International finden am Welttag der Suizidprävention, am 10. September, Aktivitäten statt. Die Perspektive Thurgau lädt zum Film «Krank sein macht arm – arm sein krank» ins Cinema Luna ein. Filmemacher Giorgio Andreoli realisierte diesen Film über Gesundheit und Krankheit von Armutsbetroffenen.

Der Film gibt fünf Betroffenen das Wort. Sie erzählen, wie man als Mutter mit vier Kindern – davon eines mit schwerer Behinderung – über die Runden kommt. Sie berichten über Krankheitsgeschichten und die schrittweise Rückkehr in die Arbeitswelt und über Scheidung und andere Ereignisse, die nicht nur seelische Katastrophen auslösen, sondern auch physische und existenzielle.

«Ich glaube zuerst war die Armut, vor den Erkrankungen. Danach ging es ganz schnell, mein Mann und ich haben uns getrennt. Dadurch stand ich plötzlich am Abgrund, wusste nicht, wie ich meine Familie ernähren sollte, ich stand da mit zwei kleinen Kindern. Mir blieb nur der Weg zum Sozialamt.» Cornelia G.

«Die Kluft zwischen arm und reich wird immer grösser. Man sollte die Verantwortung gegenüber den Schwächeren war nehmen, es muss ein Umdenken stattfinden. Für alleinerziehende Mütter ist es sehr schwierig.» Karin L. R.

Der Film zeigt, wie subtil sich die finanzielle Situation auf die körperliche und seelische Gesundheit auswirkt und umgekehrt. Sozial benachteiligte Menschen haben geringere Chancen auf ein gesundes Leben. Auch in der Schweiz sind Gesundheit und Armut eng verknüpft.

Der Dokumentarfilmer Giorgio Andreoli hat auf einfühlsame Weise fünf Menschen in der Schweiz porträtiert, die von Sozialhilfe leben. Giorgio Andreoli drehte den Film im Auftrag der SKOS (Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe).

Eine Dokumentation von Giorgio Andreoli, CH 2018, 26 Minuten, deutsch, ab 14J

Wann             Dienstag, 10. September 2019
Ort                  Cinema Luna, Frauenfeld
Eintritt           frei, Ticketreservation wird empfohlen www.cinemaluna.ch
Moderation   Beatrice Neff, Angebotsleitung «Psychische Gesundheit» Perspektive Thurgau, Weinfelden

Ab 17:15 Uhr    «Apéro riche»

18:00 Uhr         Film «Krank sein macht arm – arm sein krank»

18:30 Uhr         Diskussionsrunde mit dem Filmemacher Giorgio Andreoli und Protagonist/in

19:15 Uhr         Ende der Veranstaltung

Weitere Informationen und den Flyer finden Sie in unserer Agenda.