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Gesunde Ernährung – Gesunde Zähne

By |2019-05-20T12:55:25+01:00Mittwoch, 5. Juni 2019|

Im letzten Beitrag «Gesunde Milchzähne wollen richtig gepflegt sein!» haben wir darüber geschrieben, wie wichtig die richtige Pflege der Milchzähne ist. Damit die Zähne gesund bleiben, sollte aber schon auf eine möglichst zahnschonende Ernährung geachtet werden:

  • Der gesamte Flüssigkeitsbedarf wird über die Milch gedeckt. Als Ergänzung zu Breimahlzeiten kann Leitungswasser angeboten werden.
  • In Schoppenflaschen gehören grundsätzlich nur Wasser, ungesüsster Tee oder Milch
  • Für Babybreie werden reife Früchte verwendet. Dadurch wird das Bedürfnis nach Süssem ausreichend gedeckt.
  • Das Dauernuckeln an Schoppenflaschen (Sirup, gesüsster Tee, Fruchtsäfte, Milch, …) oder Brust sollte vermieden werden. Es kann das Milchgebiss stark schädigen.
  • Schoppenflaschen sollten deshalb nur in Ausnahmen mit ins Bett gegeben werden (z.B. bei Krankheit, heissen Temperaturen).
  • Nach dem ersten Geburtstag sollte die Schoppenflasche allmählich aus dem Alltag der Kinder verschwinden. Ihr Kind kann lernen, aus Tasse oder Becher zu trinken. Gegen 1-2 Milchmahlzeiten pro Tag, die Ihr Kind aus der Flasche geniesst, spricht aber nichts.
  • Bieten Sie zuckerhaltige Nahrungsmittel oder Getränke nur zu den Hauptmahlzeiten an. Zwischenmahlzeiten sollten keinen Zucker enthalten (Ausnahmen s. «Wichtig zu beachten»)

Gesunde Znüni und Zvieri finden Sie hier: http://www.sge-ssn.ch/bildung-und-schule/essen-in-der-schule/znueni-und-zvieri/

Wichtig zu beachten:

  • Nuggis, Schoppensauger, Löffel usw. nicht ablecken und danach dem Baby geben. Kariesbakterien können übertragen werden.
  • Nuggis nie in Honig oder Zucker tauchen.
  • Achten Sie auf die Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln, insbesondere bei Fertigprodukten. Nahrungsmittel auf denen „zuckerfrei“ oder „ohne Zuckerzusatz“ steht, können von Natur aus trotzdem Zucker enthalten. Ausschliesslich das «Zahnfreundlich» Zeichen sichert, dass Zähne nicht geschädigt werden.
  • Ungeeignete Zwischenmahlzeiten sind unter anderem: Riegel, Dörrfrüchte, Schleckwaren, Glace, Pommes Chips/salzige Snacks, Babyguetzli, Honig, zuckerhaltige Getränke.
  • Eine zuckerhaltige Mahlzeit auf einmal genossen ist für die Zähne weniger schädlich, als aufgeteilt auf mehrere kleinere Portionen.
  • Süssigkeiten sollten die Ausnahme sein, dann bleiben sie etwas Besonderes und die Kinder lernen gut damit umzugehen. (z.B. bei Besuch, Geburtstagen, …).

Der erste Zahnarztbesuch wird mit zwei bis drei Jahren empfohlen.

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Gesunde Milchzähne wollen richtig gepflegt sein!

By |2019-05-20T12:06:32+01:00Mittwoch, 22. Mai 2019|

Bei den meisten Kindern kommen die ersten Zähnchen innerhalb des ersten Lebensjahres zum Vorschein. Der Durchbruch des ersten Zahnes ist ein von den Eltern meist mit Spannung und Freude erwartetes Ereignis. Damit die Gesundheit der Zähne erhalten bleibt, sind eine gute Zahnpflege und gesunde Ernährung  wichtig.

