamkeit, denn es kann mögliche Gefahren noch nicht erkennen.

Mit den etwas grösseren Kindern können sie zum Beispiel Blumen setzen und bestaunen, Schnecken oder Regenwürmer beobachten und vieles mehr. Benennen sie die Dinge, die sie beobachten und erklären sie dem Kind, was gerade passiert. Dies steigert das Interesse des Kindes und fördert zudem die Sprachentwicklung.

Der folgende Vers passt gut zum Thema und kann den Ausflug in die Natur zusätzlich bereichern.

Früehlingsversli

Chumm, mir wänd in Garte gah,
wänd go Blüemli bschaue.
Alli müend jetzt Wasser ha,
die rote und die blaue.
S’Sünneli schiint, s`Vögeli singt,
s’Spinnli uf em Lädeli,
s`spinnt es langs, langs Fädeli.

Das Team der Mütter – und Väterberatung wünscht erlebnisreiche Stunden im Freien.

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Unser Baby schreit – Was können wir tun?

By | 2018-03-08T08:33:09+00:00 Mittwoch, 14. März 2018|

Die ersten Monate nach der Geburt stellen für viele Eltern eine Herausforderung dar. Nachdem viele Neugeborene in den ersten Wochen praktisch nur trinken und schlafen, kann es sein, dass sie nun zunehmend unruhiger werden. Das Kind ist wacher, aufmerksamer und beginnt, seine Umgebung und deren Reize immer intensiver wahrzunehmen. Während dies einigen Kindern leichter fällt, werden andere regelrecht davon überflutet. Dem Säugling bleibt in dieser Situation nichts anderes übrig, als zu schreien, denn anders kann er sich nicht ausdrücken. Was können sie als Eltern tun, um diese schwierige Phase auszuhalten? Wie können sie dem Kind in dieser Situation helfen?

  • Der wohl wichtigste Punkt: Sie sind keine schlechten Eltern! Das Schreien ihres Säuglings bedeutet nicht, dass sie etwas falsch machen. Ihr Kind kann sich einfach noch nicht anders ausdrücken.
  • Versuchen sie möglichst ruhig zu bleiben. Auch wenn das in dieser Situation sehr schwierig erscheint: Ein sanftes Vorgehen, ohne Hektik, hilft dem Kind dabei, sich zu beruhigen.
  • Geben sie ihrem Kind so viel Nähe wie es braucht und sie ihm geben können. Die Angst, es in dieser sensiblen Phase zu verwöhnen ist völlig unbegründet.
  • Sorgen sie für eine reizarme Umgebung. Für einige Kinder kann bereits ein laufendes Radio zu viel sein. Ein heftiges Schaukeln oder ein ständiger Wechsel der Position kann eine Überreizung steigern. Die meisten Kinder beruhigen sich langfristig besser, wenn sie –  nahe am Körper – ruhig gehalten werden. Wählen sie eine Beruhigungsstrategie, bei der auch ihnen wohl ist, und behalten sie diese bei.
  • Ein regelmässiger Tagesablauf mit immer ähnlichen Abläufen vermittelt dem Kind Sicherheit.
  • Um Übermüdungen zu vermeiden macht es Sinn, die Kinder bei den ersten Müdigkeitszeichen in den Schlaf zu begleiten. Im frühen Säuglingsalter ist dies in der Regel nach ein bis eineinhalb Stunden der Fall.
  • Kritische Schreiphasen, wie sie vor allem abends vorkommen, können anfangs mit einem Spaziergang im Kinderwagen oder Tragetuch überbrückt werden.
  • Ein schreiendes Kind bedeutet auch, sich als Eltern gegenseitig zu entlasten. Nehmen sie Unterstützung aus ihrem Umfeld an damit sie sich etwas erholen und neue Kraft tanken können.
  • Wenn sie nicht mehr können: Legen sie das Kind an einen sicheren Ort, schliessen sie die Türe und Atmen sie tief durch. Gehen sie erst wieder zu ihrem Kind wenn sie sich dazu bereit fühlen.
  • Im Notfall können sie sich jederzeit beim Elternnotruf (Telefon 0848 35 45 55) oder auf der Notfallaufnahme im Kinderspital melden.
  • Ein kleiner Lichtblick: Nach wenigen Wochen ist der Spuk meist vorüber und ruhigere Zeiten kehren ein.

In unserer Broschüre «Gestuftes Beruhigen» finden sie eine Anleitung zum möglichen, schrittweisen Vorgehen beim Trösten.

