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Tipps Mütter- und Väterberatung

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Fieberkrampf! Wenn ich das gewusst hätte…

By |2019-02-07T08:22:03+00:00Mittwoch, 13. Februar 2019|

Obwohl ein Fieberkrampf medizinisch gesehen als harmlos gilt, sieht er nicht so aus. Eltern erleben einen Anfall häufig als lebensbedrohlich für das Kind und erschrecken dementsprechend heftig.

In der Beratung wird uns von betroffenen Eltern häufig erzählt, wie froh sie gewesen wären, wenn sie im Vorfeld mehr darüber gewusst hätten. Hier die wichtigsten Informationen dazu:

Was ist ein Fieberkrampf?

Bei einem Fieberkrampf reagiert das Gehirn auf einen raschen Fieberanstieg oder auf hohes Fieber mit Krampfanfällen. Ein Fieberkrampf sieht ähnlich aus wie ein epileptischer Anfall, ist aber keine Epilepsie.

Ungefähr 3-5 % aller Kinder erleiden zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 6. Lebensjahr einen Fieberkrampf.

Wie zeigt sich ein Fieberkrampf?

  • Ein Fieberkrampf tritt am häufigsten während des ersten Fieberanstieges, manchmal aber auch bei schon länger bestehendem Fieber auf.
  • Das Kind wird plötzlich bewusstlos, verdreht die Augen nach oben oder starrt gerade aus.
  • Sein Körper kann steif werden oder erschlaffen.
  • Es treten rhythmische Zuckungen an Armen, Beinen oder/und im Gesicht auf.
  • Die Gesichtsfarbe kann sich verändern, v.a. die Lippen verfärben sich häufig blau.
  • Die beschriebenen Symptome können wenige Minuten andauern.
  • Das Kind ist nach dem Anfall müde, neurologisch aber unauffällig.

Was können Sie während eines Anfalles tun?

  • Versuchen Sie ruhig zu bleiben!
  • Lockern Sie die Kleidung des Kindes und sorgen Sie dafür, dass es frei atmen kann.
  • Geben Sie ihm auf keinen Fall Nahrung, Getränke oder den Nuggi in den Mund.
  • Schütteln Sie das Kind unter keinen Umständen.
  • Halten Sie das Kind nicht fest, sondern bleiben Sie bei ihm und sorgen Sie dafür, dass es sich nirgends verletzen kann.
  • Schauen Sie auf der Uhr, damit Sie ungefähr wissen, wie lange der Anfall dauert.
  • Messen Sie nach dem Anfall die Körpertemperatur. Senken Sie bei Bedarf das Fieber.
  • Manche Kinder übergeben sich nach einem Anfall.

Dauert der Anfall länger als 5 Minuten, rufen Sie einen Notarzt (144).

Nehmen Sie nach einem Fieberkrampf immer Kontakt mit einem  Arzt auf. Er kann so das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen.

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Fiebersenkende Mittel – Ganz ohne Chemie

By |2019-01-29T14:52:37+00:00Mittwoch, 30. Januar 2019|

Wickel in all ihren Anwendungen sind ein altbekanntes Heil- und Hausmittel. Die wohl Bekanntesten sind die «Essigsöckli» oder «Wadenwickel» zum Senken von Fieber. Vielleicht haben Sie selbst aus Ihrer Kindheit Erinnerungen daran?

Erhält ein Kind einen Wickel, schenken Sie ihm damit auch Zuwendung, Aufmerksamkeit und das Gefühl von Umsorgt-Werden.

Die Wirkung eines Wickels beschränkt sich nicht nur auf den behandelten Körperteil. Der ganze Organismus wird davon beeinflusst. Deshalb ist eine sorgfältige, korrekte Anwendung unerlässlich.

Wichtig zu beachten bei fiebersenkenden Wickeln:

  • Vor der Anwendung Temperatur messen (rectal).
  • Der Körper muss komplett warm sein, inklusive Füße und Hände. Ansonsten dürfen keine kühlenden Wickel/Bäder angewendet werden!
  • Nie kaltes Wasser verwenden.
  • Das Fieber nicht um mehr als 1° Celsius senken. Herz und Kreislauf werden sonst zu stark belastet.
  • Um die Körpertemperatur um 0.5 bis 1° C zu senken, dauert es in der Regel 1.5 bis 2 Stunden. Bei kleinen Kindern reichen oft schon 10 Minuten, da sie sehr leicht auskühlen.
  • Nach der Anwendung Temperatur kontrollieren.
  • Sehr kleine Kinder empfinden Wickel manchmal nicht als angenehm. Sie weinen oder wehren sich gegen den Wickel. In diesem Fall verzichten Sie darauf.

