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Häusliche Gewalt und Alkohol – und mittendrin die Kinder

By |2019-02-13T10:25:13+00:00Mittwoch, 13. Februar 2019|

«Schon im Kindergarten wusste ich, dass meine Eltern anders waren. Zuhause lagen oft überall Bierflaschen, aufgeräumt hat meine ältere Schwester. Ich wusste, dass die blauen Flecken in Mamis Gesicht nicht von einem Fahrradunfall waren. Genauso wenig wie meine eigenen von einem Treppensturz stammten.»

Was Daniela (Name geändert) erzählt, ist erschreckend, jedoch kein Einzelfall. In zwei von drei Fällen, in denen es zur Paargewalt kommt, leben auch Kinder im Haushalt. Dabei ist fast die Hälfte der Kinder (48 %) neben der häuslichen Gewalt auch mit einem problematischen Alkoholkonsum der Eltern konfrontiert.

Bislang liegen jedoch nur wenige Studien über die Auswirkungen dieser beiden familiären Probleme auf Kinder und Jugendliche vor. In der ENCARE Studie «Häusliche Gewalt und Misshandlungen bei Jugendlichen aus alkoholbelasteten Familien» zeigte sich, dass betroffene Kinder und Jugendliche:

  • einem viel höheren Risiko für körperliche, emotionale und verbale Gewalt durch ihre Eltern ausgesetzt sind
  • oft in Angst und sozial isoliert leben
  • sich schuldig und verantwortlich fühlen
  • emotionale und Verhaltensprobleme haben
  • gezwungen sind für ihr Alter unangemessene Rollen zu übernehmen

Es wurde auch sehr deutlich, dass sich die Auswirkungen bei einem Kind, dass mit beiden Problemen lebt, verstärken. Häufig hätten sich Betroffene bessere Unterstützungsangebote gewünscht. Daher wäre es wichtig, dass diese Kinder so früh wie möglich identifiziert werden und Zugang zu Angeboten bekommen. Fachpersonen können die betroffenen Kinder auch unterstützen, indem sie klar zeigen, dass sie den Kindesschutz höher gewichten als die Interessen der Eltern. Zusätzlich ist die Koordination aller involvierter Institutionen wichtig. Ausserdem sollten gewaltausübende Elternteile konsequent in die Verantwortung genommen werden. Weiter ist die Prävention und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit ein zentraler Aspekt.

Von Nadine Sutter, Fachstelle für häusliche Gewalt, Kantonspolizei Thurgau

Dieser Beitrag wurde im Zusammenhang mit der Aktionswoche für Kinder von suchtkranken Eltern erstellt.

Für weitere Informationen dazu klicken Sie auf das untenstehende Logo:

Wichtige Adressen und Links

147

Notrufnummer Pro Juventute für Kinder und Jugendliche


052 723 48 23

Fachstelle Opferhilfe Thurgau


071 626 02 02

Suchtberatung Perspektive Thurgau


www.mamatrinkt.ch / www.papatrinkt.ch

Eine Webseite von Sucht Schweiz für Kinder und Jugendliche.

Fieberkrampf! Wenn ich das gewusst hätte…

By |2019-02-07T08:22:03+00:00Mittwoch, 13. Februar 2019|

Obwohl ein Fieberkrampf medizinisch gesehen als harmlos gilt, sieht er nicht so aus. Eltern erleben einen Anfall häufig als lebensbedrohlich für das Kind und erschrecken dementsprechend heftig.

In der Beratung wird uns von betroffenen Eltern häufig erzählt, wie froh sie gewesen wären, wenn sie im Vorfeld mehr darüber gewusst hätten. Hier die wichtigsten Informationen dazu:

Was ist ein Fieberkrampf?

Bei einem Fieberkrampf reagiert das Gehirn auf einen raschen Fieberanstieg oder auf hohes Fieber mit Krampfanfällen. Ein Fieberkrampf sieht ähnlich aus wie ein epileptischer Anfall, ist aber keine Epilepsie.

Ungefähr 3-5 % aller Kinder erleiden zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 6. Lebensjahr einen Fieberkrampf.

Wie zeigt sich ein Fieberkrampf?

  • Ein Fieberkrampf tritt am häufigsten während des ersten Fieberanstieges, manchmal aber auch bei schon länger bestehendem Fieber auf.
  • Das Kind wird plötzlich bewusstlos, verdreht die Augen nach oben oder starrt gerade aus.
  • Sein Körper kann steif werden oder erschlaffen.
  • Es treten rhythmische Zuckungen an Armen, Beinen oder/und im Gesicht auf.
  • Die Gesichtsfarbe kann sich verändern, v.a. die Lippen verfärben sich häufig blau.
  • Die beschriebenen Symptome können wenige Minuten andauern.
  • Das Kind ist nach dem Anfall müde, neurologisch aber unauffällig.