Broschüre «Gestuftes Beruhigen» herunterladen

Bewegung für die Kleinsten- Teil 2

By | 2018-03-14T16:54:32+00:00 Mittwoch, 7. März 2018|

Im Beitrag der letzten Woche haben wir auf die Wichtigkeit der Bewegung im Säuglings- und Kleinkindalter hingewiesen. Je öfter die Kinder die Möglichkeit haben, sich frei auf dem Boden zu bewegen, desto schneller werden sie Bewegungsabläufe und Entwicklungsschritte bewältigen können. Nachdem wir uns im letzten Beitrag mit den ersten paar Lebenswochen befasst haben, möchten wir heute auf die etwas grösseren Säuglinge eingehen.

  • Das Kind soll möglichst viel von seiner aktiven Zeit auf einer Krabbeldecke auf dem Boden verbringen. Der Säugling kann nun in Rücken- oder Bauchlage spielen, später kann er üben, sich aufzusetzen und schliesslich zu krabbeln. Die Bauchlage ist sehr wichtig für die später folgenden Entwicklungsschritte. Daher soll sie, im Wachzustand, von Beginn an regelmässig angeboten und geübt werden.
  • Altersgerechtes Spielzeug dient als Anreiz zur Bewegung. Wenn das Kind die Bauchlage sicher beherrscht, kann dieses auch etwas ausser Reichweite platziert werden, um das Kind noch mehr zu animieren.
  • Am Besten gefällt es Ihrem Sprössling wahrscheinlich, wenn Sie sich zu ihm auf den Boden legen und mit ihm plaudern und spielen. Bei Kindern, die nicht gerne alleine auf dem Boden sind, kann dies helfen, das Kind an diese Umgebung zu gewöhnen.
  • Spielhimmel sind für die ersten Monate gut geeignet. Die Kinder können die hängenden Objekte betrachten und versuchen, sie zu greifen. Wenn die Kinder drei bis vier Monate alt sind, sollten sie allerdings nicht ständig unter dem Spielhimmel liegen, denn die Anreize von oben können die Motivation des Kindes, sich zu Drehen, hemmen.
  • Das Kind sollte erst sitzen, wenn es sich selbst in die Sitzposition befördern kann. Ein gestütztes Sitzen am Boden oder im Kinderwagen ist nicht sinnvoll, denn es hemmt die Motivation, es selbst zu versuchen. Eine Ausnahme bilden hier die Mahlzeiten. Während dieser Zeit macht ein gestütztes Sitzen Sinn, sofern das Kind den Kopf stabil halten kann.
  • Von Geh-Hilfen raten wir dringend ab. Sie bringen eine grosse Sturzgefahr mit sich und können ein falsches Gang-Bild begünstigen. Weil das Kind sich hier nicht selbst aufrichten muss, laufen Kinder, die sich regelmässig in Geh-Hilfen aufhalten, meist deutlich später als andere.

Sobald die Kinder sich selbständig aufrichten und beginnen, an Möbeln und Gegenständen entlang zu laufen, eignen sich Kisten oder Kinderstühle, welche die Kleinen vor sich herschieben können.

Die «Bewegungstipps für Kinder mit den Eltern» enthalten zahlreiche Bewegungsideen und Anregungen für die verschiedenen Altersstufen. Den Link zu diesen Tipps finden Sie gleich im Anschluss. Das Team der Mütter- und Väterberatung wüscht Ihnen und Ihrem Kind einen aktiven, bewegungsreichen Alltag.

Zu den Bewegungstipps und Anregungen

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Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Die Mütter-und Väterberaterinnen helfen ihnen gerne weiter. Wir beraten Sie telefonisch, per E-Mail oder an einer Beratungsstelle in Ihrer Nähe.

Bewegung für die Kleinsten- Teil 1

By | 2018-02-28T07:58:43+00:00 Mittwoch, 28. Februar 2018|

Bewegung ist gesund und fördert das Wohlbefinden. Was für uns Erwachsene gilt, ist bei Säuglingen und Kleinkindern mindestens genau so wichtig. Die Bewegung unterstützt das Lernen und die Entwicklung, denn die Kinder entdecken dabei mit ihrem Körper die Umwelt. Kinder, die sich im Säuglings- und Kleinkindalter regelmässig bewegen, sind später deutlich geschickter und verletzen sich weniger schnell. Es heisst, dass ein Kind eine Bewegung bis zu 3000 Mal durchführen muss um sie schliesslich zu beherrschen. Daher soll sich das Kind möglichst oft frei bewegen können. Was können sie tun, um die Bewegung ihres Kindes bereits von Beginn an zu fördern? Wie sie bereits dem Titel entnehmen können ist dieser Beitrag in zwei Teile aufgegliedert. In diesem Teil geht es um Bewegung in den ersten paar Lebenswochen.