Beobachten Sie Ihr Kind während der Anwendung gut.

Und so geht’s….

Material:

  • 2 Baumwolltücher (z.B. Geschirrhandtücher)
  • 2 Frotteehandtücher oder Wolltücher
  • 1 Paar grosse Erwachsenen-Kniestrümpfe
  • Schüssel mit lauwarmem Wasser (32 – 36° C)
  • Etwas Essig im Wasser verstärkt die kühlende Wirkung (1l Wasser + ½ EL Essig)
  • Fieberthermometer/Badethermometer

So geht’s:

  • Die Baumwolltücher ins Wasser tauchen und auswringen.
  • Beine straff und faltenlos umwickeln (vom Fussknöchel bis unter das Knie).
  • Darüber die Beine in trockene Frottiertücher oder Wolltücher packen.
  • die grossen Kniestrümpfe darüber ziehen, damit die Wickel besser halten..
  • Die nassen Innentücher werden erneuert, bevor sie warm sind. Das kann alle 10 Minuten nötig sein.
  • Niemals um den Wickel eine luftdichte Hülle aus Plastik oder Gummi legen: Die Flüssigkeit kann sonst nicht verdunsten, was zu einem Wärmerückstau führt.
  • Wadenwickel sollten nicht unter der Bettdecke angewendet werden. Das behindert die Verdunstung, und der Wadenwickel ist wirkungslos. Deshalb Bettdecke zurückschlagen.

Material:

  • Becken mit lauwarmem Wasser (32 – 36° C)
  • Waschlappen
  • 2 trockene Tücher
  • Die kühlende Wirkung kann durch Beigabe von Zitronensaft verstärkt werden (1l Wasser + ½ Löffel Zitronensaft)

So geht‘s:

  • Waschlappen ins Wasser tauchen und etwas ausdrücken.
  • Ein Körperteil nach dem Anderen waschen.
  • Die gewaschene Stelle umgehend mit einem Tuch zudecken (ohne abzutrocknen).

Buchempfehlung

Unsere Buchempfehlung:

«Wohltuende Wickel», von Maya Thüler

Wickel: vorbeugend, schmerzlindernd und heilungsfördernd. Sie helfen nicht nur zur Bewältigung von Krankheiten, sondern eignen sich hervorragend auch zur vorbeugenden Anwendung. Erleichterung und Wohlbefinden sind garantiert!

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Mein Kind hat Fieber

By |2019-01-28T08:48:54+00:00Mittwoch, 9. Januar 2019|

Fieber ist keine Krankheit! Mit Fieber wehrt sich der Körper gegen eine Infektion.

Bei Kindern entsteht Fieber am häufigsten durch virale Infektionen. In den ersten Lebensmonaten sind Babys durch den sogenannten «Nestschutz» vor den meisten ansteckbaren Krankheiten geschützt. Dieser lässt aber nach drei bis vier Monaten nach und das Baby muss sein eigenes Abwehrsystem aufbauen. Im 2. Lebenshalbjahr kann Ihr Kind darum etwas öfter erkranken. Vor allem, wenn es regelmässig Kontakt zu anderen Kindern hat. Tröstlich dabei ist, dass das Abwehrsystem des Körpers dadurch aufgebaut wird und die Kinder später davon profitieren können.

