Paar-, Familien- und Jugendberatung

/Paar-, Familien- und Jugendberatung

Substanzkonsum der Jugendlichen: Eltern können auch bei Teenagern Einfluss nehmen

By | 2016-10-24T13:52:31+00:00 Donnerstag, 9. Juni 2016|

Eine neue systematische Literaturanalyse von Sucht Schweiz zeigt auf, dass Eltern einen entscheidenden Einfluss auf den Substanzkonsum ihrer 10- bis 18-jährigen Jugendlichen haben können. Zentrale Einflussfaktoren sind das Interesse der Eltern am Freizeitverhalten der Teenager, nachvollziehbare und durchgesetzte Regeln und das regelmässige, vertrauensvolle Gespräch.

In ihrer vor kurzem veröffentlichten Übersichtsarbeit haben Sandra und Emmanuel Kuntsche, Forschende bei Sucht Schweiz, die existierenden Studien zu Programmen und Projekten elterlicher Suchtprävention systematisch ausgewertet. Die Programme mit dem grössten Erfolg, den Einstieg der Jugendlichen in den Substanzkonsum (Alkohol, Tabak und Cannabis) zu verzögern oder den Konsum zu mindern, unterstützen und sensibilisieren die Eltern in Bezug auf folgende Faktoren:

  • Stellenwert der Erziehung: Auch und gerade in der Pubertät ihrer Kinder mit all ihren Herausforderungen wissen die Eltern um die Bedeutung ihrer Erziehungsaufgaben und um ihre wichtige Rolle für die Suchtprävention.
  • Monitoring bzw. das Wissen um die Aktivitäten der Jugendlichen: Die Eltern interessieren sich dafür, was ihre Kinder in der Freizeit tun, wo und mit wem sie ihre Zeit verbringen.
  • Vertrauen und Gesprächskultur: Die Eltern engagieren sich für ein vertrauensvolles Klima, in dem sich die Kinder den Eltern gegenüber öffnen können. Zugleich ist insbesondere mit älteren Jugendlichen ausreichend Zeit für gemeinsame Gespräche wichtig.
  • Regelsetzung: Die Eltern setzen altersgerechte und nachvollziehbare Regeln auch bezüglich Substanzgebrauch und setzen sie in der Folge konsequent durch. Vor allem mit älteren Jugendlichen können auch gemeinsame Vereinbarungen ausgehandelt werden.

Mit der vorliegenden Literaturanalyse wird bestätigt, dass Eltern einen grossen Einfluss auf den Konsumeinstieg und das Konsumverhalten ihrer Jugendlichen haben können. Gerade auch in dieser Lebensphase, in der die Jugendlichen sich gegenüber den Eltern abgrenzen und der Einfluss der Freunde zunimmt, bleiben die Eltern trotzdem ein wichtiger Referenzpunkt.

©Suchtschweiz, weitere Angebote und Infos für Eltern

Pubertät intim – vier Mythen zum Thema Sex

By | 2017-03-20T17:59:59+00:00 Mittwoch, 1. Juni 2016|

Warum Eltern sich in Fragen der Sexualität an ihre Kinder herantasten sollen und was Pornos bei Jugendlichen auslösen. Text: Claudia Landolt
Mythos 1:
Mädchen menstruieren heute früher
Nein – da sind sich sowohl Endokrinologen als auch Pädiater einig. Zwar verlagerte sich bei den Mädchen das Alter der ersten Monatsblutung im Laufe der vergangenen 200 Jahre nach vorne. Im 19. Jahrhundert soll die Menstruation erst etwa mit 17 Jahren eingesetzt haben. Die Quellen hierzu sind jedoch umstritten. 1970 gilt dagegen als Durchschnittsalter bereits 12,5 Jahre. Seither hat sich dieses Niveau gehalten. Alles, was innerhalb der Abweichung von 9 bis 15 Jahren liegt, ist normal. 