Was können Sie während eines Anfalles tun?

  • Versuchen Sie ruhig zu bleiben!
  • Lockern Sie die Kleidung des Kindes und sorgen Sie dafür, dass es frei atmen kann.
  • Geben Sie ihm auf keinen Fall Nahrung, Getränke oder den Nuggi in den Mund.
  • Schütteln Sie das Kind unter keinen Umständen.
  • Halten Sie das Kind nicht fest, sondern bleiben Sie bei ihm und sorgen Sie dafür, dass es sich nirgends verletzen kann.
  • Schauen Sie auf der Uhr, damit Sie ungefähr wissen, wie lange der Anfall dauert.
  • Messen Sie nach dem Anfall die Körpertemperatur. Senken Sie bei Bedarf das Fieber.
  • Manche Kinder übergeben sich nach einem Anfall.

Dauert der Anfall länger als 5 Minuten, rufen Sie einen Notarzt (144).

Nehmen Sie nach einem Fieberkrampf immer Kontakt mit einem  Arzt auf. Er kann so das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen.

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Information

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Die Mütter-und Väterberaterinnen helfen Ihnen gerne weiter. Wir beraten Sie telefonisch, per E-Mail oder an einer Beratungsstelle in ihrer Nähe.

Fiebersenkende Mittel – Ganz ohne Chemie

By |2019-01-29T14:52:37+00:00Mittwoch, 30. Januar 2019|

Wickel in all ihren Anwendungen sind ein altbekanntes Heil- und Hausmittel. Die wohl Bekanntesten sind die «Essigsöckli» oder «Wadenwickel» zum Senken von Fieber. Vielleicht haben Sie selbst aus Ihrer Kindheit Erinnerungen daran?

Erhält ein Kind einen Wickel, schenken Sie ihm damit auch Zuwendung, Aufmerksamkeit und das Gefühl von Umsorgt-Werden.

Die Wirkung eines Wickels beschränkt sich nicht nur auf den behandelten Körperteil. Der ganze Organismus wird davon beeinflusst. Deshalb ist eine sorgfältige, korrekte Anwendung unerlässlich.

Wichtig zu beachten bei fiebersenkenden Wickeln:

  • Vor der Anwendung Temperatur messen (rectal).
  • Der Körper muss komplett warm sein, inklusive Füße und Hände. Ansonsten dürfen keine kühlenden Wickel/Bäder angewendet werden!
  • Nie kaltes Wasser verwenden.
  • Das Fieber nicht um mehr als 1° Celsius senken. Herz und Kreislauf werden sonst zu stark belastet.
  • Um die Körpertemperatur um 0.5 bis 1° C zu senken, dauert es in der Regel 1.5 bis 2 Stunden. Bei kleinen Kindern reichen oft schon 10 Minuten, da sie sehr leicht auskühlen.
  • Nach der Anwendung Temperatur kontrollieren.
  • Sehr kleine Kinder empfinden Wickel manchmal nicht als angenehm. Sie weinen oder wehren sich gegen den Wickel. In diesem Fall verzichten Sie darauf.

Beobachten Sie Ihr Kind während der Anwendung gut.

Und so geht’s….

Material:

  • 2 Baumwolltücher (z.B. Geschirrhandtücher)
  • 2 Frotteehandtücher oder Wolltücher
  • 1 Paar grosse Erwachsenen-Kniestrümpfe
  • Schüssel mit lauwarmem Wasser (32 – 36° C)
  • Etwas Essig im Wasser verstärkt die kühlende Wirkung (1l Wasser + ½ EL Essig)
  • Fieberthermometer/Badethermometer

So geht’s:

  • Die Baumwolltücher ins Wasser tauchen und auswringen.
  • Beine straff und faltenlos umwickeln (vom Fussknöchel bis unter das Knie).
  • Darüber die Beine in trockene Frottiertücher oder Wolltücher packen.
  • die grossen Kniestrümpfe darüber ziehen, damit die Wickel besser halten..
  • Die nassen Innentücher werden erneuert, bevor sie warm sind. Das kann alle 10 Minuten nötig sein.
  • Niemals um den Wickel eine luftdichte Hülle aus Plastik oder Gummi legen: Die Flüssigkeit kann sonst nicht verdunsten, was zu einem Wärmerückstau führt.
  • Wadenwickel sollten nicht unter der Bettdecke angewendet werden. Das behindert die Verdunstung, und der Wadenwickel ist wirkungslos. Deshalb Bettdecke zurückschlagen.