  • Mag Ihr Kind spielen, trinkt es und ist mehrheitlich zufrieden, dürfen Sie Fieber bis ca. 39.5 Grad (rectal gemessen) zulassen.
  • Hohes Fieber kann zu Flüssigkeitsverlust führen. Geben Sie Ihrem Kind daher regelmässig zu trinken und beobachten Sie den weiteren Verlauf.
  • Offerieren Sie Ihrem Baby, wenn es nicht essen mag, Muttermilch oder einen Schoppen. Fiebernde Kinder sind oftmals zu müde zum Essen.
  • Fühlt sich Ihr Kind heiss an (auch Füsse und Hände), bekleiden oder bedecken Sie es nur leicht.
  • Friert oder fröstelt Ihr Kind, decken Sie es zu. Eventuell ist die Temperatur noch am Steigen.
  • Ist Ihr Kind im Allgemeinzustand beeinträchtigt, geben Sie ihm fiebersenkende Medikamente. Diese erhalten Sie in Form von Zäpfchen oder Sirup in Apotheken. Achtung: Altersentsprechende Dosierung beachten!
  • Das Fieber über 40 Grad oder höher steigt und sich nicht senken lässt.
  • Ihr Kind untröstlich weint.
  • Es schwer aufzuwecken ist.
  • Es energielos ist, krank aussieht und Sie ein ungutes Gefühl haben.
  • Es nicht schlucken und trinken kann.
  • Rote oder blaue, nicht wegdrückbare Punkte oder Flecken auf der Haut sichtbar sind.
  • Es schwer oder geräuschvoll atmet und sich dies nicht bessert, nachdem seine Nase von Schleim befreit ist.
  • Es einen Fieberkrampf hat.

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Familienfeste, Bräuche und Rituale

By |2018-12-12T14:43:30+00:00Mittwoch, 12. Dezember 2018|

Weihnachten steht vor der Tür. Wo wir auch sind, werden wir von Weihnachtsdekorationen, Geschenkideen, Weihnachtsliedern usw. auf die Feiertage eingestimmt. Feiern auch Sie Weihnachten? Vielleicht sogar das erste Mal mit Ihrem Baby? Sind Sie schon gespannt, wie es auf den Christbaum, die glitzernden Kugeln und die brennenden Kerzen reagieren wird oder ist Ihnen das alles zu viel und Sie würden die Festtage am liebsten überspringen?

Weihnachten zu feiern ist nicht nur eine Tradition oder ein Brauch, sondern auch ein Ritual.

Rituale sind Abläufe, welche sich regelmässig und vorhersehbar wiederholen. Im Tagesablauf sind sie für Kinder sehr wichtig (z.B. das Einschlafritual), aber auch die sich jedes Jahr wiederholenden Feste und Bräuche gehören dazu.

Durch ihre regelmässige Wiederkehr vermitteln sie Ihrem Kind (und uns Erwachsenen) Sicherheit, Geborgenheit und Orientierung. Es sind Rituale, auf das es sich jedes Jahr von neuem freuen kann.

Welche Feste oder Bräuche sind Ihnen wichtig?

Besprechen Sie sich mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin, welche Bräuche und Feste Sie in welcher Form feiern möchten. Jetzt, kurz vor Weihnachten, kann ein Gespräch falschen Erwartungen und Enttäuschungen vorbeugen und Ihnen helfen, einen eigenen, gemeinsamen Weg im Umgang mit Traditionen und Bräuchen zu finden.

Überlegen Sie sich Folgendes:

  • Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Kindheit und die damit verbundenen Familienfeste und Rituale?
  • Was ist Ihnen von Weihnachten in guter Erinnerung geblieben? Was davon möchten Sie Ihrem Kind weitergeben?
  • Wen möchten Sie zum Fest einladen oder würden Sie lieber alleine feiern?
  • Werden Geschenke ausgetauscht und wenn ja, möchten Sie das wie gewohnt beibehalten?

In unserer Kultur gehört Weihnachten für viele Erwachsene zu den allerschönsten Kindheitserinnerungen.

Welche Feste werden Ihren Kindern in schönster Erinnerung bleiben?

In diesem Sinne wünschen wir ihnen frohe Festtage und bis bald im neuen Jahr.

Ihre Mütter- und Väterberatung

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«Sami, Niggi-Näggi» – Keine Angst vor dem Samichlaus

By |2018-11-28T09:40:15+00:00Mittwoch, 28. November 2018|

Schon von Weitem ist das Glöckchen zu hören, mit dem der Samichlaus und der Schmutzli ihren Besuch ankündigen. Freudige Erwartung, gemischt mit einem Kribbeln im Bauch erfasst oftmals nicht nur die kleinen Kinder. Was geschieht denn nun? Ist das etwas Schönes oder eher Bedrohliches?