 Mythos 2:
Jugendliche kommen immer früher zur Sache
Falsch, Mama und Papa dürfen aufatmen. Jugendlichen sind Vertrauen, Treue und eine Beziehung wichtiger als ein flüchtiges Abenteuer. Auch lassen sie sich zunehmend Zeit für das erste Mal. Eine globale Studie des Magazins Lancet ergab folgendes Bild: Im Vergleich von sieben Industrieländern starten britische Männer am frühesten in ihr Sexualleben – sie sind dann im Durchschnitt 16,5 Jahre alt. Ihre Geschlechtsgenossen aus der Schweiz und Norwegen hingegen warten im Schnitt bis zum Alter von 18,5 Jahren. Mädchen warteten ähnlich lange, schreiben Kaye Wellings und ihre Kollegen von der Londoner Hochschule für Hygiene und Tropenmedizin. Insgesamt erlebten junge Frauen und Männer in Industrieländern das erste Mal in vergleichbarem Alter. Auffällig alt beim ersten Sex seien die jungen Menschen in Schwellenländern. So liegt das Durchschnittsalter beim ersten Mal in Armenien und Kasachstan bei Frauen und Männern bei 20,5 Jahren.
Mythos 3:
Jugendliche verrohen durch Internetpornos
Nein. Nicht Internetpornos, sondern das soziale Umfeld bestimmt, wie Jugendliche Intimität leben. Sozialwissenschaftler sprechen von Lovemaps, die Heranwachsende schon vor der Pubertät bilden. Diese Liebeslandkarten werden von klein auf durch Erfahrungen aus dem nichtsexuellen Bereich geprägt. Zum Beispiel durch Beziehungen zu anderen, wie man sich selbst und den eigenen Körper wahrnimmt oder wie in der Familie miteinander umgegangen wird. Das heisst: Pornos treffen bei Teenagern auf eine vorhandene Struktur des Begehrens. Sie interessieren sich für Videos, die ihrer Lovemap entsprechen. Erregend finden die meisten konventionellen Heterosex. Bei krassen Sachen wie Analsex hört der Spass hingegen auf.
Mythos 4:
Kinder fragen schon selbst, wenn sie etwas über Sex wissen wollen
«Das ist ein bedauerlicher Irrtum», sagt die Sexualpädagogin Bernadette Schnider. «Kinder und Jugendliche brauchen einen Türöffner, um Fragen zu stellen.» Eltern sollen sich deshalb an ihre Kinder herantasten und in einer passenden Situation auf das Thema zu sprechen kommen. Auch gelte es zu respektieren, wenn ein Kind sich lieber selber informieren wolle – oder bei heiklen Themen den älteren Bruder fragt. Als Grundsatz empfiehlt sich, sich an den Fragen der Kinder zu orientieren und diese dem Alter des Kindes entsprechend ehrlich zu beantworten. Eltern müssen die natürliche Neugierde ihres Kindes zulassen, das ist die Grundlage für die spätere Einstellung zur Sexualität.

(Dies ist ein aktueller Themenbeitrag des Elternmagazin Fritz+Fränzi. Die Zeitschrift liegt bei allen Standorten der Perspektive Thurgau zum Lesen auf und ist an grösseren Kiosken erhältlich oder kann online bestellt werden: www.fritzundfraenzi.ch > Erschienene Ausgaben)

Will ich haben, sofort!

By | 2015-06-24T13:30:22+00:00 Mittwoch, 24. Juni 2015|

Aktueller Elternnewsletter der SuchtSchweiz –  Dem „Alles haben und zwar sofort“ entgegenwirken

Die folgenden Sätze wecken bei Ihnen wahrscheinlich Erinnerungen und lösen vielleicht ein Zähneknirschen aus:
„Mama, das neue Spiel für die Xbox ist da, ich brauche das unbedingt, alle meine Freunde haben es!“
„Papa, schau mal diese wunderschönen Schuhe an! Kannst Du sie mir kaufen – Mama würde sie mir bestimmt kaufen!“
Wie können wir erreichen, dass unsere Kinder diesem Wunsch nach allem und zwar sofort widerstehen können? Wie können wir sie lehren, sich zu gedulden, auf etwas zu verzichten, Nein zu sagen?

