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Neuer Leitfaden Mobbing für Schulen im Kanton Thurgau

By | 2018-06-18T08:10:49+00:00 Montag, 18. Juni 2018|

Im Rahmen von www.ff-web.ch (Früherkennung und Frühintervention) stehen oft Mobbing und Bullying im Vordergrund. Aus diesem Grund haben wir in Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Gewaltprävention Zürich im 2017 den Mobbing-Leitfaden erarbeitet.

Was ist der Unterschied zwischen Bullying und Mobbing?

Die Fachbegriffe Bullying und Mobbing werden im deutschsprachigen Raum zwar oft synonym verwendet, meinen aber nicht dasselbe. Bullying bezeichnet wiederholte und systematische Grenzverletzungen gegenüber anderen Schülern, oft Schwächeren. Wobei sich die «Schwäche» vor allem auf den sozialen Status und die sozialen Verbindungen bezieht. Bei Mobbing handelt es sich – beim gleichen Phänomen – nicht (mehr) um einen Einzeltäter, sondern die Attacken werden von einer Gruppe von Schülern ausgeübt, verstärkt oder unterstützt.

«Ein Schüler wird viktimisiert, wenn er oder sie wiederholt und über längere Zeit negativen Handlungen eines oder mehrerer anderer Schüler ausgesetzt ist.» (Olweus). Diese Definition deutet darauf hin, dass sowohl Handlungen einzelner Schüler und Schülerinnen als auch Handlungen von Schülergruppen vorkommen.

Was kann der neue Leitfaden?

Das sorgsame und präzise Vorgehen bereitet im Konfliktfall oft Mühe. Der Leitfaden unterstützt hier wirkungsvoll und nimmt Themen auf, wie: Wieso wird gemoppt? Wer wird gemoppt? Warum wird gemoppt? Wie erkennt man Mobbing? Welche Positionen nehmen Schulen, Lehrpersonen, Eltern ein?

Weitere Angebote

Zum Thema Mobbing/Bullying bieten wir auch Referate und Beratungen für Akteure im pädagogischen Umfeld an.

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HIV- unter Therapie nicht mehr ansteckend!

By | 2018-06-14T10:50:50+00:00 Donnerstag, 14. Juni 2018|

Bei HIV-Positiven, welche ihre HIV-Medikamente regelmässig einnehmen, kann das HI-Virus nicht mehr nachgewiesen und somit nicht mehr übertragen werden. Eine HIV-Positive Person kann in einer festen Partnerschaft ungeschützt Sex haben und den/die HIV-negative PartnerIn nicht anstecken. Diese Botschaft wurde vor 10 Jahren von Schweizer HIV-Fachspezialisten publiziert und später international als sogenanntes «Swiss Statement» bekannt.

Mit der Veröffentlichung dieser Botschaft ging es zunächst darum, Menschen mit HIV die Angst vor einer Übertragung zu nehmen. Von nun an war es für HIV-Positive möglich auf natürlichem Weg Kinder  zu bekommen. Ausserdem sollte sich mit dem «Swiss Statement» die Rechtsprechung verändern, damit HIV-Positive unter wirksamer Therapie nicht mehr wegen Körperverletzung verurteilt werden können. Heute, 10 Jahre später ist diese Botschaft bei der Bevölkerung noch nicht angekommen.

Sind HIV-Positive immer ansteckend? Nein, unter wirksamer Therapie nicht. Warum das so ist, zeigt der Beitrag von Puls SRF «HIV positive- Die Angst hält sich hartnäckig».

Sextortion – Erpressung im Internet

By | 2018-06-19T13:38:08+00:00 Montag, 18. Juni 2018|

Cyberkriminelle geben sich als vermeintliche neue Bekanntschaft aus, um an Geld oder andere Gefälligkeiten zu gelangen. Die häufig organisierte Täterschaft nimmt über soziale Netzwerke oder Datingplattformen Kontakt auf und zeigt vermeintliches Interesse am Opfer und fordert intime Bilder oder Videos. Einmal geschickt, kommt prompt die Erpressung: Wenn nicht gezahlt werde, lande das Material bei den Bekannten oder Arbeitgebern.