Kleine Kinder sind oft tief beeindruckt von den grossen, bärtigen Männern mit den roten oder schwarzen Kapuzenmänteln und den tiefen Stimmen. Diese neue, ungewöhnliche Situation kann auf ein Kind auch unheimlich wirken und ihm Angst machen.

Damit der Kontakt mit dem Samichlaus in guter Erinnerung bleibt, beachten Sie folgende Tipps:

  • Je jünger ein Kind ist, desto mehr braucht es in Situationen, die ihm unbekannt sind, eine vertraute, sichere Bezugsperson. Bleiben Sie bei Ihrem Kind und geben Sie ihm durch Ihre Nähe Schutz und Geborgenheit.
  • Wie schnell ein Kind ängstlich reagiert, ist von Kind zu Kind sehr unterschiedlich. Zeigt es Angst, so nehmen Sie diese ernst, reden Sie sie ihm nicht aus.
  • Beobachten Sie das Verhalten Ihres Kindes. Wenn es Angst zeigt, nehmen Sie es auf den Arm und reden Sie ihm beruhigend zu.
  • Wenn es das Geschehen lieber von sicherer Entfernung aus beobachten möchte, lassen Sie es. Ermutigen Sie es und warten Sie ab. Früher oder später gewinnt vielleicht doch die Neugier Oberhand.
  • Drohen Sie nicht mit dem Samichlaus, so bekommen Kinder verständlicherweise Angst vor ihm.
  • Erwiesenermassen wirkt sich Lob und Bestätigung für das, was das Kind gut macht, viel nachhaltiger aus, als Tadel. Besprechen Sie das im Voraus mit dem Chlaus.

Spieliedeen

Stecken Sie je nach Alter des Kindes 3-5 verschiedene Sachen in den Sack. Das Kind darf die Dinge – je nach Alter – vorher sehen. Lassen Sie es die Gegenstände ertasten und dabei raten, was es sein könnte.

Stecken Sie gemeinsam mit dem Kind 3-5 verschiedene Gegenstände in den Sack. Hinter dem Rücken entnimmt ein Spieler einen oder zwei Gegenstände. Der andere darf nun nachschauen, was sich im Sack befindet und erraten, was fehlt

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Von den Windeln zum WC

By |2018-11-12T11:56:27+00:00Mittwoch, 14. November 2018|

Das «Trockenwerden» ist ein wichtiger Entwicklungsschritt im Leben der Kinder und viele Eltern beschäftigt die sogenannte «Sauberkeitserziehung». Wichtig ist dabei, dass es nicht um ein «Training» geht sondern viel mehr um das Erkennen des richtigen Zeitpunktes. Eltern können also getrost auf die Signale ihres Kindes achten, mit denen es Interesse am Sauber-werden zeigt. Das «Trockenwerden» ist ein Reifungsprozess und das Kind darf bei Gelingen stolz darauf sein. Jedes Kind hat sein eigenes Entwicklungstempo und dieses kann durch ein verfrühtes «aufs Töpfchen-setzen» nicht beschleunigt werden.

Entwicklung des Trockenwerdens:

  • Bis zwei Jahre nimmt ein Kind kaum bewusst wahr, dass sich etwas tut in seinem Bauch.
  • Ab drei Jahren sind viele Kinder in der Lage zu sagen, dass sie «Pipi oder Gaggi» gemacht haben. Sie entwickeln ein Bewusstsein für ihre Ausscheidung.
  • Bis ca. sechs Jahre lernen die Kinder nach und nach rechtzeitig zu sagen, dass sie auf’s WC müssen. Sie können dann Urin und Stuhlgang so lange zurückzuhalten, bis sie auf der Toilette oder dem Töpfchen sitzen.
  • Mädchen werden in der Regel etwas früher trocken als Knaben.

Anzeichen erkennen

  • will zusehen wenn Sie auf die Toilette gehen.
  • will den eigenen Bauch anschauen.
  • legt sich die Hände auf den Bauch und hält im Spielen inne, wenn es in die Windeln macht.
  • interessiert sich, wie Katze, Hund und andere Tiere Bisi und Gaggi machen und will darüber sprechen.
  • Seien Sie Vorbild und geben Sie Ihrem Kind Nachahmungsmöglichkeit.
  • Bleiben Sie gelassen wenn Ihr Kind sich Zeit lässt.
  • Geben Sie Ihrem Kind Vertrauen: «Mit der Zeit wirst Du es auch können».
  • Achten Sie auf praktische Kleider.
  • Sorgen Sie für einen bequemen Sitz auf dem WC.
  • Anerkennen Sie kleine Fortschritte.
  • Haben Sie bei Missgeschicken Geduld.