Themen in dieser Ausgabe:

Selbstkontrolle wird erlernt…
…auch in der Jugendzeit
Werbung für Instant-Lösungen
Auch Suchtmittel versprechen Instant-Lösungen
Aufruf zum Entgegentreten…
…und konsequent bleiben
Tipps für Eltern
Zusätzliche Informationen

Artikel auf SuchtSchweiz

Eine Familie kann sich nicht scheiden lassen. Wie Alleinerziehende gute Eltern bleiben

By | 2017-03-20T18:00:08+00:00 Donnerstag, 12. Februar 2015|

aus Forum Kirche, Ausgabe Nr. 3

Paare, die sich trennen, sind häufig auch Eltern. Und diese wollen für ihre Kinder nur das Beste. Die Veränderungen, die mit einer Trennung einhergehen, sind jedoch für alle Beteiligten eine grosse Herausforderung. Wie die Eltern verantwortungsvoll mit der neuen Situation kurz- und längerfristig umgehen und wie die Kinder auf diesem Weg begleitet werden können, wird im März an zwei Kursabenden in Weinfelden vermittelt.

Neue Lebenssituation, finanzielle Unsicherheit, Veränderung im sozialen Umfeld – dies sind nur einige Faktoren, die die Trennung eines Paares mit sich bringt. Eine weitere Herausforderung stellt sich zusätzlich, wenn Kinder mitbetroffen sind. Seit Juli 2014 haben Eltern das gemeinsame Sorgerecht. «Das neue Gesetz bildet die Wirklichkeit ab», sagt die Paar-, Familien- und Jugendberaterin Roswitha Keller-Hilzinger, die bei Perspektive Thurgau in Romanshorn arbeitet. Doch was tun, wenn die Eltern nicht miteinander reden können oder wollen? «Hier empfiehlt es sich, professionelle Hilfe von aussen zu holen», sagt die Sozialarbeiterin und Mediatorin. «In unseren Beratungen bieten wir Unterstützung, damit sich nach der Scheidung jeder Elternteil als Alleinerziehender zurechtfindet», sagt Keller-Hilzinger.

Neue Lebensform

Ein Blick auf die Scheidungsquote macht es deutlich: 2013 wurden im Thurgau 40 von 100 Ehen geschieden. Schweizweit waren es gar 42 von 100 Paaren. Die durchschnittliche Ehedauer beträgt 15 Jahre. Zahlen von Paaren, die ohne Trauschein miteinander lebten und sich trennen, tauchen in dieser Statistik nicht auf. Ebenso wenig die Anzahl Kinder, die von der Trennung der Eltern betroffen sind. «Was früher lebensprägend war, ist heute auflösbar», sagt Roswitha Keller-Hilzinger. Klar ist hingegen, dass diese neue Lebensform der Alleinerziehung weit weniger ausgegrenzt wird wie noch vor ein paar Jahrzehnten. Väter übernehmen vermehrt Verantwortung und sind im Kontakt zu ihren Kindern. Mittlerweile gibt es spezielle Angebote nur für alleinerziehende Mütter und Väter, wie z. B. Freizeit- oder Ferienangebote.

Hilfe holen

Wo liegen denn die grössten Hürden, wenn ein Elternpaar sich trennt? «Die erste Zeit nach der Trennung ist eine Akutphase und fordert von allen viel Anpassungsfähigkeit», sagt Keller-Hilzinger. Und es brauche Zeit, unterschiedlich lang, bis sich diese Phase stabilisiert habe, ähnlich einem Trauerprozess. Alles muss neu organisiert werden, auf sozialer, finanzieller und beruflicher Ebene. Es gilt, neue Werte und neue Inhalte zu definieren. Gleichzeitig brauchen die Kinder viel Aufmerksamkeit und Zuwendung der Eltern. Das Elternpaar muss sich – in Bezug auf die Kinder – neu finden und sich auf gute und konstruktive Art mit ihren teils unterschiedlichen Erziehungsstilen auseinandersetzen. Denn, so Keller-Hilzinger: «Eine Familie kann sich nicht scheiden lassen.» All dies unter einen Hut zu bringen ist eine riesige Herausforderung. Dabei ist es wichtig, dass die Kinder sich nicht schuldig fühlen und beide Elternteile weiterhin gern haben dürfen. Merken ein Elternteil oder gar beide, dass sie den gestellten Herausforderungen nicht gewachsen sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich Hilfe zu holen. Noch bevor es zu einer Lebenskrise kommt.