Hauptursache für Löcher in den Zähnen (Karies) ist der häufige Genuss zuckerhaltiger Nahrungsmittel und Getränke sowie eine ungenügende Zahnpflege. Dafür verantwortlich sind Bakterien in den Zahnbelägen, die Zucker in Säure umwandeln. Diese Säure greift die Zähne an und führt zu Karies.

Sobald also der erste Zahn zu sehen ist, sollte das Zähneputzen zur täglichen Pflege gehören.

  • Ab dem ersten Zahn: 1x pro Tag putzen, vorzugsweise am Abend nach der letzten Milchmahlzeit
  • Fluoridhaltige Kinderzahnpasta verwenden und eine ungefähr erbsengrosse Menge auf eine weiche Kinderzahnbürste geben und die Zähne sanft bürsten.
  • Lassen Sie Ihr Kind die Zahnbürste auch selber halten und sie mit Mund und Zunge erkunden. Das kann die Angewöhnung erleichtern
  • Nicht mit Wasser nachspülen, so kann das Fluorid die Zähne länger schützen
  • Im zweiten Lebensjahr: Mindestens 2x täglich Zähne reinigen
  • Kleinkinder wollen alles nachahmen, was ihre Eltern tun. Putzen Sie die Zähne gemeinsam, lassen auch Sie sich von Ihrem Kind mal die Zähne putzen.
  • Lassen Sie Ihr Kind die Zähne selber bürsten, wenn es das möchte. Reinigen Sie aber immer nach.

Im nächsten Beitrag erfahren Sie mehr über die gesunde und zahnschonende Ernährung.

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Anmelden für Tagung «Gesund und Restenlos» 4. September 2019

By |2019-06-05T09:41:50+01:00Donnerstag, 9. Mai 2019|

Das «Schulnetz21-TG» und das kantonale Aktionsprogramm «Thurgau bewegt» organisieren die Tagung «Gesund und Restenlos».

Ziel dieser Veranstaltung ist es, Ihnen neue Inputs und Ideen zur gesunden Ernährung und zum Thema Verschwendung von Lebensmitteln «Food Waste» zu vermitteln. Es erwarten Sie ein Referat sowie drei praktische Workshops. Sie erhalten sowohl Tipps für den Unterricht wie auch für die Tagesstruktur (Mittagstisch).

Diese Tagung richtet sich vorwiegend an Fachpersonen der Primar- oder Sekundarstufe I. Sie gilt als Netzwerktreffen für Mitglieder des «Schulnetz21-TG».

Wann und wo

  • Wann: Mittwoch, 4. September 2019, von 13.15 – 16.45 Uhr (ab 12.30 Uhr Mittagessen möglich)

  • Wo: KochLust, am Bach 8, 8512 Thundorf  (10 min von Frauenfeld entfernt)

    Eine Übersicht der örtlichen Parkplätze bekommen Sie mit der Teilnahmebestätigung zugeschickt.

Ablauf

12.30 Uhr – Apéro riche (freiwillig)
13.15 Uhr  – Begrüssung und Referat
15.00 Uhr – Pause
15.20 Uhr – drei verschiedene Workshops
16.45 Uhr – Ende der Tagung

Inhalt

«Welche Lebensmittel aktivieren die Schülerinnen und Schüler, welche machen sie müde?»

Unsere Nahrungsmittel setzten sich aus verschiedenen Inhaltsstoffen zusammen und jeder dieser Stoffe hat eine andere Wirkung auf unseren Organismus. Kennen Sie diese? Im Referat mit Andrea Schwyn erfahren Sie mehr darüber und bekommen praktische Tipps für den Alltag.

