Gestörtes Sozialverhalten

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Gestörtes Sozialverhalten

Dass Kinder oder Jugendliche Phasen durchlaufen, in denen sietrotzen, lügen, stehlen oder sich aggressiv verhalten, ist nicht aussergewöhnlich. Bei etwa 6 bis 8 Prozent entwickelt sich daraus jedoch eine Störung des Sozialverhaltens. Welche Warnzeichen es in welchem Alter gibt, wird hier erklärt.

Das wächst sich schon aus! Dies ist ein Hinweis, den Eltern gar nicht so selten von Fachleuten zu hören bekommen, wenn sie sich Sorgen um die Entwicklung ihrer Kinder machen. Solche Sorgen können viele verschiedene Gründe haben: dass die Kinder sich anders verhalten als andere Kinder, dass sie nicht gut in Kontakt kommen mit anderen, dass sie sich nicht an Regeln halten oder dass sie Wutausbrüche haben.

Tatsächlich ist dieser Rat, vor-erst einmal abzuwarten und den Kindern Zeit für ihre Entwicklung zu geben, manchmal gerechtfertigt. Kinder sind in ihren Entwicklungsverläufen sehr unterschiedlich, und es ist wichtig, dies auch zu akzeptieren und Abweichungen von der «normalen» Entwicklung nicht vorschnell zu pathologisieren.

Oppositionelles Trotzen oder dissoziales Verhalten wie Lügen, kleinere Diebstähle oder aggressives Verhalten gegenüber anderen kommen bei vielen Kindern im Verlauf ihrer Entwicklung vorübergehend vor, ohne dass von einer schwerwiegenden Verhaltensstörung gesprochen werden kann. Ende des zweiten Lebensjahres zeigen beinahe 90 Prozent aller Kinder im Umgang mit Gleichaltrigen aggressive Verhaltensweisen wie Treten, Beissen, Schlagen oder indem sie ihnen Spielgegenstände wegnehmen.

(Dies ist ein aktueller Themenbeitrag des Elternmagazin Fritz+Fränzi. Die Zeitschrift liegt bei allen Standorten der Perspektive Thurgau zum Lesen auf und ist an grösseren Kiosken erhältlich oder kann online bestellt werden: www.fritzundfraenzi.ch > Erschienene Ausgaben)

By | 2014-11-11T17:01:10+00:00 Dienstag, 11. November 2014|