Material:

  • Becken mit lauwarmem Wasser (32 – 36° C)
  • Waschlappen
  • 2 trockene Tücher
  • Die kühlende Wirkung kann durch Beigabe von Zitronensaft verstärkt werden (1l Wasser + ½ Löffel Zitronensaft)

So geht‘s:

  • Waschlappen ins Wasser tauchen und etwas ausdrücken.
  • Ein Körperteil nach dem Anderen waschen.
  • Die gewaschene Stelle umgehend mit einem Tuch zudecken (ohne abzutrocknen).

Buchempfehlung

Unsere Buchempfehlung:

«Wohltuende Wickel», von Maya Thüler

Wickel: vorbeugend, schmerzlindernd und heilungsfördernd. Sie helfen nicht nur zur Bewältigung von Krankheiten, sondern eignen sich hervorragend auch zur vorbeugenden Anwendung. Erleichterung und Wohlbefinden sind garantiert!

Hier können Sie das Buch bestellen >>

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Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Die Mütter-und Väterberaterinnen helfen Ihnen gerne weiter. Wir beraten Sie telefonisch, per E-Mail oder an einer Beratungsstelle in ihrer Nähe.

Aktionswoche für «Kinder von suchtkranken Eltern»

By |2019-02-06T16:34:58+00:00Freitag, 18. Januar 2019|

In der Schweiz wachsen schätzungsweise 100’000 Kinder mit einem alkoholkranken Elternteil auf, hinzu kommen diejenigen, deren Eltern an einer anderen Sucht leiden. Diese Kinder verschweigen ihre Not aus Loyalität zu den Eltern, sie sind aber oft einsam und leiden massiv unter der Situation.

Mit der erstmals in der Schweiz durchgeführten «Aktionswoche für Kinder von suchtkranken Eltern» soll dieses Tabu gebrochen werden, damit den Kindern geholfen werden kann.

Die Suchtberatung der Perspektive Thurgau sensibilisiert in der Aktionswoche mit Kurzfilmen in Kinos und Spots in Postautos, Bussen und an Tankstellen zum Thema «Kinder aus suchtbelasteten Familien». Lokale Medienvertreter erhalten eine Einladung für ein Mediengespräch, wobei Betroffene von ihren Erfahrungen berichten.  Während der Aktionswoche finden Austauschtreffen mit internen Fachpersonen und externen Vernetzungspartnern statt.

HIV-Test @Home

By |2018-11-28T10:49:29+00:00Montag, 3. Dezember 2018|

Noch anonymer geht es kaum. Innerhalb von zehn Minuten gibt der HIV-Selbsttest zu Hause Gewissheit, ob man sich mit dem HI-Virus angesteckt hat. Dieser einfache Selbsttest hat den Vorteil einer niederschwelligen HIV-Prävention. Die Fachpersonen der Perspektive Thurgau beraten bei Anwendungsfragen und im Umgang mit dem Ergebnis.

Die Gründe, weswegen ein HIV-Test durchgeführt wird, sind sehr unterschiedlich. Einige machen den Test, weil sie in einer neuen Partnerschaft sind und sich vor dem ersten ungeschützten Geschlechtsverkehr testen möchten. Andere wünschen nach ungeschütztem Sex mit einem Gelegenheitskontakt Gewissheit.

HIV-Selbsttest für Zuhause
Seit kurzem gibt es den HIV-Selbsttest für die einfache Anwendung zu Hause. Dieser kann auf der Beratungsstelle in Weinfelden gekauft oder online bestellt werden. Die Angebotsleiterin der HIV/STI[1] Prävention, Laura Spiri, sieht dies als wichtige zusätzliche Möglichkeit der HIV-Prävention. «Ich kann mir vorstellen, dass für einige bereits unser anonymes Testangebot eine grosse Hürde darstellt. Ein HIV-Test, welcher selbständig Zuhause durchgeführt wird, umgeht diese Hemmschwelle.» Frau Spiri hat aufgrund des HIV-Selbsttest keine Bedenken, dass das Testangebot der Fachstelle nicht mehr genutzt wird. Im Gegenteil «Viele schätzen das individuelle Beratungsgespräch, um ihre Fragen mit einer Fachperson zu besprechen.»