Gerne unterstützt die Mütter-und Väterberatung Sie in der Einschätzung der Entwicklung sowie mit praktischen Tipps für den Alltag.

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Zu Hause ohne Halsband

By |2018-11-22T08:02:30+00:00Donnerstag, 1. November 2018|

Kleine Kinder und Hunde haben gemeinsam, dass sie voll und ganz in der Gegenwart leben. Ihr Verhalten wird von der aktuellen Situation, ihren Gefühlen und Bedürfnissen gelenkt. Sie gehen auf im Spiel miteinander. Ein Hund kann dem Kind bester Spielkamerad, Freund und Tröster sein.

Damit das gelingt, müssen Eltern dem Hund klar machen, dass das Kind unter ihrem Schutz steht. Sie müssen eingreifen, wenn sich Hund oder Kind gegenüber dem anderen grob und rücksichtslos benimmt.

  • wenn Sie bereits eine sichere Bindung zu Ihrem Tier aufgebaut haben und es weiss, dass Sie Ihre Führungsrolle zuverlässig wahrnehmen.
  • wenn Ihr Hund schon als Welpe gut sozialisiert wurde und Kontakt zu Kindern gewohnt ist.
  • wenn Sie zumindest das Kinderzimmer schon vor der Geburt Ihres Kindes zum Tabuzimmer für den Hund machen (Und auch danach).
  • Wenn Sie dafür sorgen, dass sich der Alltag des Hundes nach der Geburt nicht völlig verändert.
  • Wenn Sie allenfalls einen Hundesitter organisieren, bis sich Ihr Alltag mit dem Baby eingespielt hat.
  • Lassen Sie Ihr Kind nie unbeaufsichtigt mit dem Hund alleine!
  • Es reicht, wenn Ihr Hund in den ersten Tagen noch keinen direkten Kontakt zum Baby hat, sondern es von der Zimmerschwelle aus beobachten und wittern kann.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind den Hund weder an seinem Schlaf- noch an seinem Futterplatz stört. (Er könnte aus dem Schlaf gerissen erschrecken und schnappen/er könnte sein Futter verteidigen)
  • Babys und Kleinkinder kriechen dem Hund hinterher, packen ihn am Fell, greifen ihm in Mund und Nase. Dies kann er als bedrohend oder störend empfinden. Beachten Sie das Verhalten des Hundes und trennen Sie Kind und Hund, wenn sie sehen, dass es einem der Beiden zu viel wird.
  • Um zu verhindern, dass Kinder den Hund am Halsband halten, daran ziehen und zerren, empfiehlt es sich, zu Hause dem Hund das Halsband abzumachen. Der Hund soll aus freien Stücken mitspielen und mit dem Kind mitgehen.
  • Entwurmen Sie Ihren Hund regelmässig!
  • Kleinkinder verstehen die Warnsignale des Hundes nicht. Sie müssen im Umgang mit ihm angeleitet und überwacht werden.
  • Achtung: Bei einem fremden Hund gelten für Ihr Kind andere Umgangsformen als beim eigenen.

Für weitere Fragen wenden Sie sich an eine Hundeschule in Ihrer Nähe oder an die SKG (Schweizerischer kynologische Gesellschaft).

Dieser Beitrag enthält inhaltliche Informationen aus dem Sonderdruck Nr. 3  «Kind und Hund- eine bereichernde Freundschaft» des Schweizer Hunde Magazin.
Herzlichen Dank der Autorin Denise Gaudy sowie Sonja Doll Hadorn für das Einverständnis zur Veröffentlichung.

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Kinderautositze retten Leben

By |2018-10-17T12:23:29+00:00Mittwoch, 17. Oktober 2018|

In der Schweiz fahren 99% aller Kinder im Auto in einem Kindersitz mit, aber lediglich jedes zweite Kind ist dabei richtig angeschnallt.  Das Risiko, bei einem Unfall schwer verletzt zu werden, ist massiv.