Der Ausdruck „Sextortion“ setzt sich zusammen aus dem Wort „Sex“ und dem englischen Wort für Erpressung „extortion“. Die Erpressung mit intimen Bildern ist auch in der Schweiz keine Seltenheit: 161 Meldungen erhielt fedpol im vergangenen Jahr von Opfern von Sextortion. Die Dunkelziffer dürfte bei diesem Delikt jedoch viel höher liegen, weil sich viele Opfer schämen, die Erpressung zu melden.

Das muss nicht sein: Sexuelle Nötigung und Erpressung im Internet sind Verbrechen. Die Täter werden verfolgt und bestraft. Besondere Vorsicht ist bei Jugendlichen und Kindern geboten: Denn nicht wenige Pädokriminelle spielen den Gleichaltrigen, um so an kinderpornografisches Material zu gelangen.

Die europäische Polizeibehörde Europol veröffentlicht neu einen Videofilm, der eindrücklich zeigt, wie die Täter in zwei unterschiedlichen Fällen zunächst Vertrauen aufbauen und schliesslich die Opfer mit ihren intimen Bildern schamlos erpressen und bedrohen.

Was tun bei Sextortion?

Machen Sie sich immer wieder bewusst: Leute sind möglicherweise nicht die, für die sie sich im Internet ausgeben. Wenn Sie Opfer von Sextortion werden, brechen Sie den Chat ab und teilen Sie nichts mehr. Und ganz wichtig, auch wenn die Täter versprechen, alles sei damit geregelt: Zahlen Sie kein Geld!

Suchen Sie stattdessen Hilfe. Speichern Sie die Textnachrichten und Screenshots, um damit der Polizei bei der Arbeit zu helfen. Erstatten Sie Anzeige bei der nächsten Kantons- oder Stadtpolizei.

Ausführlichere Informationen

Die komplette Medienmitteilung und weitere Informationen zum Sextortion finden Sie beim Bundesamt für Poliziei fedpol.

Medienmitteilung von fedpol lesen

Bildquelle: Ausschnitt aus Film Say No! – A campaign against online sexual coercion and extortion of children

Im Urlaub mit Säuglingen und Kleinkindern

By | 2018-05-31T07:37:27+00:00 Mittwoch, 6. Juni 2018|

Der Sommer- und somit auch die Ferienzeit steht kurz bevor. Viele Familien dürfen sich bereits jetzt auf eine sonnige, erholsame Zeit, fern von zu Hause und vom Alltagsstress, freuen. Was gibt es aber zu beachten, wenn Säuglinge oder Kleinkinder mitreisen? Mit diesem Beitrag machen wir sie gerne auf einige wichtige Punkte aufmerksam.

Während Autofahrten empfehlen wir, regelmässige Pausen einzulegen. Geben Sie Ihrem Kind dabei die Möglichkeit, sich zu bewegen. Bei Kindern, die noch nicht laufen können, eignet sich eine Krabbeldecke oder notfalls auch der Schoss der Eltern. Schützen Sie ihr Kind vor seitlicher Sonneneinstrahlung indem Sie die Seitenfenster abdunkeln.

Bei Flugreisen ist die Bewegung genau so wichtig, jedoch häufig etwas schwieriger umzusetzen. Melden Sie bei der Fluggesellschaft an, dass ein Säugling oder Kleinkind mitreist. Teilweise ist es möglich, Spezialsitze zu erhalten. Geben Sie ihrem Kind während Start und Landung etwas zu trinken damit es den Druck in den Ohren ausgleichen kann. Wenn dies nicht möglich ist, kann ein Schnuller etwas Abhilfe schaffen.

Für Säuglinge empfehlen wir sehr, das gewohnte Schoppenpulver von zu Hause mitzunehmen. Zur Schoppenzubereitung darf im Ausland nur abgekochtes Wasser oder ein stilles Mineralwasser mit tiefem Natriumgehalt verwendet werden. Wenn ihr Kind Brei isst und Sie keine Küche in ihrer Unterkunft zur Verfügung haben, ist es natürlich möglich, Gläschen zu Hause zu kaufen und mitzunehmen. Je nach Reiseziel können diese natürlich auch vor Ort gekauft werden. Allerdings ist im Voraus oft unklar, welche Gläschen mit welchen Inhaltsstoffen verfügbar sind. Isst Ihr Kind bereits vom Tisch, dann können in den meisten Restaurants einzelne Lebensmittel, weich gekocht und ungesalzen, bestellt werden. Am besten fragen Sie vorher nach. Früchte sollten immer gewaschen werden, sofern die Qualität des Leitungswassers dies zulässt. Wenn nicht, müssen Früchte und auch Gemüse vor dem Verzehr geschält oder gekocht werden.

