Jugendschutz / Alkoholprävention

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Jugendschutz / Alkoholprävention 2017-05-17T15:01:07+00:00

Alkohol ist ein Genussmittel – und kann zum Rausch- oder Suchtmittel werden. Suchtmittel wirken bei Kindern und Jugendlichen viel stärker als bei Erwachsenen. Für eine gesunde Entwicklung braucht es starke Schutzbestimmungen. Diese sind in verschiedenen Gesetzen und Verordnungen verankert. Wer Alkohol und Tabak an unter 16-jährige bzw. Spirituosen an unter 18-Jährige verkauft oder weitergibt, macht sich strafbar. Die Verantwortung zum Jugendschutz muss von allen politischen Ebenen (Bund, Kantone und Gemeinden) und von allen am Verkauf von Alkohol beteiligten Personen wahrgenommen werden. Zusammen tragen sie massgeblich zur Einhaltung des Gesetzes und zum Erfolg präventiver Massnahmen bei.

 Unser Angebot richtet sich an

  • Gemeinden bei der Umsetzung einer aktiven Alkoholpolitik
  • Gastronomiebetriebe und Detailhandel bei der Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen
  • Veranstalter und Vereine bei Festivitäten und Partys
  • Eltern und Erziehungsberechtige bei erzieherischen Fragen

Wir stehen Ihnen bei der Erarbeitung von Jugendschutzkonzepten beratend zur Seite und unterstützen Sie mit CheckPoint-Materialien und geeigneten Hilfsmitteln bei der praktischen Umsetzung.

Die Gemeinde hat die Aufgabe, die nationale und kantonale Gesetzgebung umzusetzen und die rechtlichen Bestimmungen an die Verantwortlichen von Gastronomie, Detailhandel und öffentlichen Veranstaltungen zu übertragen. Sie ist zuständig für die korrekte Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen und kann Testkäufe durchführen.

  • Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Argumente zum Jugendschutz und der Alkoholprävention.
  • Verankern Sie Vorgaben zum Jugendschutz in Ihren Bewilligungsdokumenten für Veranstaltungen. Damit signalisieren Sie Verbindlichkeit. Orientieren Sie sich dabei auch an den Empfehlungen der GDK.
  • Führen Sie Testkäufe durch. Testkäufe durch Minderjährige zeigen auf, wo die Jugendschutzbestimmungen eingehalten werden und wo Verbesserungsbedarf besteht. Das Amt für Gesundheit, Kanton Thurgau bietet Ihnen Hilfe und finanzielle Unterstützung bei der Durchführung an.
  • Wirksam ist Alkoholprävention dann, wenn sie langfristig angelegt ist, koordiniert umgesetzt und von allen Beteiligten verbindlich verfolgt wird. Ziehen Sie deshalb wichtige Schlüsselpersonen in die Diskussion ein.

Unser Angebot

  • Erarbeitung von Jugendschutzkonzepten
  • Monitorings an Festveranstaltungen
  • Beratung bei der Umsetzung einer aktiven Alkoholpolitik
Anfrage senden

Die Bewilligungs- bzw. Patentinhaber sind zuständig für die geeignete Jugendschutz-Ausbildung des Verkaufspersonals. Dieses muss vor Arbeitsantritt Kenntnisse der gesetzlichen Bestimmungen zum Jugendschutz haben. Die Gemeinde kann Testkäufe durchführen. Wenn trotz des gesetzlichen Verbots Alkohol verkauft wird, können Sie verwaltungsrechtlich belangt werden, etwa mit dem Erlass persönlicher oder betrieblicher Auflagen oder gar mit dem Entzug der Bewilligung.

  • Vertreten Sie eine klare Haltung: Jugendschutz keine Frage des Goodwills ist, sondern eine gesetzliche Bestimmung, die in jedem Fall einzuhalten ist.
  • Die Beschilderung von Verkaufsstellen ist vom Gesetz vorgeschrieben. Hinweisschilder (z. Bsp. CheckPoint-Plakate) informieren die Gäste über den Jugendschutz und erleichtern dem Personal die Arbeit.
  • Organisieren Sie ein Fest oder einen Event? Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Argumente und optimieren Sie Ihre Veranstaltungsplanung hinsichtlich des Verkaufs und Konsums von Alkohol.

Unser Angebot

  • Schulungen für Verkaufspersonal
  • Ausleihe von ID-Reader und Rauschbrillen
  • Jugendschutzmaterial (Altersbändel, Plakate)
Anfrage senden

Das Verkaufspersonal trägt die Verantwortung, dass kein Alkohol und keine Tabakwaren an unter 16-Jährige und keine Spirituosen, Aperitifs und Alcopops an unter 18-Jährige verkauft werden. Die Jugendschutzbestimmungen durchzusetzen ist nicht einfach. Wenn viel läuft, wenn Jugendliche aggressiv oder verletzt reagieren oder angetrunken sind, ist es schwierig, konsequent zu sein.

