Hilfe! Bin ich schön?

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Hilfe! Bin ich schön?

Wenn es um das eigene Aussehen geht,  fühlen sich Jugendliche oft verunsichert und unter Druck. So können Eltern helfen

Eine wichtige Aufgabe, die sich in der Pubertät stellt, betrifft den Umgang mit den körperlichen Veränderungen und dem eigenen Äusseren. Das ist anspruchsvoll. Und bei manchen Jugendlichen hat man fast den Eindruck, ihr Körper und somit ihre ganze Erscheinung habe sich über Nacht gewandelt: Die Figur ist weiblicher oder männlicher geworden, die Körperbehaarung hat zugenommen, bei den Jungen beginnt der Bart zu spriessen, bei den Mädchen wachsen die Brüste, und ihre Hüften werden breiter. Auch Pickel sind keine Seltenheit, da die Haut in der Pubertät mehr Talg produziert und fettiger wird.

DER VERGLEICH MIT DEN ANDEREN

Mit all diesen Veränderungen nimmt oft auch die Unsicherheit zu, und die Jugendlichen fragen sich: Bin ich schön? Bin ich normal? Und vor allem: Sie vergleichen sich mit den Gleichaltrigen und auch mit Stars und ihren Idolen. Wir leben heute in einer Welt, in der Bilder und das Visuelle überhaupt einen enormen Stellenwert haben. In der Werbung, in den Medien, auf Youtube, Instagram oder auch auf Facebook – überall begegnen wir top gestylten, schönen jungen Menschen, die ein perfektes Leben zu haben scheinen. Eine aktuelle Studie, in der 1000 Jugendliche befragt wurden, hat ergeben, dass sich ein Fünftel der Mädchen und Jungen durch genau diese Vergleiche stark verunsichert fühlt: Sie finden sich zu dick, zu hässlich, einfach nicht perfekt genug. Die Folgen können Ängste, Essstörungen oder Depressionen sein.

VIELE MÄDCHEN UND JUNGEN FÜHLEN SICH UNTER DRUCK

Auch wenn Jugendliche heute wissen, dass Fotos bearbeitet werden können und aus einer Unmenge von Selfies jeweils nur das beste gepostet wird: Der Druck, dem Mädchen und Jungen – gerade was das eigene Aussehen betrifft – ausgesetzt sind, ist bedenklich und nicht zu unterschätzen. Sie als Mutter oder Vater tun deshalb gut daran, wenn Ihr Kind von Ihnen zu spüren bekommt, dass es so geliebt und angenommen wird, wie es ist. Machen Sie ihm mitunter auch bewusst, welche Stärken und Fähigkeiten es hat und worauf es im Leben wirklich ankommt: zum Beispiel auf gute, erfüllende Beziehungen oder darauf, ein verantwortungsvoller und engagierter Mensch zu sein.

(Dies ist ein aktueller Themenbeitrag des Elternmagazin Fritz+Fränzi. Die Zeitschrift liegt bei allen Standorten der Perspektive Thurgau zum Lesen auf und ist an grösseren Kiosken erhältlich oder kann online bestellt werden: www.fritzundfraenzi.ch > Erschienene Ausgaben)

By | 2014-11-11T17:06:34+00:00 Dienstag, 11. November 2014|