Die ersten Tage nach den Ferien, in der Spielgruppe, dem Kinderhort oder dem Kindergarten, aber auch der Übergang vom Spielen zum Essen, vom Wachsein zum Schlafen etc. sind grosse Herausforderungen für kleine Kinder. Der Umgang damit muss erlernt werden.

Übergänge können bei Babys und Kleinkindern Unruhe auslösen. Sie werden weinerlich, reagieren gereizt oder brauchen besonders viel Zuwendung und Aufmerksamkeit. Auch Schlafprobleme oder vermehrte Wutausbrüche können Reaktionen auf Umstellungen im Alltag sein.

Mit folgenden Tipps können Sie Ihr Kind unterstützen und begleiten:

  • Gestalten Sie Ihren Alltag wo möglich regelmässig. Sich wiederholende Abläufe geben Ihrem Kind Sicherheit und Geborgenheit. Es lernt so, dass z.B. nach dem Anziehen das Frühstück kommt, danach werden die Zähne geputzt, dann ist Spielzeit etc.
  • Bauen Sie bei Übergängen Rituale ein. So weiss Ihr Kind mit der Zeit, was als nächstes kommt, kann sich darauf einstellen und zunehmend selbständig werden.
  • Informieren Sie Ihr Kind kurz darüber, was Sie vorhaben und beziehen Sie es in die Vorbereitungen mit ein. Richten Sie beispielsweie vor einem Spaziergang mit ihrem Kind den Zvieri, holen Sie mit ihm die Schuhe, ziehen Sie ihm die Jacke an und dann gehen Sie mit ihm nach Draussen.
  • Lassen Sie Ihr Kind so viel wie möglich selbstständig machen. Das gibt ihm Selbstsicherheit und hilft ihm, Übergänge besser und zunehmend alleine zu bewältigen.

Denken Sie daran, Übergänge sind auch mit Abschied vom Gegenwärtigen verbunden. In den Kindergarten gehen heisst auch, «s’Mami oder dä Papi» zurückzulassen. Sagen Sie darum Ihrem Kind, dass Sie sich freuen, es später wieder zu sehen.

Versuchen Sie sich auch über Ihre eigenen Gefühle bewusst zu werden. Wie geht es Ihnen dabei? Ihre Gefühle sind nicht die gleichen wie die Ihres Kindes. Ihr Bewusstsein darüber hilft, dass das Kind seinen eigenen Weg gehen kann.

Mehr zum Thema Übergänge im Babyalter und zu Ritualen in den nächsten Beiträgen.

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