Folgende Workshops stehen zur Auswahl:

  1. Getreide und Hülsenfrüchte richtig zubereiten
    Falsch zubereitet führen Getreide und Hülsenfrüchte oftmals zu Blähungen und Bauchschmerzen. Zusammen mit der Workshopleiterin Andrea Schwyn, Hauswirtschaftslehrerin, bereiten Sie die Nahrungsmittel schonend zu und können diese anschliessend degustieren.
  2. Food Waste in der Schule (Schulmensa)
    Der Workshopleiter Sebastian Ukatz, Küchenchef, wirft mit Ihnen einen Blick auf den Küchenalltag. In der Praxis kann auf einfache Art und Weise Küchenabfall reduziert und bares Geld gespart werden.
  3. Küchenkräuter erleben mit GORILLA
    Das Schulprogramm GORILLA bietet fixfertige Lektionen für den Bereich BNE und Ernährung an. Mit der Workshopleiterin Lucy Jager erleben Sie die Küchenkräuter neu und können Ideen austauschen.

Wählen Sie zwei Workshops aus, an welchen Sie an der Tagung teilnehmen.

Anmeldung

Melden Sie sich bis zum 21. Juni 2019 online für die Tagung an.
Nach dem Anmeldeschluss schicken wir Ihnen eine Teilnahmebestätigung per E-Mail. Die Teilnehmerzahl ist auf 40 Personen begrenzt.

Jetzt für Tagung «Gesund und Restenlos» anmelden

Stuhlgang – Was ist normal?

By |2019-04-25T07:19:23+01:00Mittwoch, 24. April 2019|

So lange Babys und Kleinkinder gewickelt werden, sind Eltern mit deren Ausscheidungen direkt konfrontiert. Verändern sich diese plötzlich in der Farbe, Konsistenz oder Häufigkeit, ist das für viele beunruhigend.

Die Ausscheidungen hängen mit der Nahrungsaufnahme zusammen.  Da sich diese im Verlauf des ersten Lebensjahres stark verändern, ändert sich mit der Nahrung auch der Stuhlgang ihres Kindes.

Folgende Stuhlveränderungen sind zu erwarten:

Mit Muttermilch ernährte Kinder haben in den ersten zwei bis vier Wochen häufigen (bis zu 10 x täglich), oft eher flüssigen, grünlich/gelben Stuhlgang.

Danach nimmt die Häufigkeit des Stuhlgangs ab und die Konsistent wird fester. Sie ist breiig, manchmal mit körnigen Beimengungen (wie Hüttenkäse). Die Farbe hellgelb bis grünlich.

Wichtig: Wird das Kind voll gestillt, gedeiht es gut und hat es keine Beschwerden, darf der Stuhlgang länger als eine Woche ausbleiben!

Der Stuhlgang von mit Säuglingsmilch ernährten Kindern ist gelbbraun. Die Konsistenz ist weich geformt. Die Häufigkeit schwankt je nach Kind.  So lange der Stuhlgang weich bleibt und das Kind keine Beschwerden hat, ist alles in Ordnung.

Die Verdauung des Kindes braucht Zeit, sich an neue Nahrungsmittel zu gewöhnen. Es ist daher empfehlenswert, dem Kind immer nur ein neues Nahrungsmittel anzubieten und ca. drei Tage die Reaktion darauf zu beobachten.
Erhält das Kind das erste Mal Brei, so ist dies in seinem Stuhl deutlich erkennbar.
Der Stuhl vor allem von gestillten Säuglingen wird häufig eingedickt. Das heisst, er wird breiig oder bekommt eine weiche, wurstförmige Konsistenz.
Die Verdauung ist noch nicht vollständig ausgereift, es ist daher normal, dass der Kot Nahrungsstücklein enthalten kann.
Die Farbe von mit Brei ernährten Babys richtet sich stark nach den gegessenen Lebensmitteln.

Mit dem festeren Stuhlgang kann es auch vorkommen, dass Ihr Baby aktiver als zuvor presst. Machen Sie sich darüber keine Sorgen. Aktives Drücken mit rotem Köpfchen und Anstrengung ist noch kein Hinweis auf Verstopfung.