Als Insektenschutz eignen sich Moskitonetze am besten. Insektenschutzmittel empfehlen wir nur in tropischen Ländern mit Malariarisiko oder anderen Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden können.

Das Thema Sonnenschutz wurde in einem vorherigen Beitrag ausführlich behandelt. In südlichen, wärmeren Regionen sind diese Empfehlungen noch wichtiger weil die UV-Strahlung dort stärker ist und häufig intensiv reflektiert wird. (Wasser, Sand, etc.)

Nach dem Bad im Salzwasser sollte die Kinderhaut mit Süsswasser abgespült werden. Besonders wichtig ist es, die Ohren gut mit Süsswasser zu spülen.

Auf jeden Fall empfehlen wir Ihnen, ein Fieberthermometer sowie eine kleine Materialbox mit Desinfektionsmittel und den wichtigsten Verbandsmaterialien wie Pflastern, sterile Kompressen, etc. mitzunehmen.

Welche Medikamente sinnvoll sein können, hängt stark vom Alter des Kindes und vom Reiseziel ab. Bei diesbezüglichen Fragen dürfen Sie sich sehr gerne an die Mütter- und Väterberaterinnen oder natürlich an Ihren Kinderarzt/ Kinderärztin oder die Apotheke Ihres Vertrauens wenden. Bezüglich allfälliger speziellen Impf-Empfehlungen verweisen wir Sie ebenfalls an ihren Kinderarzt/Kinderärztin.

Unser Kind hört nicht auf uns – was tun? Teil 2

By | 2018-05-30T07:21:25+00:00 Mittwoch, 30. Mai 2018|

Bereits der letzte Beitrag befasste sich mit dem Thema Erziehung. Wie schon erwähnt, möchten wir ihnen mit diesem ergänzenden Beitrag noch mehr Handlungsmöglichkeiten vorschlagen:

Was können sie tun?

  • Umlenken und Alternativen anbieten
    Sagen Sie Ihrem Kind, was es anstelle des Verbotenen tun darf. Falls Ihr Kind zum Beispiel den Hund am Schwanz zieht, sagen sie ihm zuerst: «Zieh den Hund nicht am Schwanz». Zeigen Sie ihm dann, was es stattdessen tun kann. «Schau, du kannst den Hund so streicheln.» Oder eine andere Situation: «Schau die Kabel sind für den PC, die braucht der Papi. Ich habe dir etwas anderes zum spielen, das aussieht wie ein Kabel». Geben Sie ihm dann zum Beispiel ein Massband zum Spielen. Das Wort «Nein» wird am Besten nur sehr sparsam verwendet. Die Kinder reagieren darauf oft gar nicht. Positive und motivierende Formulierungen führen meist viel eher zum Ziel.
  • Konzentrieren Sie sich auf das Positive und fördern Sie dieses
    Lächeln Sie das Kind an und sagen Sie ihm, was es gut macht und wie Sie sich darüber freuen.
  • Gefühle sind gut und wichtig
    Lassen Sie Ihr Kind Zorn, Weinen und Wut ausdrücken und benennen Sie diese. Gehen Sie nach einem Wutausbruch auf Ihr Kind zu, zeigen Sie Verständnis und trösten Sie es. Bleiben Sie dennoch konsequent.
  • Immer beim Kind und auf Augenhöhe
    Bevor Sie von Ihrem Kind etwas fordern oder erwarten, sollten Sie jedes Mal die Beziehung zu Ihm herstellen. Vergleichbar mit einer Telefonverbindung, wo man als erstes die Aufmerksamkeit des Empfängers braucht. Dies klappt am besten, wenn Sie sich auf Augenhöhe mit dem Kind begeben und es direkt ansprechen. So gewinnen Sie seine Aufmerksamkeit und Ihr Wort erhält viel mehr Gewicht, als wenn es aus der Distanz gesprochen wird. Wenn dies noch nicht ausreicht, dann stellen Sie auch Körperkontakt her. Fassen Sie es zum Beispiel an der Schulter an und wiederholen Sie ihre Bitte/ihr Lob. Ihre Mimik sollte hierbei unbedingt zur Aussage passen.
  • Logische Konsequenzen anwenden
    Durch logische Konsequenzen lernt ihr Kind, dass alle seine Handlungen Folgen haben.
    Lassen Sie ihrem Kind etwas Zeit, ihre Aufforderung zu befolgen. Wenn es dies nicht tut, dann wählen Sie die Konsequenz möglichst logisch und nachvollziehbar. Wenn es zum Beispiel nicht aufhört, das Spielzeug auf den Boden zu schlagen, dann entfernen Sie dieses und sagen Sie: «Schau, du bist nicht vorsichtig genug mit dem Spielzeug darum stelle ich es jetzt weg.» Bieten sie ihm dafür eine Alternative an.

