Food Waste verhindern und bedarfsorientiert essen

Gesunde und nachhaltige Ernährung stand bei der Tagung «Gesund und Restenlos» am 4. September im Mittelpunkt. Bei schweizweit 2'500'000 Tonnen Food Waste jährlich, sieht sich die Schule als eine der wichtigsten Partnerin, um diese Abfallmenge zu verringern.

Die Tagung «Gesund und Restenlos» fand am 4. September statt. Das «Schulnetz21-TG» 1 der Perspektive Thurgau und das kantonale Aktionsprogramm «Thurgau bewegt» 2 nahmen sich dem Thema der gesunden und nachhaltigen Ernährung an und luden zur Tagung «Gesund und Restenlos» nach Thundorf in die KochLust ein. 300kg Nahrungsabfall fallen in der Schweiz pro Person und Jahr an, knapp die Hälfte davon entsteht zuhause in der privaten Küche. Dass die Schule eine wichtige Partnerin ist, die schweizweiten 2'500'000 Tonnen Food Waste jährlich zu verringern, darüber sind sich alle Teilnehmenden der Tagung einig.

Insekten anstatt Gipfeli Welche Speisen sollten wir zu welcher Tageszeit geniessen? Dann, wenn wir am Morgen Kaffee zu uns nehmen, wäre der Körper eigentlich in Höchstform, um Eiweiss, ja auch Insekten, zu verdauen. Das Znünigipfeli liesse sich leicht ersetzen mit Bündnerfleisch, Ei oder auch Käse. Doch wer hat schon Lust darauf, kaum dem Bett entkommen? Andrea Schwyn, Inhaberin der KochLust und Referentin an der Tagung hat auch dafür einen Trick auf Lager: Ein Schwarztee mit ganz wenig Zucker regt auch bei Morgenmuffeln den Appetit an.

Food Waste = Money Waste In den drei Workshops vertieften die interessierten Lehrpersonen, Schulsozialarbeitende und weitere Vertretende aus dem pädagogischen Bereich Food Waste, clevere Zubereitung von Hülsenfrüchten sowie das Erlebnis Küchenkräuter. Food Waste = Money Waste, so die provokative These von Sebastian Ukatz, stolzer gelernter Koch, wie er selbst sagt. Er ist Leiter der Küche des Alterszentrums Weinfelden und zeigte eindrücklich auf, wie sich die Grossküche über die Jahre veränderte. Er stellte sich 2012 erstmals der Herausforderung, mit seinem Team möglichst alles frisch und ohne Reste, also «Food Safe», zu kochen. Das Zentrum kocht seit der Umstellung nicht auf Reserve, produziert jedoch nach, wenn Bedarf besteht. Dass das Alterszentrum die Restmenge um mehr als 90% reduzieren konnte, ist beeindruckend.

Erlebnis Küchenkräuter Martina Weber, Projektleiterin von GORILLA, einem Jugendprogramm für Ernährung und Bewegung, lässt die Interessierten mit allen Sinnen die Unterrichtseinheiten für Jugendliche zur nachhaltigen Ernährung erproben. Küchenkräuter riechen, erkennen und auch wissen, wo sie einsetzbar sind, macht Lust auf mehr. Die Anwesenden erhalten über den Tag immer wieder Gelegenheit, gesunde Leckereien von der KochLust zu kosten und auch einen kulinarischen Sinn hinter dem Thema Nachhaltigkeit zu erfahren.

Schulnetz21-TG



Schulen im Schulnetz21-TG wirken positiv und setzen sich für ein gutes Schulklima ein, für ein nachhaltiges und anregendes Lernumfeld, für einen gesunden Arbeits-, Lern- und Lebensraum. www.schulnetz21-tg.ch 3

Kantonales Aktionsprogramm «Thurgau bewegt»



Das kantonale Aktionsprogramm «Thurgau bewegt» startete 2008 – damals noch wie in anderen Kantonen mit dem nationalen Ziel, das Übergewicht bei Kindern zu reduzieren. In der Zwischenzeit hat sich die Zielrichtung weiterentwickelt.
Heute fördern wir eine ausgewogene Ernährung, genügend Bewegung und ein positives Körperbild bei Kindern von 0-12 Jahren. Wir bekämpfen nicht mehr primär das Übergewicht, sondern tragen dazu bei, dass Thurgauer Kinder gesund aufwachsen. www.thurgau-bewegt.ch 4

Links:
  1. http://www.schulnetz21-tg.ch
  2. http://www.thurgau-bewegt.ch
  3. http://www.schulnetz21-tg.ch
  4. http://www.thurgau-bewegt.ch