Erziehungsfragen nachgehen

Hilfe gibt es u. a. bei der Perspektive Thurgau. Dass sich der Kurs speziell an Allein – erziehende wendet, hat gemäss Roswitha Keller-Hilzinger folgenden Grund: «Im Gespräch mit Bruno Strassmann, der von der Fachstelle Kirchliche Erwachsenenbildung der katholischen Landeskirche her den Kurs mitgestaltet, kam mir und meiner Kollegin Angelika Mikuteit von der Perspektive Thurgau die Idee, Alleinerziehende und ihre Herausforderungen zu thematisieren.» Dieser Kurs soll den Austausch und die Vernetzung der Teilnehmenden fördern sowie Hilfestellungen geben im Umgang mit den Kindern und für sie als Eltern.

Claudia Koch

Perspektive-Magazin «Alter – Älter werden» ist erschienen

By | 2014-12-10T08:32:26+00:00 Mittwoch, 10. Dezember 2014|

Mit dem Thema «Alter – Älter werden» widmen wir uns in der neuesten Ausgabe unseres Magazins einem Thema, welches uns alle betrifft: Älter werden.

Das Magazin steht online zur Verfügung oder kann auch hier bestellt/abonniert werden.

Perspektive-Magazin Ausgabe 8 - Dezember 2014

Hilfe! Bin ich schön?

By | 2014-11-11T17:06:34+00:00 Dienstag, 11. November 2014|

Wenn es um das eigene Aussehen geht,  fühlen sich Jugendliche oft verunsichert und unter Druck. So können Eltern helfen

Eine wichtige Aufgabe, die sich in der Pubertät stellt, betrifft den Umgang mit den körperlichen Veränderungen und dem eigenen Äusseren. Das ist anspruchsvoll. Und bei manchen Jugendlichen hat man fast den Eindruck, ihr Körper und somit ihre ganze Erscheinung habe sich über Nacht gewandelt: Die Figur ist weiblicher oder männlicher geworden, die Körperbehaarung hat zugenommen, bei den Jungen beginnt der Bart zu spriessen, bei den Mädchen wachsen die Brüste, und ihre Hüften werden breiter. Auch Pickel sind keine Seltenheit, da die Haut in der Pubertät mehr Talg produziert und fettiger wird.

DER VERGLEICH MIT DEN ANDEREN

Mit all diesen Veränderungen nimmt oft auch die Unsicherheit zu, und die Jugendlichen fragen sich: Bin ich schön? Bin ich normal? Und vor allem: Sie vergleichen sich mit den Gleichaltrigen und auch mit Stars und ihren Idolen. Wir leben heute in einer Welt, in der Bilder und das Visuelle überhaupt einen enormen Stellenwert haben. In der Werbung, in den Medien, auf Youtube, Instagram oder auch auf Facebook – überall begegnen wir top gestylten, schönen jungen Menschen, die ein perfektes Leben zu haben scheinen. Eine aktuelle Studie, in der 1000 Jugendliche befragt wurden, hat ergeben, dass sich ein Fünftel der Mädchen und Jungen durch genau diese Vergleiche stark verunsichert fühlt: Sie finden sich zu dick, zu hässlich, einfach nicht perfekt genug. Die Folgen können Ängste, Essstörungen oder Depressionen sein.

VIELE MÄDCHEN UND JUNGEN FÜHLEN SICH UNTER DRUCK

Auch wenn Jugendliche heute wissen, dass Fotos bearbeitet werden können und aus einer Unmenge von Selfies jeweils nur das beste gepostet wird: Der Druck, dem Mädchen und Jungen – gerade was das eigene Aussehen betrifft – ausgesetzt sind, ist bedenklich und nicht zu unterschätzen. Sie als Mutter oder Vater tun deshalb gut daran, wenn Ihr Kind von Ihnen zu spüren bekommt, dass es so geliebt und angenommen wird, wie es ist. Machen Sie ihm mitunter auch bewusst, welche Stärken und Fähigkeiten es hat und worauf es im Leben wirklich ankommt: zum Beispiel auf gute, erfüllende Beziehungen oder darauf, ein verantwortungsvoller und engagierter Mensch zu sein.