Die oben beschriebenen Punkte sind nur einige wenige Beispiele für dieses sehr umfassende Thema. Die Mütter- und Väterberaterinnen stehen ihnen auch für Erziehungsfragen bei Kindern bis zum vollendeten 5. Lebensjahr sehr gerne zur Seite.

Information

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Die Mütter-und Väterberaterinnen helfen Ihnen gerne weiter. Wir beraten Sie telefonisch, per E-Mail oder an einer Beratungsstelle in ihrer Nähe.

Unser Kind hört nicht auf uns – Was tun? Teil 1

By | 2018-05-17T09:55:55+00:00 Mittwoch, 23. Mai 2018|

Die Zeit zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr ist sowohl für das Kind als auch für die Eltern eine der herausforderndsten. Das «eigene Ich» und somit der Wille zur Autonomie erwacht. Das Kind spürt seine Bedürfnisse und stösst immer wieder an Grenzen. In dieser Phase sind die Eltern oft stark gefordert.

Warum tun Kinder manchmal nicht, was die Erwachsenen von ihnen verlangen?

Kleinkinder lieben es, Neues zu entdecken und zu untersuchen. Sie wollen zunehmend selber entscheiden können und setzen sich für ihren Willen ein. Oft wiederholen Kinder verbotene Dinge einfach, um zu sehen, was passiert. Reagieren die Eltern jedes Mal auf die gleiche Weise? Was kann das Kind damit auslösen? Häufig müssen sie dieselben Dinge mehrmals ausprobieren, bis sie wirklich realisieren, was sie damit bewirken. Manchmal sehen die Kinder darin auch eine Art Spiel. Sie machen verbotene Dinge allerdings nicht, um die Eltern zu ärgern. Viel mehr wollen sie unabhängiger werden und selbst entscheiden können. Kinder lieben die Aufmerksamkeit der Eltern und Bezugspersonen. Manche Kleinkinder suchen diese so stark, dass sie auch negative Arten der Aufmerksamkeit, wie Schimpfen und Ermahnungen, provozieren können.

Was brauchen Kleinkinder?

Kleinkinder wollen sich ausprobieren. Sie brauchen den Halt, die Sicherheit und die bedingungslose Akzeptanz ihrer Bezugspersonen. Um sich in der Welt orientieren zu können benötigen sie  Klarheit und Konsequenz.

Was können sie tun?

  • Richten Sie ihre Wohnung, soweit möglich, kindgerecht ein. (Zum Beispiel kostbare und gefährliche Gegenstände ausser Reichweite stellen, Konfliktsituationen reduzieren)
  • Beschäftigen Sie ihr Kind

Beschäftigte Kinder haben weniger Gelegenheit und weniger Anreiz, verbotene Dinge zu tun. Spielen Sie mit ihrem Kind und bieten Sie ihm unterschiedliche Gegenstände zum freien Spiel an. Dies können auch ganz einfache Alltagsgegenstände sein. Insbesondere Bewegung im Freien ermuntert zu neuen Taten.

Weitere Handlungsmöglichkeiten erfahren Sie im nächsten Beitrag. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sie dann erneut zu unserer Leserschaft zählen dürften.

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Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Die Mütter-und Väterberaterinnen helfen Ihnen gerne weiter. Wir beraten Sie telefonisch, per E-Mail oder an einer Beratungsstelle in ihrer Nähe.

Tour de Courage – Mit dem Velo für die psychische Gesundheit

By | 2018-05-09T15:34:47+00:00 Mittwoch, 9. Mai 2018|

Mit der 6-tägigen Tour de Courage können Menschen mit psychischer Beeinträchtigung helfen, die Gesellschaft für das Thema psychische Gesundheit und Krankheit zu sensibilisieren. Die Tour findet vom 10. – 15. September statt. Die Route führt von St. Gallen über Frauenfeld TG – Bülach/Zürich ZH – Brugg AG – Oensingen SO – Biel BE nach Bern BE.