  • Von Anfang an ist die freie Bewegung auf dem Boden wichtig. Hierfür wird der Säugling am Besten auf eine Krabbeldecke gelegt. Manche Kinder fühlen sich sogleich wohl in dieser Umgebung, andere benötigen noch viel Begleitung und Unterstützung. Wenn sie das Kind dabei beaufsichtigen, kann auch die Bauchlage ausprobiert werden.
  • Die Zeit auf dem Wickeltisch kann ebenfalls als Bewegungszeit genutzt werden. Natürlich müssen die Kinder hierbei ununterbrochen beaufsichtigt werden. Wenn sie dem Kind die Windel ausziehen kann es sich noch freier und intensiver bewegen.
  • Wenn ihr Säugling noch auf ständige Körpernähe angewiesen ist, können die Bewegungszeiten auch auf dem Schoss der Eltern stattfinden. Sie können mit ihrem Kind sprechen und es kann ihr Gesicht und ihre Mimik betrachten und diese nachahmen. Dabei bewegt sich das Kind auf eine natürliche, freie Weise. Wenn die Aufmerksamkeit des Kindes nachlässt und es vermehrt wegschaut, benötigt es eine Pause.
  • Achten sie darauf, dass Anreize nicht immer von der gleichen Seite kommen. Bei Kindern, die eine Seitenbevorzugung bei der Kopfhaltung zeigen, ist dies besonders wichtig.

Die Tipps für die etwas grösseren Säuglinge folgen im Beitrag der nächsten Woche. Das Team der Mütter- und Väterberatung wüscht ihnen und ihrem Kind einen aktiven, bewegungsreichen Alltag.

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Weisch no? Sprüche und Verse aus unserer Kindheit

By | 2018-02-12T12:07:27+00:00 Mittwoch, 21. Februar 2018|

Wer kennt sie nicht, die berühmten Verse wie «Hoppe, hoppe Reiter» oder «Schiffli fahre ufem See»? So mancher erinnert sich bei den Versen wahrscheinlich an seine eigene Kindheit – an lustige und aktive Stunden zusammen mit den Eltern oder anderen Bezugspersonen. Die meisten Kinder können von den Versen und Bewegungsspielen gar nicht genug kriegen und fordern die Eltern auf, die gleichen Reime immer wieder aufs Neue vorzutragen.

Aber Verse können noch mehr, als einfach für lustige Stunden sorgen. Sie ermöglichen es, mit dem Kind auf eine andere, wunderbare Weise in Beziehung zu treten. Dies fördert die Zweisamkeit auf spielerische Weise. Durch Reime, Rhythmus und Melodie fördern sie zudem die Sprachentwicklung. Viele Verse und Sprüche eignen sich auch schon für ganz kleine Babys.

Im Folgenden nun ein paar Beispiele zur Anregung.

Was chnurrt denn da?

Was chnurrt denn da?

Min Buuch mues öppis z’Ässe ha! (Mit den Fingern auf dem Bauch des Kindes umherkrabbeln).

Gross und schön isch d‘ Sunne, warm isch ihres Liecht; (Mit den Armen einen grossen Kreis machen)

und ich weiss nöd was mer ohni d‘Sunne miech. (Mit ausgestreckten Armen und hochgezogenen Schultern)

Chunnt e dicki Wolkä wo si ganz verdeckt; (Hände vor das Gesicht führen)

Doch scho seit si: «Do bin ich, ich han mi nur versteckt!» (Hände rasch öffnen und herausgucken)

Füf Säuli chömed z’laufe; (Finger laufen als Schweinchen über den waagrecht gehaltenen Arm)

De Puur wött’s go verschaufe;

S’Schnüffelnäsli, (Der Reihe nach die Fingerspitzen antippen, beim Daumen beginnen)

s’Waggelöhrli,

s’Ringelschänzli,

s‘ Chugelränzli.

Und das Chlinschte, s Wädlibei, seit: «Chum, mir springed wieder hei.»

(Stimme von Wädlibei nachahmen. Alle Finger laufen, begleitet durch Grunzgeräusche, über den Arm zurück. Noch lustiger wird es für die Kleinen, wenn auf jeder Fingerkuppe ein kleines Schweinchen aufgemalt ist.)

Weitere Ideen finden sie über den folgenden Link:  www.kinderverse.ch

Das Team der Mütter- und Väterberatung wünscht lustige, gemeinsame Stunden.

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