(Dies ist ein aktueller Themenbeitrag des Elternmagazin Fritz+Fränzi. Die Zeitschrift liegt bei allen Standorten der Perspektive Thurgau zum Lesen auf und ist an grösseren Kiosken erhältlich oder kann online bestellt werden: www.fritzundfraenzi.ch > Erschienene Ausgaben)

Gestörtes Sozialverhalten

By | 2014-11-11T17:01:10+00:00 Dienstag, 11. November 2014|

Dass Kinder oder Jugendliche Phasen durchlaufen, in denen sietrotzen, lügen, stehlen oder sich aggressiv verhalten, ist nicht aussergewöhnlich. Bei etwa 6 bis 8 Prozent entwickelt sich daraus jedoch eine Störung des Sozialverhaltens. Welche Warnzeichen es in welchem Alter gibt, wird hier erklärt.

Das wächst sich schon aus! Dies ist ein Hinweis, den Eltern gar nicht so selten von Fachleuten zu hören bekommen, wenn sie sich Sorgen um die Entwicklung ihrer Kinder machen. Solche Sorgen können viele verschiedene Gründe haben: dass die Kinder sich anders verhalten als andere Kinder, dass sie nicht gut in Kontakt kommen mit anderen, dass sie sich nicht an Regeln halten oder dass sie Wutausbrüche haben.

Tatsächlich ist dieser Rat, vor-erst einmal abzuwarten und den Kindern Zeit für ihre Entwicklung zu geben, manchmal gerechtfertigt. Kinder sind in ihren Entwicklungsverläufen sehr unterschiedlich, und es ist wichtig, dies auch zu akzeptieren und Abweichungen von der «normalen» Entwicklung nicht vorschnell zu pathologisieren.

Oppositionelles Trotzen oder dissoziales Verhalten wie Lügen, kleinere Diebstähle oder aggressives Verhalten gegenüber anderen kommen bei vielen Kindern im Verlauf ihrer Entwicklung vorübergehend vor, ohne dass von einer schwerwiegenden Verhaltensstörung gesprochen werden kann. Ende des zweiten Lebensjahres zeigen beinahe 90 Prozent aller Kinder im Umgang mit Gleichaltrigen aggressive Verhaltensweisen wie Treten, Beissen, Schlagen oder indem sie ihnen Spielgegenstände wegnehmen.

(Dies ist ein aktueller Themenbeitrag des Elternmagazin Fritz+Fränzi. Die Zeitschrift liegt bei allen Standorten der Perspektive Thurgau zum Lesen auf und ist an grösseren Kiosken erhältlich oder kann online bestellt werden: www.fritzundfraenzi.ch > Erschienene Ausgaben)

Gamen – wann wird’s zu viel?

By | 2014-10-21T13:36:22+00:00 Dienstag, 21. Oktober 2014|

Für krankhaften Mediengebrauch gibt es keine einheitliche Definition, denn die Formen von Abhängigkeit sind individuell: Kinder und Jugendliche können eigene und gesellschaftliche Defizite in der virtuellen Welt gut verschleiern. Doch Game-Sucht ist meist heilbar, wenn die Ursachen dafür bekannt sind

FRÜHZEICHEN BEI KRANKHAFTEM MEDIENGEBRAUCH:

  • 
In der Familie beginnt es allgemein zu kriseln
  • Überhöhte Telefon- bzw. Providerrechnungen (sofern keine Flatrate)
  • Interesse an realer Geselligkeit lässt deutlich nach
  • Jeglicher Besuch wird lästig, weil man viel lieber am Computer sitzt
  • Schule bzw. Ausbildungs-/ Arbeitsplatz: Elan und Engagement lassen stark nach
  • Schlafstörungen bis zur Umkehr des Tag-und-Nacht-Rhythmus
  • Nicht mehr in die Familie integriert, eher Aussenseiter
  • Gefühl, von Freunden, Kollegen und der Familie nicht mehr verstanden zu werden