Die erste Etappe am 10. September 2018 geht bis nach Frauenfeld. Zwischen 17.00 und 18.00 Uhr werden die Velofahrer in Frauenfeld begrüsst. Im Anschluss wird ein Film zum Thema Psychische Gesundheit im Cinema Luna gezeigt. Weitere Informationen zur Filmveranstaltung folgen.

Anmelden zur Tour de Courage

Die Anmeldefrist für die Tour de Courage läuft noch bis zum 31. Mai 2018.

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Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme 2018

By | 2018-05-08T17:15:41+00:00 Dienstag, 8. Mai 2018|

«Dreimal täglich – wenn Alkohol zum Medikament wird», diese Aussage animiert drei Organisationen am Nationalen Aktionstag Alkoholprobleme am 24.05.2018 in Frauenfeld zur Zusammenarbeit. Wie es sich mit 0.8 Promille im Blut anfühlt kann persönlich getestet werden.

Am Donnerstag, 24. Mai 2018 findet schweizweit der Nationale Aktionstag Alkoholprobleme statt. Das diesjährige Motto: «Dreimal täglich – wenn Alkohol zum Medikament wird» hat drei Thurgauer Institutionen, welche sich mit der Suchtthematik beschäftigen bewegt, eine gemeinsame Aktion durchzuführen. Dieses Zusammenwirken spiegelt die Wichtigkeit der Alkoholthematik wider.

Auf Initiative des Schloss Herdern treten das Blaue Kreuz und die Perspektive Thurgau am Donnerstag, 24. Mai 2018 in Frauenfeld zusammen mit Marktständen und einer Flyerkampagne in Aktion. Die drei Fachorganisationen informieren vor Ort darüber, dass Menschen mit bestimmten Erkrankungen ein erhöhtes Risiko für Alkoholprobleme haben. In der Zeit von 12:00 – 14:00 Uhr treten Fachpersonen aus der Beratung und Arbeit mit suchtmittelabhängigen Personen mit der Bevölkerung am Maitlibrunnen, im Coop Schlosspark und dem Bahnhof Frauenfeld in Kontakt.

Am Maitlibrunnen sind Rauschbrillen im Einsatz, welche eine Alkoholrauschsimulation bewirken. Auf anschauliche Weise werden einem in nüchternem Zustand Risiken und Gefahren verdeutlicht, wie sich Alkoholkonsum auf den Körper auswirkt. Eine Erfahrung mit nachhaltigem Eindruck. Im Coop Schlosspark wird zur Traubensaft Degustation eingeladen und das gemeinsame Gespräch gesucht. Am Bahnhof werden die Passanten über das Verteilen von Broschüren und Traubenzucker auf die Problematik aufmerksam gemacht.

Die vielfältigen Angebote des Blauen Kreuzes können bei Abhängigkeit eine wichtige Unterstützung sein. Neben dem Hauptschwerpunkt der thematischen Fachberatung sowie den Gesprächsgruppen für Betroffene und Angehörige bieten sich mit alkoholfreien Treffpunkten in Weinfelden weitere Möglichkeiten an, wie der Ausstieg aus der Alkoholabhängigkeit gemeistert werden kann. Dabei ist das vernetzte Arbeiten mit weiteren fachspezifischen Institutionen und Partnern von existentieller Wichtigkeit.

In Schloss Herdern leben und arbeiten zwischen 80 und 100 Männer und Frauen. Die Institution besitzt eine vielseitige Tagesstruktur, so umfasst sie die Betriebe Industrie, Schreinerei, Gärtnerei, Landwirtschaft, Forst, Käserei, Genuss Handwerk, Schlossladen, Kreativatelier und Hauswirtschaft. In die Wohn-, Arbeits- oder Beschäftigungsstätte werden vor allem Menschen mit einer psychischen Behinderung, oft in Kombination mit einer Alkoholabhängigkeit aufgenommen.

Die Suchtberatung der Perspektive Thurgau bietet umfassende Beratungsdienstleistungen im Bereich «Sucht und Substanzmissbrauch» im Kanton Thurgau an. Beratungsgespräche unterstehen der Schweigepflicht und sind kostenfrei (Dienstleistungen zur Wiedererlangung des Führerausweises mit Kostenbeteiligung). Die Perspektive Thurgau wird durch den Kanton und die Thurgauer Gemeinden getragen.

