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Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme
Alkohol… Und die Familie?

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Alkohol… Und die Familie?

Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme
Alkohol… Und die Familie?

Der nationale Aktionstag Alkoholprobleme am 19. Mai 2016 thematisiert die Situation der Angehörigen von Alkoholkranken. Zu Recht, denn Angehörige sind von den Konsequenzen einer Abhängigkeit als erste betroffen. Sei es als Ehepartner, Kinder oder als Nahestehende im privaten und beruflichen Umfeld. Angehörige leiden meist still, fühlen sich hilflos und ohnmächtig und riskieren dabei selbst krank zu werden.

Die Suchtberatung der Perspektive Thurgau ist gerade auch für Angehörige von Menschen mit Alkoholproblemen da. Schreiben Sie uns eine E-Mail, rufen Sie uns an oder vereinbaren Sie einen Gesprächstermin an einem unserer Standorte: Vertraulich, kostenlos, engagiert und kompetent besprechen wir mit Ihnen Ihre Situation und begleiten Sie auf der Lösungssuche

071 626 02 02, info@perspektive-tg.ch

Mehr zu unseren Angeboten für Bezugspersonen finden Sie unter diesem Link.

Einfache Ratschläge helfen in komplexen Situation mit trinkenden Angehörigen selten wirklich weiter, dennoch an dieser Stelle einige Anregungen, die ein kleines Stück weiterhelfen könnten:

Sucht ist schambesetzt – auch für Angehörige. Es ist oft schwierig aus der Isolation herauszutreten und das Gespräch zu suchen und wenn es dann getan wird, ist es nicht einfach, auch verstanden zu werden. Dennoch: Sie sind nicht allein und allein ist es kaum zu schaffen. Der erste Schritt in Richtung einer Verbesserung der Situation ist oft aus der Isolation herauszutreten.

Angehörige sind nicht verantwortlich für den Alkoholkonsum des trinkenden Familienmitgliedes – das heisst aber nicht, dass sie Ihm hilflos ausgeliefert sind.

Wohlgestaltete Ziele helfen weiter zu kommen. Wir empfehlen folgende Zielhierarchie:

  1. Ihre Lebensqualität soll sich verbessern (unabhängig vom Verhalten der trinkenden Person)
  2. Die Qualität der Beziehung soll sich verbessern (unabhängig vom Alkoholkonsum der trinkenden Person)
  3. Der Alkoholkonsum der trinkenden Person soll sich reduzieren. Wenn diese das nicht alleine schafft, soll sie Hilfe annehmen

Auf die Zielerreichung von 1. und 2. haben Sie als Angehörige direkten Einfluss (Selbstwirksamkeit). Die Zielerreichung Nr. 3 können sie (nur) indirekt beeinflussen. Der Erfolg hängt da massgeblich von der trinkenden Person ab und das gelingt oft nicht umfassend: Sucht ist auch eine chronische Erkrankung – Behandelbar, lösbar aber nur bedingt heilbar.

Es gibt verschiedene Strategien im Zusammenleben mit Alkoholkranken.
Jede dieser Strategien hat Vor- und Nachteile und passt mehr oder weniger zu Ihnen
Es gibt nicht die richtige Strategie aber es gibt erfolgreicherer und weniger erfolgreiche Strategien und sicher auch eine, die zu Ihnen passt.
Wir begleiten Sie gerne auf der Sucht nach einem für Sie stimmigen Weg.

Sucht Schweiz als externer Partner der Perspektive Thurgau Suchtberatung stellt hilfreiche Broschüren zur Verfügung und hat Kurzfilme zum Thema produziert, die wir Ihnen an dieser Stelle gerne zugänglich machen:

Informationen für Partner/Partnerinnen von Menschen mit Alkoholproblem

Informationen für Nahestehende von Menschen mit Alkoholproblem

Kurzfilme zur Situation von Nahestehenden

 

By |2017-03-20T17:59:59+00:00Donnerstag, 12. Mai 2016|