Testangebot im Thurgau
Die Perspektive Thurgau berät Personen aus dem Kanton Thurgau zum Thema sexuell übertragbare Infektionen. Auf der anerkannten Teststelle in Weinfelden werden anonyme HIV- und Syphilis-Tests inkl. Beratungen durchgeführt. Im letzten Jahr haben sich 170 Personen bei der Perspektive Thurgau auf HIV und oder Syphilis getestet. Der grösste Teil der Test fällt negativ aus, d.h. HIV/Syphilis wird nicht nachgewiesen. Bei einem positiven Ergebnis werden die Klienten für die Behandlung an Spezialisten weiterverwiesen. Das anonyme Testangebot ist für viele ein Vorteil, weil sie sich so beim Hausarzt oder bei der Krankenkasse nicht rechtfertigen müssen.

[1] STI = sexually transmitted infections; sexuell übertragbare Infektionen

Verkauf HIV-Selbsttest

Der Exacto®-Selbsttest ist ein HIV-Test für die einfache und zuverlässige Anwendung Zuhause und kann frühestens 12 Wochen nach einem Risikokontakt angewendet werden, um ein zuverlässiges Resultat zu erhalten.

Der Exacto®-Selbsttest kann auf der Teststelle in Weinfelden, Schützenstrasse 15 jeweils am Mittwoch, 15:00-18:30 Uhr gekauft oder online bestellt werden.

Kosten
Exacto® HIV-Selbsttest      CHF 25.00 (bei Abholung Barzahlung)
Versandgebühren               +CHF 7.00 (B-Post) / +CHF 9.00 (A-Post)

Manipulation in der Beratung

By |2018-11-20T11:42:12+00:00Dienstag, 20. November 2018|

Das Schulnetz21-TG der Perspektive Thurgau und der Vorstand der Thurgauer Konferenz der Heilpädagogischen Lehrpersonen TKHL haben am 14.11.2018 zur Jahrestagung eingeladen.

Das Thema «Manipulation in der Beratung» stand neben den Themen Nachhaltigkeit und Gesundheitsförderung in der Schule im Zentrum und regt an, mit Humor und Tiefgang einen Aspekt des Schulalltags zu betrachten. Die Teilnehmenden genossen die interaktive und fachwissenschaftlichen Beiträge, angereichert durch Kultur und Kulinarik.

Hier das Interview mit dem Referenten Thomas Brandenberger, diplomierter Arbeits- und Organisations Psychologe FH und die Präsentation.

Wir manipulieren doch alle ein bisschen
Ist es unmoralisch, jemanden im Gespräch zu manipulieren? Manipulation im schulischen Kontext war der Fokus der Netzwerktagung «Schulnetz21-TG» der Perspektive Thurgau, welche zusammen mit der Jahreskonferenz der Thurgauer Heilpädagogischer Lehrpersonen in Aadorf, am 14. November 2018 stattfand.
Yves Grünwald, Perspektive Thurgau

Manipulation ist per Definition die verdeckte Beeinflussung zum eigenen Nutzen. Im schulischen Alltag kann Manipulation durchaus Mittel zum Zweck sein. Doch wann ist sie unmoralisch? Gibt es überhaupt eine vertretbare Anwendung von Manipulation im Umgang mit Schülerinnen und Schülern oder deren Eltern? Thomas Brandenberger, Referent an der Konferenz, hat die Anwendung von Manipulation durchleuchtet.

Herr Brandenberger, wo liegt der Unterschied von Erziehung und Manipulation?
Erziehung hat beinahe immer einen manipulativen Charakter, da es sich faktisch um ein Machtgefälle zwischen einem erwachsenen Menschen und einem Kind handelt. Vielfach will die Erziehende Person das Kind zu etwas veranlassen. So lange es wohlwollend und anregend gemeint ist, kann Manipulation in der Erziehung durchaus etwas Positives sein. Es stellt sich die Frage, mit welchen Anreizen in der Erziehung gearbeitet wird. Ist es zum Beispiel das Ziel durch Belohnung etwas zu erreichen oder durch Bestrafung etwas zu verhindern. Beides ist manipulativ – das Eine positiv, das Andere negativ. So lange achtsam mit dem Kind umgegangen wird, kann Manipulation auch etwas Gutes sein.