Neu ab 1. Juli- Telefonberatung am Mittwochnachmittag

By | 2018-04-26T08:08:57+00:00 Sonntag, 10. Juni 2018|

Bei der Klienten-Befragung im letzten Jahr wurde von zahlreichen Eltern der Wunsch nach einer telefonischen Beratung am Nachmittag geäussert. Diesem Wunsch kommen wir gerne nach.

Ab dem 1. Juli bietet die Mütter- und Väterberatung, zusätzlich zu den bisherigen Beratungszeiten am Morgen, jeweils am Mittwochnachmittag von 13:30-14:30 eine telefonische Beratung an.

Wir sind ab dem 1. Juli 2018 zu folgenden Zeiten direkt für Sie erreichbar:

Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

08:00- 09:30
08:00- 09:30
13:30- 14:30
08:00- 09:30
08:00- 09:30

Wählen Sie hierfür einfach die Telefonnummer Ihrer gewohnten Fachstelle (siehe rechte Spalte).

Wir hoffen, mit dieser Massnahme die Erreichbarkeit für Sie als Eltern weiter zu verbessern.

Telefonnummern unserer Fachstellen

Arbon
Diessenhofen
Frauenfeld
Kreuzlingen
Münchwilen
Romanshorn
Weinfelden

071 626 04 55
071 626 04 59
071 626 04 58
071 626 04 57
071 626 04 53
071 626 04 56
071 626 04 54

Milchprodukte im Säuglings- und Kleinkindalter

By | 2018-04-25T06:59:11+00:00 Mittwoch, 25. April 2018|

Der Umgang mit Milchprodukten ist ein sehr häufiges Thema im Beratungsalltag der Mütter- und Väterberatung. Ab wann darf das Kind Kuhmilch trinken und Milchprodukte zu sich nehmen? Welche Mengen benötigt das Kind für ein gesundes Wachstum? Gibt es Grenzwerte nach oben? Dieser Beitrag soll einige Fragen zu diesem Thema klären.

Naturjoghurt kann ab dem 7. Lebensmonat in kleinen Mengen (wenige Kaffeelöffel voll) gefüttert werden. Wenn dieses gut vertragen wird, kann wenig Kuhmilch zum Anrühren des Getreidebreis verwendet werden.

Kuhmilch als Getränk  wird erst nach dem ersten Lebensjahr empfohlen. Ebenso Frischkäse, Quark und Käse. Diese Produkte sind wegen ihrem erhöhten Proteinanteil und teilweise wegen ihrem Salzgehalt im ersten Lebensjahr nicht geeignet.

Ab dem 13. Lebensmonat empfiehlt die schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) 3 Portionen Milchprodukte pro Tag.

Eine Portion entspricht 100 ml Milch, 100g Naturjoghurt, 15g Hart- oder 30g Weichkäse.

Wenn in diesem Alter noch gestillt wird, verringert sich die empfohlene Menge um eine bis zwei Portionen Milchprodukte.

Im Alter von zwei bis drei Jahren werden 3-4 Portionen täglich empfohlen.

In diesem Fall kann die Calciumzufuhr durch calciumreiches, stilles Mineralwasser ergänzt werden. Hierzu eignen sich zum Beispiel Adelbodner, Eptinger und Valser Naturelle.

Quark enthält im Vergleich zum Naturjoghurt deutlich mehr Eiweiss und sollte daher in den ersten Lebensjahren spärlich angeboten werden.

Fruchtjoghurts enthalten meist sehr viel Zucker und wenig Früchte. Sie werden besser als Süssigkeiten betrachtet. Ein Naturjoghurt, mit frischen Früchten gemischt, eignet sich hingegen sehr gut als Frühstück oder Zwischenmahlzeit.

Fettreduzierte Produkte wie Magermilch sind für Kleinkinder ungeeignet.

Andere Milchsorten wie zum Beispiel Ziegen-, Mandel-, Reis-, Hafer- und Sojamilchen sind im ersten Lebensjahr ebenfalls ungeeignet und sollten auch danach höchstens in kleinen Mengen angeboten werden.

Information

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Die Mütter-und Väterberaterinnen helfen Ihnen gerne weiter. Wir beraten Sie telefonisch, per E-Mail oder an einer Beratungsstelle in ihrer Nähe.