Folgende Nahrungsmittel verändern die Stuhlfarbe:

Nahrungsmittel Veränderung
Randen (Rote Beete) Stuhl färbt sich rot
Karotten Stuhl färbt sich orange
Spinat Stuhl färbt sich grün
Fleisch Stuhl färbt sich dunkelbraun
Banane Stuhl enthält grau/schwarze Fasern
Eisenpräparate Stuhl färbt sich schwarz

Die Häufigkeit des Stuhlganges schwankt bei vom Familientisch ernährten Kindern und bei Erwachsenen zwischen täglich bis jeden dritten Tag.
Wichtig ist, dass die Stuhlentleerung schmerzfrei und die Konsistenz des Stuhles weich und wurstförmig ist.

Mehr zu diesem Thema (Verstopfhung) im nächsten Beitrag.

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Vorsicht Zecken

By |2019-04-09T15:19:17+01:00Mittwoch, 10. April 2019|

Der Frühling ist da und lockt Kleine und Grosse ins Freie. Doch beim Durchstreifen der Natur sollte man auch bedenken, dass von Frühling bis Herbst Hochsaison der Zecken ist. Zecken – umgangssprachlich auch «Holzböcke» genannt – sind winzige Lebewesen, die sich vom Blut von Menschen und Tieren ernährenSie leben auf niedrigen Pflanzen, wie Sträuchern, hohen Wiesen oder im Unterholz im Wald.. Von dort streifen sie sich auf vorübergehende Menschen und Tiere ab, oder lassen sich auf sie fallen.

Je nach Region in der Schweiz, ist ein Grossteil der Zecken Träger von Krankheitserregern. Bei einem Zeckenstich besteht das Risiko einer Krankheitsübertragung. Da der Stich der Zecken nicht spürbar ist, werden sie oft lange nicht bemerkt. Die häufigsten durch Zecken übertragenen Erkrankungen sind «Lyme-Borreliose» und «Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)». Erste Erkrankungszeichen nach einem Stich können innerhalb einiger Tage bis drei Wochen auftreten.

Der beste Schutz vor einer Erkrankung ist, den Zeckenstich zu vermeiden

Ein paar Tipps dazu
  • Im Wald, in Waldnähe und im hohen Gras lange, geschlossene Kleidung und Schuhe tragen. Socken über die Hosen stülpen
  • Nach dem Aufenthalt in der Natur, Körper nach Zecken absuchen.
  • Kleider wechseln und ausschütteln.

Bevorzugte Stellen sind:
Behaarter Kopf, hinter den Ohren, Achselhöhlen, Bauchnabel, Leisten, Innenseite der Oberschenkel, Kniekehlen.

Was tun bei einem Zeckenstich:

  1. Die Zecke sollte so bald wie möglich entfernt werden.
  2. Zecke mit flacher Pinzette möglichst nahe an der Haut fassen, mit stetigem Zug gerade herausziehen (s. Wichtig).
  3. Desinfektion der Einstichstelle
  4. Datum des Stiches und Ort des Einstiches notieren. Einstichstelle beobachten (für ca. 3 Wochen)

Wichtig

  • Von Massnahmen wie beispielsweise Beträufeln der Zecke mit Öl/ Alkohol/ Nagellack oder Entfernung durch Drehbewegung, wird dringend abgeraten. Sie können das Risiko einer Krankheitsübertragung erhöhen.
  • In der Haut bleibende Zeckenteile, sind kein Problem. Sie werden vom Körper abgestossen.
  • Wird Borreliose frühzeitig erkannt, kann sie mit Antibiotika behandelt werden. Für die FSME gibt es keine spezifische Behandlung. Es besteht die Möglichkeit einer Schutzimpfung (Im Allgemeinen ab 6 Jahren empfohlen).
  • Anti-Zeckensprays können die sensible Kinderhaut reizen und haben einen sehr starken Geruch. Sie sind möglichst nicht, oder nur sehr zurückhaltend auf die Kleider aufzutragen (frühestens ab 1 Jahr).