  • Bleiben Sie ruhig und bestimmt: Das Gesetz verpflichtet Sie dazu.
  • Verlangen Sie immer einen amtlichen Ausweis (ID, Fahrausweis)
  • Eignen Sie sich ein paar Grundregeln an
  • ŽNutzen Sie den Altersrechner
  • Frischen Sie Ihr Wissen auf mit dem unkomplizierten und kostenlosen Online-Schulungstool

Jugendschutz betrifft neben Alkohol und Tabak noch andere Gebiete, z.B. Digitale Medien, Abschluss von Verträgen oder das Ausführen von bezahlter Arbeit. In der Schweiz gibt es kein einheitliches Jugendschutzgesetz. Die Regelungen sind z.B. im Gastgewerbegesetz, im Arbeitsgesetz, im Strafgesetzbuch oder im Zivilgesetzbuch zu finden.

«CheckPoint» umfasst sämtliche Informationsmaterialien und Hilfsmittel zum Jugendschutz. Das «CheckPoint»-Jugendschutzmaterial ist an der leuchtend grünen Farbe für Personal und Konsumenten gut erkennbar. Wir stellen es Ihnen mehrheitlich kostenlos zur Verfügung.

Material bestellen

«Happylicious»

Happylicious am Openair Frauenfeld 2017

 

«Happylicious» ist eine interaktive Sensibilisierungsaktion für Veranstaltungen mit einem umfangreichen Jugendschutzkonzept. Die Aktion vermittelt praxisnahe und leicht umsetzbare Tipps für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol, dessen Auswirkungen und die eigene Sicherheit. Auf lustvolle und spielerische Art werden Besuchende zu gesundheitsförderlichem Verhalten motiviert, wie genügend Wasser zu trinken, aufeinander Acht zu geben, auch beim Flirten unter Alkoholeinfluss seine Grenzen zu kennen, Risiken im Ausgang entgegenzuwirken und sicher nach Hause zu kommen. «Happylicious» können Sie für Ihre Veranstaltung buchen.

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Nationale Organisationen

Bundesamt für Gesundheit BAG > Alkohol Zahlen und Fakten zu Gefahren und Schäden des Alkoholmissbrauchs sowie dessen Ursachen
Sucht Schweiz Sucht Schweiz konzipiert und realisiert Präventionsprojekte, engagiert sich in der Gesundheitspolitik und der psychosozialen Forschung
Fachverband Sucht Verband der Fachorganisationen in den Bereichen Suchthilfe (Beratung, Therapie und Schadenminderung), Suchtprävention und Gesundheitsförderung in der Deutschschweiz

 

Kantonale Organisationen

Amt für Gesundheit, Kanton Thurgau > Testkäufe Das Amt für Gesundheit leistet einen Finanzierungsbeitrag an die Gemeinden, die Testkäufe mit dem Blauen Kreuz durchführen. Ein Leitfaden für die Gemeinden beschreibt den Nutzen von Testkäufen und das Vorgehen zur Teilfinanzierung
Amt für Gesundheit, Kanton Thurgau > Alkoholzehntel Beiträge aus dem kantonalen Alkoholzehntel beantragen
Blaues Kreuz Thurgau – Schaffhausen >Prävention und Gesundheitsförderung Unser Partner hinsichtlich der Alkoholprävention im Kanton Thurgau

 

Ausgewählte Projekte und Angebote

Online Schulung Online Schulung der Eidgenössischen Alkoholverwaltung EAV zum Jugendschutz bei der Alkoholabgabe für Gastronomie, Detailhandel und Festwirtschaften
Kampagne «Wie viel ist zu viel?» Nationale Alkoholpräventionskampagne «Wie viel ist zu viel?» (inkl. Dialogwoche Alkohol)
Jugendschutz und Medien Nationale Plattform zur Förderung von Medienkompetenz und einer sicheren und altersgerechten Mediennutzung
Cool and Clean Präventionsprogramm für Veranstaltungen im Bereich Sport
Date Nina Ein simulierter Abend mit und ohne Alkohol als Game für die Zielgruppe Jugend von RoadCross
Fahrsimulator Angebot der Fachstelle Fachstelle „ASN – Am Steuer Nie“ zur Alkohol- und Drogenprävention im Strassenverkehr
Kantonales Tabakpräventionsprogramm Tabakprävention im Kanton Thurgau

Kontakt

Aktuell

Heilmittel Alkohol?

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