TYPEN VON PATHOLOGISCHEM MEDIENGEBRAUCH:

  • Pathologisches Online-Sex-Verhalten und Online-Pornografie
  • Pathologisches Chatten, E-Mail-Schicken, SMS- und MMS-Schicken
  • Pathologisches Online-Rollenspiel
  • Pathologisches Online-GlücksspielPathologisches Gamen mit Spielen hochaggressiven und destruktiven Inhalts (sogenannteEgo-Shooter-Spiele)
  • Pathologisches E-Mail-Checking und zwanghaft es Recherchieren im Internet
  • Pathologisches Kaufen und Ersteigern via Internet
  • Multiple Medienabhängigkeit

(Dies ist ein aktueller Themenbeitrag des Elternmagazin Fritz+Fränzi. Die Zeitschrift liegt bei allen Standorten der Perspektive Thurgau zum Lesen auf und ist an grösseren Kiosken erhältlich oder kann online bestellt werden: www.fritzundfraenzi.ch > Erschienene Ausgaben)

Kinderrechte machen Kinder stark

By | 2014-10-21T13:36:43+00:00 Dienstag, 21. Oktober 2014|

Am 20. November jährt sich der «Tag der Kinderrechte» zum 25. Mal. Gemäss Stiftung Kinderschutz sind Missbrauch und Gewalt für manche Kinder auch hierzulande tägliche Realität. Dass die wohlhabende Schweiz seine jüngsten Einwohner offenbar nicht besser zu schützen vermag, ist bedenklich. In diesem Dossier erfahren Sie mehr darüber, was Eltern und Erziehende tun können, um Kindern und Jugendlichen zu ihren Rechten zu verhelfen. Dabei geht es vor allem um eines: sie mitwirken zu lassen!

«Kinder an die Macht!» Das Lied von Herbert Grönemeyer wird oft im Zusammenhang mit Kinderrechten zitiert. Gehört die Welt in Kinderhände, wie darin gefordert wird? Wollen die Vereinten Nationen mit der Kinderrechtskonvention das? Erwachsene werden abgesetzt, und die Jugend regiert? Natürlich nicht! Dürften Kinder frei bestimmen, würden sie den ganzen Tag in Baumhäusern sitzen, spielen und Schokolade essen. Dies wäre alles andere als zu ihrem langfristigen Wohl. Alle Kinderrechtsexperten, die in diesem Dossier zu Wort kommen, betonten denn auch: Die Kinderrechte befreien Eltern nicht von ihrer Verantwortung. Anders gesagt: Es geht nicht darum, jeden Kinderwunsch zu erfüllen, sondern darum, dass Eltern die Bedürfnisse der Kinder und

 (Dies ist ein aktueller Themenbeitrag des Elternmagazin Fritz+Fränzi. Die Zeitschrift liegt bei allen Standorten der Perspektive Thurgau zum Lesen auf und ist an grösseren Kiosken erhältlich oder kann online bestellt werden: www.fritzundfraenzi.ch > Erschienene Ausgaben)

Neues Sorgerecht: Kindswohl steht über alles

By | 2014-09-01T10:02:06+00:00 Montag, 1. September 2014|

Der Gesetzgeber hat das Sorgerecht von Eltern, die nicht oder nicht mehr miteinander verheiratet sind, in fundamentaler Weise geändert. Neu gilt als Grundsatz, dass den Eltern das Sorgerecht gemeinsam zusteht. Das gilt aber nur, wenn es auch wirklich dem Kinderwohl dient. Im Einzelfall kann daher die Regelung ganz anders aussehen. Was die Gesetzesänderung bedeutet und wie man zum geteilten Sorgerecht kommt, erklären zwei Rechtsanwälte im aktuellen Fritz+Fränzi.

(Dies ist ein aktueller Themenbeitrag des Elternmagazin Fritz+Fränzi. Die Zeitschrift liegt bei allen Standorten der Perspektive Thurgau zum Lesen auf und ist an grösseren Kiosken erhältlich oder kann online bestellt werden: www.fritzundfraenzi.ch > Erschienene Ausgaben)