Kontaktieren Sie den Kinderarzt bei:

  • einer kreisrunden Rötung um die Einstichstelle, sich ausbreitender/wandernder Rötung. Sie sind typisch im frühen Stadium einer Borreliose.
  • grippeartigen Symptomen (Kopfschmerzen, Fieber, Müdigkeit, Gliederschmerzen). Das können erste Anzeichen einer Borreliose oder FSME sein.
  • Unsicherheit
  • Informations- und Beratungsbedarf bzgl. FSME-Impfung

Die Risikogebiete der Schweiz sowie weitere Informationen zu Zecken finden Sie z.B. unter https://zecken-stich.ch

Bei Fragen ist die Mütter- und Väterberatung gerne für Sie da.

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Sexualentwicklung

By |2019-03-27T08:52:49+01:00Mittwoch, 27. März 2019|

Haben Sie beobachtet, wie Ihr Baby hingebungsvoll an seinen Händchen saugt? Wie es intensiv die Zehen in den Mund nimmt und wie es, sobald es nackt ist, nach seinem Geschlechtsteil greift? Kinder erkunden ab Geburt spielerisch, neugierig und interessiert ihren ganzen Körper. Sie entdecken, welche Berührungen schöne, angenehme Gefühle auslösen und lernen diese zu verstärken. Es ist für ihr späteres sexuelles Erleben im Erwachsenenalter wichtig, dass sie ihren ganzen Körper als etwas Angenehmes, Liebenswertes, Schönes erleben dürfen. Als etwas, das andere mit Respekt, Achtung und Rücksicht behandeln.

Dies geschieht nicht isoliert, sondern ist eng verknüpft mit dem Umfeld. Das Kind nimmt wahr, wenn Erwachsene ablehnend reagieren, wenn es sein Geschlechtsteil berührt. Es bemerkt die Irritation, wenn es rhythmische Bewegungen wiederholt und die erregenden Gefühle geniesst. Es bemerkt, wenn das «Pfiefeli» bewundert und das  «Schlitzli»  übergangen oder nicht benannt wird.

Kindliche Sexualität kann nicht mit Erwachsenensexualität verglichen werden, ein gutes Körpergefühl schafft jedoch die Grundlage für eine erfüllte Erwachsenensexualität.

Mit folgenden Tipps unterstützen Sie Ihr Kind in der Entwicklung eines guten Körpergefühls:

Kindliches Verhalten Verhaltenstipps für Eltern
Entdecken, dass das Berühren des Körpers schöne Gefühle auslöst. Das Kind den eigenen Körper entdecken lassen und dem Kind eigene Gefühle zugestehen.
Unterschiede zwischen dem eigenen Körper und jenem der anderen feststellen, nach und nach entwickeln des Schamgefühls. Die Körperteile im Intimbereich benennen (Penis, Vulva..), dem Kind eine wertschätzende Haltung dem gesamten Körper gegenüber vermitteln.
Nackt spielen und herumrennen lassen. Erklären, was im Privaten und was im öffentlichen Raum gemacht werden darf.
Doktorspiele, Rollenspiele wie Mama oder Papa spielen, usw. Kinder darin bestärken, nein sagen zu dürfen. (Körperkontakt, Kuss etc.)

Doktorspiele: Nur unter Gleichaltrigen erlauben. Mit Kindern Abmachungen treffen, z.B. nur was beide möchten ist erlaubt, keine Gegenstände einführen, Türe geöffnet lassen etc.

Wertschätzender Umgang mit dem Geschlecht des Kindes, unabhängig davon, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist.

Buchtipp:

Das bin ich – von Kopf bis Fuss

von Dagmar Geisler

Auflistung teilweise der Broschüre «Sexualaufklärung von 0-18 Jahren» entnommen.

Mit freundlicher Genehmigung von Elternbildung Schweiz.