Kinder haben einen anderen Körperbau als Erwachsene. Der Kopf eines Babys ist im Verhältnis zu seinem Körper sehr gross und schwer und muss deshalb entsprechend gesichert werden. Damit begründet sich, weshalb Kinderschalen im Auto solange wie möglich rückwärtsgerichtet montiert werden sollen.

Autofahrten mit quengelnden Babys und kleinen Kindern können nervenaufreibend sein. Trotzdem ist es wichtig, dass Sie als Eltern dazu beitragen, dass die ganze Familie sicher unterwegs ist.

  • Wählen Sie einen der Grösse und dem Alter angepassten Sitz.
  • Der sicherste Platz für Kinder im Auto ist der Rücksitz.
  • Kinder bis mindestens 15 Monate sind in rückwärtsgerichteten Schalen zu sichern. Wechseln Sie erst zur nächsten Grösse, wenn der Kopf über die Schale hinausragt.
  • Stellen Sie sicher, dass die Gurten eng am Körper verlaufen (ein Fingerbreit Platz zwischen Kind und Gurt). Häufigster Fehler: zu lockere Gurten.
  • Ziehen Sie Ihrem Kind im Winter die dicke Jacke aus oder öffnen Sie sie mindestens, damit die Gurten eng am Körper liegen. Das Material von Winterjacken ist oft sehr schliefrig und die Kinder rutschen so leicht aus den Gurten.
  • Lassen Sie Kinder NIE alleine im Auto – auch nicht für kurze Zeit oder wenn sie schlafen.
  • Babys brauchen oft Zeit, um sich an das Angeschnallt-sein im Autositz zu gewöhnen. Zu Beginn lohnen sich deshalb kürzere Fahrten.
  • Bei langen Reisen ist es von Vorteil, genügend Zeit einzuplanen. Machen Sie jede eineinhalb bis zwei Stunden einen Halt. In der Pause können Sie Ihr Baby auf eine Decke auf den Boden legen, damit es sich bewegen und strecken kann. Grössere Kinder können in dieser Zeit herumspringen.
  • Halten Sie einen Snack bereit und bieten Sie genügend Flüssigkeit an.
  • Deponieren Sie im Auto ein Büechli oder Spielzeug, welches Ihr Kind besonders mag und welches es nur während Autofahrten haben darf.
  • Denken Sie an den Sonnenschutz für die Seitenfenster.

Bei Fragen sind wir von der Mütter- und Väterberatung gerne für Sie da.

Unter folgenden Links finden Sie weitere Informationen und erklärende Bilder:

https://www.tcs.ch/de/testberichte-ratgeber/ratgeber/kindersitze/kinder-richtig-sichern.php

https://www.tcs.ch/de/testberichte-ratgeber/broschueren-publikationen/tcs-ratgeber/auto-kindersitz-ratgeber.php

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«Jetzt falled d’Blättli wieder»

By |2018-09-25T10:11:41+00:00Mittwoch, 3. Oktober 2018|

Kennen Sie das Kinderlied «Jetzt falled d Blättli wieder, dä Summer isch verbie»? Nicht nur Blätter, auch Nüsse, Kastanien, Eicheln, Früchte etc. fallen im Herbst vom Baum und können entdeckt werden.

Für Kinder ist ein Ausflug in den Wald oder in einen Park abenteuerlich und spannend. Durch raschelnde Blätter laufen, auf Baumstämmen balancieren, über unebenen Waldboden gehen, das macht Spass und es gibt viele Sachen aus der Natur zu finden, mit denen es sich wunderbar spielen, basteln oder dekorieren lässt.