Dürfen Lehrpersonen aus Ihrer Sicht manipulieren? Gibt es «gute» Manipulation, weil beispielsweise von einem Entwicklungsmodell für das Kind ausgegangen wird?
Die Frage erübrigt sich, denn wir machen es sowieso. Wenn ich das Kind positiv affirmiere und versuche, es in eine Richtung zu bringen, in dem ich Talente und Potenziale des Kindes sehe, kann man von „guter“ Manipulation sprechen. Wichtig ist dabei, dass ich mit ihm offen kommuniziere und erkläre, was auf das Kind zukommt. So könnte man eher von Motivation sprechen, was immer noch eine Manipulation ist, wenn auch eine positive und in der Gesellschaft akzeptierte Form.

Was macht gute Pädagogik aus? Wie sollen schulische Mitarbeitende Kinder und Jugendliche  beraten?
Ich denke, ein wichtiger Punkt ist die Qualität der Beziehungsgestaltung. Wir alle sind emotionale Wesen. Je nachdem wie es mir geht, nehme ich die Welt und die Beziehungen zu anderen so oder so wahr. Das Eingehen auf die Bedürfnisse des Kindes und der Respekt gegenüber der Gefühlswelt ist ein wichtiger Faktor guter Pädagogik. Obwohl die Erziehung vor allem Sache der Eltern ist, gehören das Vermitteln von Werten, Haltungen und Moralvorstellungen gegenüber Mensch und Umwelt auch in die Pädagogik. Positive Sichtweisen und Optimismus zu vermitteln ist ein weiteres Element, dass zur Selbstwirksamkeit führt, die weiter für das Erleben in der Gruppe und für die Zugehörigkeit wichtig ist. 

Sollen wir unsere Kinder bezüglich Manipulation (u.a. FakeNews) trainieren?
Trainieren ist vielleicht das falsche Wort. In Kontakt sein, Zeit nehmen, aufklären und nachfragen sind hier wohl viel wirksamer. Mit dem Kind darüber sprechen, was alles in den News manipuliert sein kann und wie man Bildern und Sprache nicht immer glauben kann. Das Kind auch zu kritischer Reflektion und zirkulärem Denken anzuregen sind wohl die wirksamsten Elemente.

10 Schritte für die psychische Gesundheit

By |2018-10-22T15:06:58+00:00Montag, 22. Oktober 2018|

Die «10 Schritte für die psychische Gesundheit» bieten Impulse und Anregungen, um das psychische Wohlbefinden zu stärken, ein positives Lebensgefühl zu fördern und im Alltag in Balance zu bleiben.

Bestellen Sie kostenlos die Plakate «10 Schritten für die psychische Gesundheit» und hängen Sie diese für jedermann sichtbar am Empfang, am stillen Örtchen, in der Cafeteria, im Pausenraum oder gleich überall auf.

Die Kleinplakate im Format A3 sind in zwei Varianten verfügbar:

10 Schritte für Ihre psychische Gesundheit Plakat 8-er-Bahn der Gefühle

Zur Materialbestellung

HIV-Test ab 6 Wochen aussagekräftig

By |2018-10-24T13:41:15+00:00Montag, 22. Oktober 2018|

Neu liefert der HIV-Test 6 Wochen nach einem potenziellen Risiko ein zuverlässiges Resultat. Das heisst die Wartezeit von zuvor 12 Wochen wird halbiert. Dies gilt für die HIV-Labortests und für die HIV-Schnelltests der 4. Generation. Ein HIV-Labor- oder Schnelltest sucht nach HIV-Antigenen und HIV-Antikörpern, um eine Infektion festzustellen oder auszuschliessen. Die Reduktion der Wartezeit hat die Eidgenössische Kommission für sexuelle Gesundheit (EKSG) im Oktober 2018 in ihrer Empfehlung veröffentlicht. Eine kürzere Wartezeit führt dazu, dass HIV-Diagnosen frühzeitig erkannt und zeitnah behandelt werden. Somit wird das Übertragungsrisiko reduziert.

Der HIV-Selbsttest zur Eigenanwendung ist von dieser Empfehlung ausgeschlossen. Der Test zur Selbstanwendung ist seit dem 19. Juni 2018 in der Schweiz zugelassen. Bei den HIV-Heimtests handelt es sich um einen Test der 3. Generation mit einer Wartezeit von 12 Wochen. Die Wartezeit hat keinen Zusammenhang mit der Zuverlässigkeit des Tests. Denn alle HIV-Tests (Labortest, Schnelltest oder Selbsttest) sind 99.9% zuverlässig.

Auf unserer Teststelle in Weinfelden führen wir HIV-Schnelltests der 4. Generation durch. Dazu beraten wir Sie gerne per Mail oder Telefon (071 626 02 02).

Weitere Informationen zu unserem Angebot