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Neuer Leitfaden Mobbing für Schulen im Kanton Thurgau

By |2019-03-21T11:44:22+01:00Donnerstag, 21. März 2019|

Im Rahmen von www.ff-web.ch (Früherkennung und Frühintervention) stehen oft Mobbing und Bullying im Vordergrund. Aus diesem Grund haben wir in Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Gewaltprävention Zürich im 2017 den Mobbing-Leitfaden erarbeitet.

Was ist der Unterschied zwischen Bullying und Mobbing?

Die Fachbegriffe Bullying und Mobbing werden im deutschsprachigen Raum zwar oft synonym verwendet, meinen aber nicht dasselbe. Bullying bezeichnet wiederholte und systematische Grenzverletzungen gegenüber anderen Schülern, oft Schwächeren. Wobei sich die «Schwäche» vor allem auf den sozialen Status und die sozialen Verbindungen bezieht. Bei Mobbing handelt es sich – beim gleichen Phänomen – nicht (mehr) um einen Einzeltäter, sondern die Attacken werden von einer Gruppe von Schülern ausgeübt, verstärkt oder unterstützt.

«Ein Schüler wird viktimisiert, wenn er oder sie wiederholt und über längere Zeit negativen Handlungen eines oder mehrerer anderer Schüler ausgesetzt ist.» (Olweus). Diese Definition deutet darauf hin, dass sowohl Handlungen einzelner Schüler und Schülerinnen als auch Handlungen von Schülergruppen vorkommen.

Was kann der neue Leitfaden?

Das sorgsame und präzise Vorgehen bereitet im Konfliktfall oft Mühe. Der Leitfaden unterstützt hier wirkungsvoll und nimmt Themen auf, wie: Wieso wird gemoppt? Wer wird gemoppt? Warum wird gemoppt? Wie erkennt man Mobbing? Welche Positionen nehmen Schulen, Lehrpersonen, Eltern ein?

Weitere Angebote

Zum Thema Mobbing/Bullying bieten wir auch Referate und Beratungen für Akteure im pädagogischen Umfeld an.

Anfrage senden

Häusliche Gewalt und Alkohol – und mittendrin die Kinder

By |2019-02-19T13:17:55+01:00Mittwoch, 13. Februar 2019|

«Schon im Kindergarten wusste ich, dass meine Eltern anders waren. Zuhause lagen oft überall Bierflaschen, aufgeräumt hat meine ältere Schwester. Ich wusste, dass die blauen Flecken in Mamis Gesicht nicht von einem Fahrradunfall waren. Genauso wenig wie meine eigenen von einem Treppensturz stammten.»

Was Daniela (Name geändert) erzählt, ist erschreckend, jedoch kein Einzelfall. In zwei von drei Fällen, in denen es zur Paargewalt kommt, leben auch Kinder im Haushalt. Dabei ist fast die Hälfte der Kinder (48 %) neben der häuslichen Gewalt auch mit einem problematischen Alkoholkonsum der Eltern konfrontiert.

Bislang liegen jedoch nur wenige Studien über die Auswirkungen dieser beiden familiären Probleme auf Kinder und Jugendliche vor. In der ENCARE Studie «Häusliche Gewalt und Misshandlungen bei Jugendlichen aus alkoholbelasteten Familien» zeigte sich, dass betroffene Kinder und Jugendliche:

  • einem viel höheren Risiko für körperliche, emotionale und verbale Gewalt durch ihre Eltern ausgesetzt sind
  • oft in Angst und sozial isoliert leben
  • sich schuldig und verantwortlich fühlen
  • emotionale und Verhaltensprobleme haben
  • gezwungen sind für ihr Alter unangemessene Rollen zu übernehmen

Es wurde auch sehr deutlich, dass sich die Auswirkungen bei einem Kind, dass mit beiden Problemen lebt, verstärken. Häufig hätten sich Betroffene bessere Unterstützungsangebote gewünscht. Daher wäre es wichtig, dass diese Kinder so früh wie möglich identifiziert werden und Zugang zu Angeboten bekommen. Fachpersonen können die betroffenen Kinder auch unterstützen, indem sie klar zeigen, dass sie den Kindesschutz höher gewichten als die Interessen der Eltern. Zusätzlich ist die Koordination aller involvierter Institutionen wichtig. Ausserdem sollten gewaltausübende Elternteile konsequent in die Verantwortung genommen werden. Weiter ist die Prävention und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit ein zentraler Aspekt.

