Frühzeitig für Menschen mit Suchtfragen da zu sein, ist ein wichtiges Anliegen der Perspektive Thurgau. Wir sind da für Betroffene, deren Angehörige und Nahestehende, für Fachpersonen und Interessierte.

Die folgenden Geschichten stammen aus unserem Arbeitsalltag.

Frau macht sich Sorgen um Ehemann

«Durch die Alkoholsucht meines Mannes waren ich und die Kinder total überfordert. Wir konnten die Probleme irgendwann nicht mehr alleine bewältigen, aber etwas in mir hat sich gesträubt hinzugehen und Hilfe zu suchen. Aus heutiger Sicht war es der richtige Schritt, aber ich hätte schon früher handeln müssen.»

Frau macht sich Sorgen um Ehefrau

«Die Alkoholabhängigkeit meiner Frau brachte mich und die Kinder ans Limit. Es war schwer einzugestehen, dass wir mit diesem Problem nicht mehr alleine klar kommen. Ich musste mich extrem überwinden, um zu sagen: Ich gehe jetzt hin und hole mir Hilfe. Im Nachhinein weiss ich, es war der richtige Schritt.»

Mutter liest Kind vor

«Ich wollte eine fröhliche und positive Mutter sein. Durch den Alkohol habe ich mir diese Freude jeweils künstlich erzwungen. Wenn ich getrunken hatte, war die Welt für einen kurzen Moment farbig und froh. Aber danach ist es mir meist noch viel schlechter gegangen. Heute kann ich diesen Negativkreislauf klar nachvollziehen. Ich bin froh, habe ich mein Leben wieder im Griff.»

Vater mit Kind in Bibliothek

«Die Suchtberaterin hat mich motiviert, einen Alkoholentzug in der Klinik zu machen. Danach konnte ich viel zuverlässiger für meinen Sohn da sein. Er brauchte ein bisschen Zeit, aber sein Vertrauen in mich ist gewachsen. Heute geniessen wir es, stundenlang durch Brockenhäuser zu stöbern auf der Suche nach  verborgenen Schätzen.»

Frauenhand wirft Weinflasche ein

«Als ich beim Altglas-Entsorgen mit meinem dreijährigen Sohn realisierte, wie viel ich getrunken hatte, schämte ich mich zutiefst. Von aussen betrachtet mag die Szene fröhlich gewirkt haben. Er fand es lustig, das Glas reinzuwerfen. Aber ich dachte mir, wenn er wüsste, was das ist. Zu realisieren, was ich meinem Sohn vorspielte, hat mir extrem weh getan. Die Liebe zu meinem Sohn hat mich letztlich dazu gebracht, etwas zu verändern.»

Vater spielt mit Kind

«Mein Suchtberater hat mir empfohlen, mit den Kindern über meine Probleme zu sprechen. Das war eine grosse Hürde. Ich fühlte mich, als hätte ich als Vater komplett versagt. Ich musste allen Mut zusammennehmen und über meinen Schatten springen. Ich habe ihnen erklärt, dass ich sehr traurig war und darum viel getrunken habe. Ich betonte, dass es nicht ihre Schuld sei. Es tut mir leid, dass ich oft nicht für meine Kinder da sein konnte. Heute versuche ich, jeden Tag mein Bestes zu geben.»

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