  • Gehen Sie mit Ihrem Kind in einen Park, in den Wald oder in den Garten.
  • Lassen Sie ihm Zeit, die Umgebung zu erkunden und zeigen Sie ihm, was es alles zu entdecken gibt.
  • Mit einer Tasche versehen, können Sie Ihr Kind auf die Suche schicken. Es kann darin mitnehmen, was ihm gefällt.
  • Geben Sie ihm Zuhause die Möglichkeit, seine Fundstücke aufzubewahren, sei es auf einem Kartonteller auf dem Balkon oder vor der Haustüre. Schauen Sie mit ihm die Schätze an, vielleicht können Sie mit dem Kind etwas daraus basteln, möglicherweise spielt ihr Kind einfach so damit oder Sie beobachten gar, dass die Nuss oder die Kastanie bewohnt ist.
  • Ihr Kind kann Blätter, Rindenstücke, leere Schneckenhäuser etc. an einem Draht zu einer Girlande aufziehen.
  • Eichel- oder Buchenschalen auf die Finger gesteckt werden zu Hütchen. Malen Sie oder das Kind Augen und Mund auf die Fingerbeere, so entstehen lustige Zwerge.
  • Legen Sie über ein getrocknetes Blatt ein Zeichenpapier, schraffiert ihr Kind mit Bleistift oder Wachsfarbe darüber, erscheint – wie durch Zauberhand – das Blatt auf der vorderen Seite.

Achtung: Zecken sind immer noch aktiv, ziehen Sie ihrem Kind darum lange Hosen und ein langes Shirt an. Suchen Sie es abends nach Zecken ab.

Info zu Zecken und von Zecken übertragbare Krankheiten

Kinderlied «Jetzt falled d’Blättli wieder»

  1. Jetzt fallet d’Blettli wieder,
    de Summer isch verbii.
    Und d‘ Schwälbli flüüged alli furt,
    mir wüssed nid wohii.
  2. Und leer sind alli Fälder
    und d‘ Blüemli schlafed bald.
    Und stiller wird’s im ganze Land
    und einsam staht de Wald.
  3. Kein Summervogel tanzet,
    es isch scho chalt und rau.
    Und d‘ Sunne hät en Schleier aa
    vo Näbel dick und grau.
  4. Läb wohl du schöne Summer,
    du söttisch no nid gaa.
    Wänn d‘ über s‘ Jahr dänn wieder chunnsch,
    dänn sind mir alli froh.

Melodie

Aufnahmen und Mix, Jonas und MusiklabOhr, veröffentlicht von clixies

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Mama, Papa schaut mich an!

By |2018-09-19T07:19:04+00:00Donnerstag, 13. September 2018|

Digitale Medien gehören zu unserem Alltag und faszinieren Erwachsene und Kinder gleichermassen. Im Schnitt schauen Handybenutzer etwa 80 Mal am Tag auf ihr Handy. Das bedeutet jedes Mal eine Ablenkung.

Gerade Säuglinge und Kleinkinder bekommen «nebenbei» ganz viel mit vom Mediengebrauch ihrer Eltern und Geschwister. Die Bilder – zum Beispiel beim Fernsehen – fesseln bereits Kleinkinder. Auch wenn ihr Baby den Bildschirm gebannt fixiert, kann es die Flut an Tönen und Bildern noch nicht verarbeiten, was schnell zu Unruhe und Stress führen kann.

Säuglinge brauchen für ihre Entwicklung Zuwendung, Sicherheit und Geborgenheit und immer wieder Zeiten ungeteilter Aufmerksamkeit ihrer Bezugsperson.

 Was Sie als Eltern für Ihr Baby und sich tun können:

  • Beschäftigen Sie sich im Beisein Ihres Babys so wenig wie möglich mit elektronischen Medien. Ihr Baby sucht den Blickkontakt zu Ihnen und ist verwirrt, wenn Sie sich immer wieder abwenden.
  • Schenken Sie Ihrem Baby während den Mahlzeiten Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit und lassen Sie sich durch TV und Handy nicht ablenken.
  • Wenn Sie Ihr Baby wickeln, legen Sie Ihr Handy in einen anderen Raum. Beschäftigen Sie sich mit Ihrem Baby, beobachten Sie es und nutzen Sie die Zeit für Zwiesprache.
  • Beschäftigen und beruhigen Sie Ihr Kind nicht mit Fernseher, Handy oder Tablet. Lassen Sie es vielfältige Sinneserfahrungen machen (für Babys ist TV und Handy ausschliesslich eine visuelle Erfahrung).
  • Deponieren Sie Ihr Handy nicht im Kinderwagen oder Kinderbett (Die Strahlenbelastung ist noch nicht restlos geklärt).

Bei Fragen sind wir gerne als Mütter- und Väterberatung für Sie da.

Ich möchte den Leitfaden «Digitale Medien im Kleinkindalter» bestellen:

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