Von Nadine Sutter, Fachstelle für häusliche Gewalt, Kantonspolizei Thurgau

Dieser Beitrag wurde im Zusammenhang mit der Aktionswoche für Kinder von suchtkranken Eltern erstellt.

Für weitere Informationen dazu klicken Sie auf das untenstehende Logo:

Wichtige Adressen und Links

147

Notrufnummer Pro Juventute für Kinder und Jugendliche


052 723 48 23

Fachstelle Opferhilfe Thurgau


071 626 02 02

Suchtberatung Perspektive Thurgau


www.mamatrinkt.ch / www.papatrinkt.ch

Eine Webseite von Sucht Schweiz für Kinder und Jugendliche.

Fieberkrampf! Wenn ich das gewusst hätte…

By |2019-02-07T08:22:03+01:00Mittwoch, 13. Februar 2019|

Obwohl ein Fieberkrampf medizinisch gesehen als harmlos gilt, sieht er nicht so aus. Eltern erleben einen Anfall häufig als lebensbedrohlich für das Kind und erschrecken dementsprechend heftig.

In der Beratung wird uns von betroffenen Eltern häufig erzählt, wie froh sie gewesen wären, wenn sie im Vorfeld mehr darüber gewusst hätten. Hier die wichtigsten Informationen dazu:

Was ist ein Fieberkrampf?

Bei einem Fieberkrampf reagiert das Gehirn auf einen raschen Fieberanstieg oder auf hohes Fieber mit Krampfanfällen. Ein Fieberkrampf sieht ähnlich aus wie ein epileptischer Anfall, ist aber keine Epilepsie.

Ungefähr 3-5 % aller Kinder erleiden zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 6. Lebensjahr einen Fieberkrampf.

Wie zeigt sich ein Fieberkrampf?

  • Ein Fieberkrampf tritt am häufigsten während des ersten Fieberanstieges, manchmal aber auch bei schon länger bestehendem Fieber auf.
  • Das Kind wird plötzlich bewusstlos, verdreht die Augen nach oben oder starrt gerade aus.
  • Sein Körper kann steif werden oder erschlaffen.
  • Es treten rhythmische Zuckungen an Armen, Beinen oder/und im Gesicht auf.
  • Die Gesichtsfarbe kann sich verändern, v.a. die Lippen verfärben sich häufig blau.
  • Die beschriebenen Symptome können wenige Minuten andauern.
  • Das Kind ist nach dem Anfall müde, neurologisch aber unauffällig.

Was können Sie während eines Anfalles tun?

  • Versuchen Sie ruhig zu bleiben!
  • Lockern Sie die Kleidung des Kindes und sorgen Sie dafür, dass es frei atmen kann.
  • Geben Sie ihm auf keinen Fall Nahrung, Getränke oder den Nuggi in den Mund.
  • Schütteln Sie das Kind unter keinen Umständen.
  • Halten Sie das Kind nicht fest, sondern bleiben Sie bei ihm und sorgen Sie dafür, dass es sich nirgends verletzen kann.
  • Schauen Sie auf der Uhr, damit Sie ungefähr wissen, wie lange der Anfall dauert.
  • Messen Sie nach dem Anfall die Körpertemperatur. Senken Sie bei Bedarf das Fieber.
  • Manche Kinder übergeben sich nach einem Anfall.

Dauert der Anfall länger als 5 Minuten, rufen Sie einen Notarzt (144).

Nehmen Sie nach einem Fieberkrampf immer Kontakt mit einem  Arzt auf. Er kann so das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen.

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